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WORT Nord startet mit ersten Aktionen am Campus und holt ein Stimmungsbild bei den Studierenden ein
Nordhausen. Das Projekt WORT Nord ist Anfang April erstmals sichtbar auf dem Campus der Hochschule Nordhausen aufgetreten. Mit einem großen Pavillon vor der Mensa und mehreren Pinnwänden wurde zum einen auf das Projekt aufmerksam gemacht und zum anderen Bleibeabsichten der Studierenden abgefragt. Insgesamt 185 Studierende beteiligten sich in der ersten Woche des Sommersemesters an dieser Kurzumfrage, die das Ziel hatte, ein erstes Stimmungsbild einzuholen. 66 Studierende antworteten, dass sie nach dem Abschluss in der Region verbleiben möchten, während 44 sich nicht sicher waren und 75 die Frage verneinten.
Um die sehr unterschiedlichen Beweggründe für eine Entscheidung contra Nordthüringen/Nordhausen in Erfahrung zu bringen, wurde an einer zweiten Schautafel erfragt, was sich verändern müsse, damit die Studierenden nach dem Abschluss in der Region bleiben würden. Eine übergroße Mehrheit gab an, dass ein Job das wichtigste Kriterium für einen Verbleib in der Region darstellt, oftmals kombiniert mit der Angabe, dass auch die Bezahlung ein wichtiger Faktor wäre. Daneben wurden unter anderem die Lebensqualität, Freizeitangebote, Visa-Regelungen, ein gutes Onboarding im Job, das politische Klima und Sprachkenntnisse genannt.
Im Gespräch mit den Studierenden war auffällig, dass diejenigen, die die Region verlassen wollen, dies oftmals nicht vorhaben, weil sie die Region unattraktiv finden, sondern weil sie zurück in ihre Heimatregionen kehren wollen. Die Studierenden waren außerdem in weiteren Gesprächen dazu befragt worden, wie ihre Ideen für das künftige Begegnungszentrum, welches im Rahmen des Projektes in der Nordhäuser Innenstadt entstehen soll, aussehen.
Der Begegnungsort wurde dabei von vielen Teilnehmenden als Möglichkeit der Bereicherung für die Innenstadt und als Brücke zwischen Stadtzentrum und Campus aufgefasst. Auf die Frage, welche Angebote die Studierenden dort wirklich nutzen wollen würden, wurden vor allem soziale Funktionen benannt, wie das gemeinsame Kaffee trinken, Events mit mitgebrachten Snacks, gemeinsame kreative Aktivitäten, aber auch die Möglichkeit des Co-Working. Als wichtige Angebote, welche das Begegnungszentrum bereithalten sollte, wurden unter anderem kostenfreies WLAN, Hilfestellungen bei Visa-Fragen und Sprachangebote genannt. Das WORT Nord Team wird diese Anmerkungen auswerten und prüfen, inwieweit die Wünsche und Anregungen der Studierenden in die Gestaltung des Begegnungszentrums einfließen können.
Neben der Aktion an der Mensa in der ersten Woche nach den Semesterferien ist das Projektteam zu Beginn der Vorlesungszeit in diversen Lehrveranstaltungen zu Gast gewesen, um eine weitere Online-Umfrage bekannt zu machen und die Studierenden direkt zu animieren, an dieser teilzunehmen. In knapp zehn Minuten sollten die künftigen Absolventinnen und Absolventen ihre Pläne für die Zeit nach dem Studium skizzieren und Beweggründe für das Bleiben oder den Wegzug nach dem Abschluss beschreiben. Dies dient dem WORT Nord Team, um ein besseres Verständnis für die Ansichten der Studierenden zu entwickeln und mehr über das Image der Region und der Stadt Nordhausen zu erfahren. Ziel ist es, daraus Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten, um mehr Studierende nach dem Abschluss in Nordthüringen zu halten und die Integration in die regionale Wirtschaft zu vereinfachen.
Über WORT Nord:
Das Projekt „WORT Nord – Weltoffene Region Thüringens: Talente binden, Zukunft sichern“ wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) mit rund 2 Mio. Euro gefördert.
Laufzeit: November 2025 bis Oktober 2028.
Projektleitung WORT-Nord:
Prof. Dr. Maik Arnold: https://www.hs-nordhausen.de/kontaktverzeichnis/a/arnold-maik-prof-dr/
Prof. Dr. Cordula Borbe: https://www.hs-nordhausen.de/kontaktverzeichnis/b/borbe-cordula-prof-dr/
Prof. Dr.-Ing. Sebastian Voswinckel: https://www.hs-nordhausen.de/kontaktverzeichnis/v/sebastian-voswinckel/
Befragung an der Mensa der Hochschule Nordhausen zu Beginn des Sommersemesters.
Quelle: Max Nottrodt
Copyright: Hochschule Nordhausen
Erstes Stimmungsbild zu den Bleibe-Perspektiven
Quelle: Max Nottrodt
Copyright: Hochschule Nordhausen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, jedermann
Gesellschaft
regional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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