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Wissenschaft
Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat anlässlich der 42. Mitgliederversammlung der HRK in der vergangenen Woche in Weimar die Bedeutung von Gleichstellung und Diversität für die deutschen Hochschulen betont. Mit großer Sorge beobachten die Hochschulen, dass Grundsätze der Chancengerechtigkeit und der diskriminierungsfreien Teilhabe zunehmend pauschal infrage gestellt und öffentlich diskreditiert werden. Solchen Entwicklungen tritt die HRK entschieden entgegen.
„Gleichstellungsmaßnahmen und -strukturen dienen der Chancengerechtigkeit. Sie zielen auf den Abbau struktureller Ungleichheit und Diskriminierung und sie fördern die gleichberechtigte Einbindung und Entfaltung individueller Potenziale. Das ist nicht unnötig oder optional, sondern verfassungsrechtlich geboten“, erläutert HRK-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal.
„Gleichstellung und Vielfaltsmanagement sind zentrale Bestandteile strategischer Hochschulentwicklung und Grundlage für innovative und exzellente Forschung und Lehre“, unterstreicht Prof. Dr. Angela Ittel, HRK-Vizepräsidentin für Internationales, Gleichstellung und Diversität. „Damit Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fertigkeiten und Perspektiven an Hochschulen produktiv an gemeinsamen Zielen arbeiten können, sind chancengerechte Verfahren, ein langfristiges Personal- und Berufungsmanagement sowie systematisches Monitoring erforderlich. Das ist originäre Führungsaufgabe und eine Frage strategischer Hochschulsteuerung“, so Ittel.
Mit ihrer 2024 verabschiedeten Entschließung „Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen – Selbstverpflichtung der deutschen Hochschulen“ haben sich die HRK-Mitgliedshochschulen klar dazu bekannt, Berufungs- und Personalprozesse transparenter, qualitätsgeleiteter und chancengerechter weiterzuentwickeln. Darin liege ein Beitrag zur Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems, bekräftigt das HRK-Präsidium.
https://www.hrk.de
https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/auf-dem-weg-zu-mehr-geschlechterg...
https://HRK-Beschluss vom 14.5.2024
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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