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07.05.2026 10:51

Projekt 6G-Coverage gestartet

Christina Selzer Hochschulkommunikation und -marketing
Universität Bremen

    Wie können zum Beispiel bei automatisiertem Fahren unterbrechungsfreie und flächendeckende Mobilfunkverbindungen gewährleistet werden? Das untersucht das neue Projekt 6G-Coverage mit zehn Partnern aus Forschung und Industrie. Es wird von der Universität Bremen koordiniert.

    Gesellschaft und Wirtschaft werden zunehmend digitaler – und damit steigt der Bedarf nach einer allgegenwärtigen und unterbrechungsfreien Netzabdeckung. Andernfalls wären Anwendungen wie vernetztes und automatisiertes Fahren, digitale Landwirtschaft, digitale Logistik oder digitale Seefahrt kaum möglich. Die sechste Mobilfunkgeneration (6G) ermöglicht unterbrechungsfreie Verbindungen durch ein 3D‑Kommunikationsnetz aus terrestrischen Basisstationen und nicht‑terrestrischen Netzkomponenten wie Flugplattformen und erdnahen Satellitenkonstellationen. Wie genau das funktionieren kann, untersucht das Projekt 6G-Coverage unter der Leitung von Professor Armin Dekorsy, Leiter des Arbeitsbereichs Nachrichtentechnik an der Universität Bremen.

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das dreijährige Projekt mit 5,97 Millionen Euro, insgesamt beträgt das Projektvolumen 9,5 Millionen Euro. Neben der Universität Bremen sind zehn weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt: Bosch, Nokia, NxP, Telefonica, Rhode&Schwarz, MediaMobil Communication, IMST, DLR, Fraunhofer-Institut FOKUS sowie Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau.

    Die Partner untersuchen im Projekt zentrale Technologien für 6G-Netze – darunter Verbindungsübergaben, Antennensysteme und Mehrfachverbindungen. Im Fokus steht dabei, wie sich etwa Fahrzeuge nahtlos zwischen dem terrestrischen und nicht-terrestrischen Netz bewegen können, wie leistungsfähige und zuverlässige Antennensysteme gestaltet sein müssen und wie Endgeräte wie Autos, Drohnen oder Maschinen gleichzeitig mit unterschiedlichen Netzelementen – etwa Satelliten oder lokalen Funkzellen – verbunden werden können.

    Die neuen Ansätze einer vernetzten und automatisierten Mobilität werden zunächst in Simulationen evaluiert und anschließend hinsichtlich ihres Verhaltens in realen 3D-Netzen mit Basisstationen und Satelliten untersucht. Mit dem Ziel, 6G in die Anwendung zu bringen, wird hierzu auf marktübliche Hard- und Softwarekomponenten zurückgegriffen. So entstehen praxisnahe Lösungen, die sich auch auf andere Anwendungsbereiche übertragen lassen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Armin Dekorsy
    Leiter des Arbeitsbereichs Nachrichtentechnik
    Direktor Gauss-Olbers Space Technology Transfer Center
    Universität Bremen
    Telefon: +49 421 218-62400
    E-Mail: dekorsy@ant.uni-bremen.de


    Weitere Informationen:

    https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/6g-coverag...


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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