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UniNow GmbH zeichnet Gewinner des „Digital Campus Index 2026“ aus: Studierende werten Uni Hohenheim unter die Top 25 der digitalen Hochschulen in Deutschland.
Zertifikatsprogramm für KI-Kompetenzen, E-Klausuren mit dem eigenen Laptop oder forschendes Lernen mit Robotern: Laut Digital Campus Index 2026 erleben Studierende die Universität Hohenheim in Stuttgart in puncto Digitalisierung als überdurchschnittlich gut aufgestellt. Rund 18.500 Studierende von 179 Hochschulen aus ganz Deutschland haben ihre Stimme abgegeben und bewertet, wie digital ihre Hochschule in den Bereichen Lehre, Ausstattung und Verwaltung ist. Demnach belegt die Universität Hohenheim deutschlandweit Platz 23. Der erste Platz geht an die Technische Universität München. Die Umfrage fand in der UniNow-App statt, einer Kommunikationsplattform, die an mehr als 100 Hochschulen eingesetzt wird.
Einige Studiengänge wie „Digital Business Management“ oder „Wirtschaftsinformatik“ tragen die Digitale Transformation bereits im Namen. Doch auch Studierende aller anderen Studiengänge erleben an der Uni Hohenheim durchdachte digitale Elemente, Qualifizierungsmöglichkeiten und Service-Angebote am Puls der Zeit.
Digital-Kompetenzen im Studium
Möglich macht das unter anderem das studienbegleitende Zertifikatsprogramm „AI & Data Science Certificate Hohenheim“ (AIDAHO): Von Grundlagenmodulen zu KI und Data Science bis hin zu intelligenten Agrarrobotern, Financial Data Science oder einer Einführung in die Bioinformatik stehen Studierenden vielfältige Wahlmöglichkeiten offen.
Doch auch in den regulären Studienplänen spielen Digital- und IT-Kompetenzen eine immer wichtigere Rolle. 2025 vergab die Universität Hohenheim dafür erstmals den neuen Preis für Digitale Lehre. Preisträger Jun.-Prof. Dr. Christian Krupitzer vom Fachgebiet Lebensmittelinformatik nutzt unter anderem eine smarte „Lernfabrik“ aus Fischertechnik, die Abläufe von Industrie-4.0-Technologien im kleinen Maßstab simuliert.
KI im Studium kompetent, sicher und kritisch nutzen
Beim Thema KI-Einsatz im Studium gehört die Universität Hohenheim ebenfalls zu den Vorreiterinnen der ersten Stunde. Schon 2023 verabschiedete sie als eine der ersten Hochschulen in Deutschland eine Leitlinie, die statt Verboten konsequent auf die Vermittlung von KI-Kompetenzen, einen kritischen und verantwortungsbewussten Umgang sowie die bewusste Integration ins Studium setzt.
Allen Studierenden der Universität Hohenheim steht dafür „GPTalk“ als kostenfreie und datenschutzkonforme Open-Source-Plattform zur Verfügung, die sich ähnlich bedienen lässt wie ChatGPT, Gemini und Co.
E-Prüfungen, digitale Services und virtuelle Lernumgebungen
Auch darüber hinaus macht sich die digitale Transformation im Studienalltag an immer mehr Stellen bemerkbar: So haben Studierende im Wintersemester 2025/26 knapp 4000 E-Prüfung abgelegt. Zum Teil können diese auch mit dem eigenen Laptop absolviert werden („Bring your own device“). Die Universität Hohenheim bietet Lehrenden dafür eine spezielle Support-Struktur.
Gerade bei großen Lehrveranstaltungen können Korrektur und Einsicht durch Digitalisierung effizienter gestaltet werden. Das Projekt ExamBuddy geht sogar noch einen Schritt weiter und gibt Studierenden mithilfe einer speziell trainierten KI ausführliches Feedback – in Fällen, in denen das aufgrund sehr hoher Teilnehmendenzahlen ansonsten nur eingeschränkt möglich wäre.
Und wer Fragen zur Bibliothek, zum WLAN auf dem Campus, zum Hohenheimer Nutzeraccount oder zu den Druck- und Kopier-Services hat, kann sich dazu seit einigen Monaten nicht nur persönlich an den Service-Desk wenden, sondern zusätzlich auch 24/7 an den speziell trainierten Chatbot des Kommunikations-, Informations- und Medienzentrums (KIM).
Auch virtuelle Lernumgebungen kommen zunehmend zum Einsatz: Dank einer Campuslizenz für das virtuelle Labor „Labster“ können Studierende naturwissenschaftliche Experimente und Methoden digital simulieren und sich orts- und zeitunabhängig auf Praktika und reale Laborarbeit vorbereiten.
Digitale Transformation als verbindendes Querschnittsthema der Forschung
Die große Bedeutung von Digital-Kompetenzen in der Lehre sowie die digitalen Services im Studienalltag sind nicht zuletzt auch Ausdruck des spezifischen Forschungsprofils der Universität Hohenheim.
Von KI in der Agrartechnik über digitale Prozesse bei der Herstellung innovativer Lebensmittel bis hin zu Industrie 4.0 und Wirtschaftsinformatik spielt die digitale Transformation seit vielen Jahren eine zentrale Rolle als verbindendes Querschnittsthema aller Fakultäten. Das Computational Science Hub vernetzt dabei als verbindender Think Tank Forschungs- und Lehraktivitäten über die Grenzen von Fakultäten und Instituten hinweg.
Forschendes Lernen mit digitalen Methoden
Studierende, die aktuelle Forschung mit digitalen Methoden und Werkzeugen bereits im Bachelor-Grundstudium in kleinen Gruppen erleben möchten, können im Rahmen des Programms „Humboldt reloaded“ selbst in die Rolle von Wissenschaftler:innen schlüpfen.
Zur Auswahl stehen forschungsnahe Projektseminare zu Themen wie der automatisierten Bildanalyse zur Bestimmung von Blattschneiderameisen, der Simulation von Pflanzenwachstum unter Klimawandelbedingungen mithilfe datenbasierter Modelle und digitaler Analysewerkzeuge oder der Untersuchung von Technologieakzeptanz in Organisationen im Kontext des demografischen Wandels.
Text: Leonhardmair
https://uninow.com/de/digital-campus Digital Campus Index 2026
https://www.uni-hohenheim.de/presse Pressemitteilungen der Universität Hohenheim
Roboterhund Odie des Fachgebiets Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik an der Universität Hohen ...
Quelle: Corinna Schmid
Copyright: Universität Hohenheim / Corinna Schmid
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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