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Wissenschaft
AkoS: Komplexe Systeme im Ganzen zertifizieren und aktualisieren
Cyberagentur veröffentlicht Interessenbekundungsverfahren für das Programm "Aktualisierung und Zertifizierung komplexer Systeme" (AkoS).
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) hat das Interessenbekundungsverfahren für AkoS veröffentlicht. Gesucht werden Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis, damit komplexe Systeme künftig in ihrer Gesamtheit schnell und sicher aktualisiert und zertifiziert werden können.
Ziel des geplanten Forschungsprogramms „Aktualisierung und Zertifizierung komplexer Systeme“ (AkoS) ist es, neue Ansätze zu identifizieren, mit denen sicherheitskritische komplexe Systeme schneller aktualisiert, umfassender geprüft und effizienter zertifiziert werden können.
Komplexe Systeme bestehen aus einer Reihe von Subsystemen (System of Systems). Ihre Sicherheit ergibt sich nicht allein aus der Sicherheit einzelner Komponenten, sondern auch aus dem Zusammenspiel dieser Komponenten, ihren Schnittstellen, Abhängigkeiten und möglichen Wechselwirkungen. Gerade in sicherheitskritischen Bereichen, etwa bei maritimen Einsatzsystemen der Bundeswehr wie Fregatten oder bei kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerken, können solche Abhängigkeiten erhebliche Auswirkungen auf die Cybersicherheit haben.
Die Ausgangslage ist ein strukturelles Problem: Kritische Systeme unterliegen strengen Auflagen und Zertifizierungsanforderungen. Gleichzeitig sind Zertifizierungs- und Re-Zertifizierungsprozesse häufig zeit- und ressourcenintensiv. In der Praxis kann dies dazu führen, dass bereits zertifizierte Systeme nicht oder nur verzögert aktualisiert werden, um erneute Prüfverfahren zu vermeiden. Genau dadurch entstehen jedoch Sicherheitsrisiken, weil veraltete Systeme bekannte Schwachstellen enthalten können.
AkoS soll deshalb Forschungsfragen adressieren, die Aktualisierung und Zertifizierung schnell, effizient und sicher ermöglichen.
Mit dem Interessenbekundungsverfahren lädt die Cyberagentur Unternehmen, Start-ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen ein, Einschätzungen, Ideenskizzen und offene Forschungsfragen einzubringen. Die Rückmeldungen sollen dazu beitragen, das geplante Forschungsprogramm fachlich zu schärfen und zusätzliche Forschungsbedarfe sichtbar zu machen.
Die Teilnahme erfolgt über eine Online-Umfrage unter: https://t1p.de/8ddnp
Die Veröffentlichung wurde zusätzlich im Vergabeportal der Europäischen Union bekannt gemacht: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/319908-2026
Antworten können bis einschließlich 19.06.2026 (23:59 Uhr, MESZ) eingereicht werden. Rückfragen zum Verfahren beantwortet das AkoS-Team per E-Mail unter: akos-ibv@cyberagentur.de.
Kontakt:
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)
Michael Lindner
Pressesprecher
Tel.: +49 151 44150 645
E-Mail: presse@cyberagentur.de
Hintergrund: Cyberagentur
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als vollständige Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.
Die Cyberagentur ist Bestandteil der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.
Der Cyberagentur stehen als Geschäftsführung Prof. Dr. Christian Hummert als Forschungsdirektor und Bettina Bubnys als kaufmännische Geschäftsführung vor.
Dr. Nathalie Lang, Forschungsreferentin Cybersicherheit komplexer Systeme
https://www.cyberagentur.de/presse/akos-komplexe-systeme-im-ganzen-zertifizieren...
Dr. Nathalie Lang ordnet AkoS ein: Das geplante Forschungsprogramm soll neue Ansätze für schnellere ...
Quelle: magnific/Cyberagentur
Copyright: Cyberagentur
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik / Astronomie, Wirtschaft
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

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