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15.05.2026 11:49

Comprehensive Long COVID Center begeht am 20. Mai seine Auftaktveranstaltung an der Unimedizin Greifswald

Hauke Meier Pressearbeit
Universität Greifswald

    Neues Konzept zur Vernetzung

    Die Universitätsmedizin Greifswald steht für und hinter der COVID-Forschung: Am 20. Mai möchte nun das Comprehensive Long COVID Center (CLOCC) seine Arbeit vorstellen und lädt zur Auftaktveranstaltung seiner Vortragsreihe ein.

    In Vorpommern wird es die zentrale Anlaufstelle mit COVID-Bezug für alle Betroffenen, Angehörigen und Tätige im medizinischen Arbeitsfeld. Das CLOCC ist ein neuer Versorgungsansatz und vereint von Behandlung über Forschung bis hin zur Unterstützung der Betroffenen alle wichtigen Schritte im Umgang mit der Krankheit. Zum Auftakt können ab 18:00 Interessierte sowohl in Präsenz im Hörsaal Süd der Unimedizin als auch online über Zoom mit dabei sein.
    „Wir vereinen alle Long-COVID Aspekte wie Behandlung, Beratung und Forschung unter einem Dach“, sagt der Leiter des neuen Zentrums, Prof. Georgi Wassilew. „Wir erhoffen uns dadurch eine positive Wirkung auf das Netzwerk aller Betroffenen und Beteiligten in der COVID-Forschung und -Behandlung.“

    Dieses Netzwerk ist riesig. Laut einer Studie der ME/CFS Research Foundation lebten Ende 2025 mehr als 1,4 Millionen Menschen in Deutschland entweder mit Long COVID oder ME/CFS. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Die Herausforderung in der Behandlung und Beratung: Schwer- und Schwerstbetroffene sind bettlägerig und können kaum das Haus verlassen. Symptome wie ausgeprägte Licht- und Geräuschempfindlichkeit senken die individuelle Belastungsgrenze deutlich. Fahrten ins Krankenhaus können das eigene Limit bereits überschreiten. „Wir bilden deswegen weiter, wo wir können“, sagt Prof. Wassilew. „Wir machen Informationsveranstaltungen mit Hausärztinnen und Hausärzten, um bereits an der Basis Fortschritte zu erzielen. Da hört es aber nicht auf. Auch Ergo- und Physiotherapeuten müssen mehr Information erhalten können. Diese Verantwortung ist unser Auftrag.“

    Das CLOCC hat bereits im November 2024 seine Arbeit begonnen und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Der vom Ministerium gesetzte Schwerpunkt liegt in der Erforschung und Stärkung einer bedarfsgerechten Versorgung rund um die Langzeitfolgen von COVID-19. „Die Unimedizin füllt diesen Auftrag mit Leben“, sagt. Prof. Wassilew mit Blick auf die vielfältigen Perspektiven in der Auftaktveranstaltung. So stellt sich die Long COVID-Ambulanz ebenso vor wie die Kardiologie, Neurologie und die medizinische Psychologie im CLOCC. Die Auftaktveranstaltung des CLOCC findet im Hörsaal Süd der Unimedizin statt oder Online über Zoom.

    Im Juni werden weitere Informationsveranstaltungen durch das CLOCC folgen, die ebenfalls in Präsenz oder Online wahrgenommen werden können. Dr. Ines Kersten von der Long COVID-Ambulanz wird über den aktuellen Forschungsstand zu Long COVID, PAIS, Post Vac und ME/CFS berichten. Der Vortrag am 10. Juni von 18:00-18:45 richtet sich hierbei an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Der Vortrag am 17. Juni von 16:30-17:30 richtet sich an Ärzte und weiteres medizinisches und therapeutisches Fachpersonal.
    „Der ganzheitliche Betrachtung zur Diagnose, Forschung und Beratung bei Long COVID ist genau das, was uns als Unimedizin ausmacht“, sagt Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald. „Die Long COVID-Therapie geht weit über die symptomorientierte Behandlung hinaus. Wir leben Gesundheit im Ganzen und dieses Krankheitsbild zeigt uns, warum das unbedingt notwendig ist.“

    Weitere Informationen:
    Website: Zentrale Physikalische Medizin, Rehabilitation und Sporttherapie: CLOCC
    https://www2.unimedizin-greifswald.de/physmed/struktur/clocc/

    Die Long COVID-Sprechstunde ist eines der zentralen Elemente im CLOCC. Dr. Ines Kersten wird auch über den aktuellen Forschungsstand zu Long COVID, PAIS, Post Vac und ME/CFS in separaten Veranstaltungen berichten. Der Vortrag am 10. Juni von 18:00-18:45 richtet sich hierbei an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Der Vortrag am 17. Juni von 16:30-17:30 richtet sich an Ärzte und weiteres medizinisches und therapeutisches Fachpersonal.

    Pressestelle:
    Hauke Meier
    +49 3834 – 86 – 6521
    Hauke.Meier@med.uni-greifswald.de
    http://www.unimedizin-greifswald.de
    http://www.facebook.com/UMGreifswald
    http://www.linkedin.com/company/universitaetsmedizin-greifswald
    Instagram @UMGreifswald


    Bilder

    Dr. Ines Kersten
    Dr. Ines Kersten
    Quelle: Foto: UMG/Hauke Meier
    Copyright: UMG


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Organisatorisches, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

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