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28.05.2026 08:32

Neues Digitalprojekt erleichtert die Suche nach Orgelmusik

Dr. Elisabeth Böker Hochschulkommunikation
Universität Greifswald

    Kirchenmusiker der Universität Greifswald arbeiten an einem digitalen Verzeichnis für Orgelmusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) soll Organist*innen künftig dabei unterstützen, passende Werke für Gottesdienste und Konzerte zu finden.

    Orgelmusik stellt Musiker*innen oft vor besondere Herausforderungen. Viele Werke sind für bestimmte Orgeltypen geschrieben und lassen sich nicht auf jedem Instrument spielen. Zudem orientiert sich die Auswahl häufig an kirchlichen Festen oder Liedern. Das neue Verzeichnis soll deshalb nicht nur Komponisten und Werke erfassen, sondern auch Informationen zu Inhalt, Anlass und technischen Anforderungen bereitstellen.

    Die Datenbank bündelt Angaben aus verschiedenen bestehenden Verzeichnissen und ergänzt sie um zusätzliche Metadaten. Dadurch können Nutzer*innen gezielt nach Werken suchen, die sowohl zum Anlass als auch zur verfügbaren Orgel passen. Neben dem praktischen Nutzen für Organist*innen versprechen sich die Beteiligten neue Möglichkeiten für die Forschung: Durch die einheitliche Erfassung großer Datenmengen sollen Entwicklungen und Zusammenhänge in der Orgelmusik künftig leichter untersucht werden können.

    Das Projekt wird in Greifswald von Prof. Dr. Matthias Schneider und Dr. Friedrich Kühn betreut. Die technische Entwicklung erfolgt am Centre for Digital Music Documentation https://www.adwmainz.de/forschung/centre-for-digital-music-documentation.html der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz unter der Leitung von Dr. Kristina Richts-Matthaei und der Mitarbeit von Clara Seibold, M. A. Unterstützt wird DOMuCat von mehreren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und kirchlichen Partnern. Das Projekt läuft seit Oktober 2025 am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Vorgestellt wird es erstmals am 6. Juni im Ostseeraum-Kolloquium, einem Netzwerk musikwissenschaftlicher Einrichtungen an der deutschen Ostseeküste.

    Weitere Informationen
    Unterstützt wird das Projekt DOMuCat von zahlreichen Partnerinstitutionen: dem Forschungsprojekt „Hymnological Database“ der Universitäten Straßburg und Mainz, der Gesellschaft der Orgelfreunde, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Musikhochschule Lübeck, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main sowie innerhalb der Universität Greifswald von der Universitätsbibliothek, dem Rechenzentrum und dem Institute of Data Science.

    Für Medienvertreter*innen:
    Wir stellen Ihnen unter dem Link https://ugreif.de/4jc9p Fotos für die Berichterstattung, die im direkten Zusammenhang mit der Medieninformation stehen, bereit. Bei der Verwendung ist das Copyright zu beachten.

    Ansprechpartner an der Universität Greifswald
    Dr. Friedrich Kühn
    Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
    DFG-Projekt DOMuCat
    Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
    Telefon +49 3834 420 3528
    friedrich.kuehn@uni-greifswald.de


    Bilder

    Prof. Dr. Matthias Schneider beim Orgelkurs in der Greifswalder Marienkirche.
    Prof. Dr. Matthias Schneider beim Orgelkurs in der Greifswalder Marienkirche.
    Quelle: Foto: Gina Heitmann/UG


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Musik / Theater
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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