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11.06.2026 12:45

Westfälische Hochschule eröffnet Westfälisches Hochschulzentrum für angewandte Künstliche Intelligenz

Yvonne Gather Hochschulkommunikation
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen

    Am 9. Juni 2026 hat an der Westfälischen Hochschule (WH) in Gelsenkirchen das Westfälische Hochschulzentrum für angewandte Künstliche Intelligenz (WHKI) eröffnet. Rund 160 Gäste aus der regionalen Wirtschaft, Kommunen sowie aus Wissenschaft und Forschung nutzten die Gelegenheit, um mehr über aktuelle Anwendungsfälle und die vielfältige Forschung im Bereich KI an der WH zu erfahren. Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ markierte die Eröffnung einen wichtigen Schritt für die digitale Transformation des Ruhrgebiets.

    In den vergangenen Jahren hat Künstliche Intelligenz (KI) als fundamentales Werkzeug zur Problemlösung massiv an Bedeutung gewonnen. Was als spezialisierte Forschung in einzelnen Fachbereichen begann, hat sich an der WH zu einem hochschulweiten Kompetenznetzwerk entwickelt. Heute verfügt die Hochschule über ein breites Spektrum an Expertise in der Methodik, Technologie und spezifischen Anwendung von KI-Systemen – von der Mustererkennung über die Prozessoptimierung bis hin zur autonomen Systemsteuerung.

    Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann betonte im Rahmen der Eröffnung, dass die Westfälische Hochschule sehr gut darin sei, Lösungen für konkrete Anwendungsfälle zu entwickeln: „Wir möchten daher in der Region und darüber hinaus Partner für Unternehmen sein und ausgehend von realen Problemen gemeinsam mit der Wirtschaft an deren Lösung arbeiten.” Manfred Leichtweis, Erster Bürgermeister von Gelsenkirchen, ergänzte, dass man sich vor dem Thema KI nicht mehr wegducken könne: „Wichtig ist es, die Chancen der Technik zu nutzen. Ziel muss es sein KI so einzusetzen, dass sie der Menschheit etwas bringt.”

    Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung des WHKI durch Direktor Prof. Dr. Christian Kuhlmann. Er erläuterte, dass das Zentrum zum Ziel habe, Forschung, Entwicklung und Technologie‑Transfer unter einem Dach zu bündeln: „Wir bringen hier Kompetenzen zusammen, um diese Anwendungen zu entwickeln. Wir wollen sichtbar machen, was wir können, was wir bereits tun und was wir vorhaben.“ Durch enge Kooperationen mit Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen solle KI nicht nur im Labor, sondern bereits im Alltag der Region wirksam werden. „KI bietet ein riesiges Potenzial, aber man muss die Technologie wissenschaftlich durchdringen, ausprobieren und praktisch anwenden, um den Nutzen einschätzen zu können.”

    Anschließend zeigte der Cybersicherheitsexperte Prof. Dr. Tobias Urban in seiner Keynote das Spannungsfeld zwischen den enormen Möglichkeiten von KI und den damit verbundenen Risiken auf. Er wies darauf hin, dass der rasche Ausbau von KI‑Anwendungen neue Angriffsflächen sowie Herausforderungen für Sicherheit und Datenschutz schaffe.

    Höhepunkt des Nachmittags war das „Marktplatzkarussell“, in dem Forschende des WHKI ihre Projekte präsentierten. Die Themen reichten von vertrauenswürdigen KI‑Sicherheitslösungen über geobasierte Stadtplanungsinstrumente bis hin zu KI‑unterstützten Analysen molekularer Strukturen, adaptiven Lernplattformen und dem praktischen Einsatz von Physics‑Informed Neural Networks (PINNs). Die Gäste nutzten die Gelegenheit, in direkten Gesprächen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konkrete Anwendungsfragen zu erörtern.

    Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „KI greifbar machen – Wandel im Check – Was braucht die Region, was will die Gesellschaft?“. Vertreterinnen und Vertreter aus der regionalen Industrie, kommunale Entscheidungsträger sowie akademische Partner diskutierten offen, welche Voraussetzungen für einen schnellen und nachhaltigen Technologietransfer nötig seien. Gestützt auf Beispiele, in denen Forschungsergebnisse durch frühzeitige Bedarfsabstimmung mit Wirtschaft und Kommunen bereits erfolgreich in reale Anwendungsfälle überführt worden sind, zogen die Teilnehmenden ein klares Fazit: Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region sei es, dass Forschung auf diese Weise den Weg in die Praxis findet.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Westfälisches Hochschulzentrum für angewandte Künstliche Intelligenz
    Prof. Dr. Christian Kuhlmann
    Mail: christian.kuhlmann@w-hs.de


    Weitere Informationen:

    https://whki.w-hs.de/ (Website des WHKI)
    https://urban-ki.de/ (Website zum Projekt "Urban.KI" zum Einsatz von KI in Kommunen)
    https://www.w-hs.de/pressemedien/nachrichten-lesen/news/detail/News/kuenstliche-... (Newsmeldung zum Einsatz der Software "adois" zur Erkennung versiegelter Flächen)


    Bilder

    Bei der Eröffnung des WHKI: (v. l.) Manfred Leichtweis, 1. Bürgermeister von Gelsenkirchen, Prof. Dr. Christian Kuhlmann, Direktor des WHKI, und Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule.
    Bei der Eröffnung des WHKI: (v. l.) Manfred Leichtweis, 1. Bürgermeister von Gelsenkirchen, Prof. Dr ...
    Quelle: Pia Kirschner
    Copyright: WH

    Rund 160 Teilnehmende nutzen im Rahmen der Eröffnung die Gelegenheit, das Team des WHKI und seine Forschungsaktivitäten kennenzulernen.
    Rund 160 Teilnehmende nutzen im Rahmen der Eröffnung die Gelegenheit, das Team des WHKI und seine Fo ...
    Quelle: Pia Kirschner
    Copyright: WH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


     

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