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Wissenschaft
Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald hat heute, am 26. Juni 2026, ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeitende und Studierende nahmen an der Festveranstaltung teil. Am Samstag, 27. Juni, werden die Institute der Fakultät im Rahmen des Tags der Wissenschaft ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen.
Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald wurde am 28. Juli 1951 gegründet. Die Fakultät entstand im Zuge der Hochschulreformen der DDR als Mathematik und Naturwissenschaften aus der Philosophischen Fakultät ausgegliedert wurden. Die Naturwissenschaften sollten gezielt gestärkt werden, um den industriellen und wirtschaftlichen Aufbau des Landes zu unterstützen. Die Wurzeln der Fakultät reichen jedoch deutlich weiter zurück: Biologie, Mathematik und Physik werden in Greifswald seit der Universitätsgründung 1456 gelehrt.
Ein Blick in die Geschichte zeigt die Innovationskraft der Fakultät: Bereits 1969 wertete ein damaliger Großrechner „Odra 1013“ Daten der Vogelwarte Hiddensee aus – ein früher Vorläufer moderner Data Science. Mit dem Ausbau des Campus am Beitz-Platz erhielt die Hansestadt seit den 1950er Jahren ein modernes Zentrum für Forschung und Lehre. Die Bündelung mehrerer Institute an einem Standort verbesserte die Arbeitsbedingungen deutlich und legte den Grundstein für den Ausbau profilbildender Forschungsfelder.
Heute vereint die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät die Fachrichtungen Biochemie, Biologie, Data Science, Geographie und Geologie, Mathematik und Informatik, Pharmazie, Physik sowie Psychologie. Besondere Schwerpunkte liegen in der Umwelt-, Klima-, und Moorforschung sowie der Plasmaphysik. Interdisziplinäre Kooperationen – mit den außeruniversitären Partnerinstitutionen am Wissenschaftsstandort Greifswald ebenso wie mit nationalen und internationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen – bilden die Grundlage für exzellente Forschung und wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. In großen Forschungsverbünden, insbesondere in den beiden Sonderforschungsbereichen/Transregios CONCENTRATE und WETSCAPES 2.0, widmen sich die Wissenschaftler*innen zentralen Herausforderungen der Gegenwart.
Auch in der Lehre ist die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät breit aufgestellt. Im Wintersemester 2025/26 waren mehr als 3.500 Studierende in 40 Studiengängen eingeschrieben. 82 Professor*innen sowie etwa 700 Mitarbeitende forschen, lehren und arbeiten an der Fakultät. Diese bildet Lehrer*innen, Naturwissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Pharmazeut*innen aus – Berufe, die für Wissenschaft, Schule, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Gesellschaft unverzichtbar sind.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin würdigte die Fakultät als einen Ort exzellenter Forschung und engagierter Lehre: „Die Fakultät trägt die Universität durch ihre Forschungsstärke, durch ihre Innovationskraft und durch ihre Bedeutung für die Ausbildung künftiger Generationen. Sie verbindet Grundlagenforschung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Sie stärkt die internationale Sichtbarkeit der Universität und trägt dazu bei, dass Greifswald als Wissenschaftsstandort weit über die Region hinaus wahrgenommen wird."
Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Matthias Eschrig, hob in seinem Grußwort die besondere Stärke der Universität im Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen hervor. Wissenschaftlicher Fortschritt entstehe dort, wo verschiedene Perspektiven miteinander in Dialog treten: „Keine einzelne Fachrichtung besitzt für sich allein den Schlüssel zur Zukunft. Gerade die großen Fragen unserer Zeit erinnern uns daran, dass Fortschritt dort entsteht, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenwirken.“
Für die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Katharina Riedel, ist die erfolgreiche Entwicklung der Fakultät vor allem eine Geschichte kontinuierlicher Erneuerung: „Die MNF hat in 75 Jahren immer wieder gezeigt, dass sie sich verändern kann, ohne ihre wissenschaftlichen Grundlagen preiszugeben. Sie hat neue Felder erschlossen, neue Kooperationen aufgebaut und neue Generationen von Wissenschaftler*innen ausgebildet. Genau diese Fähigkeit zur Erneuerung aus der eigenen Stärke heraus werden wir auch künftig brauchen.“
Prof. Dr. Matthias Eschrig
Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15a, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4000
dekanmnf@uni-greifswald.de
https://mnf.uni-greifswald.de/fakultaet/ Webseite der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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