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26.06.2026 16:34

Expertendienst: Hitze in der Stadt

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Forschung für klimaresiliente Räume und Kommunen

    Hitzewellen gehören längst zu den größten Herausforderungen des Klimawandels – insbesondere in Städten. Wie lassen sich urbane Räume an steigende Temperaturen anpassen? Welche Rolle spielen Stadtgrün, Wasserhaushalt und Stadtplanung? Und wie verändern Hitze, Trockenheit und Starkregen unsere Städte?

    Forscher*innen der TU Berlin beschäftigen sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit den Ursachen, Folgen und Lösungen für zunehmende Hitzebelastungen. Ob klimaresiliente Pflanzenkonzepte, urbane Atmosphärenforschung, Wasserhaushalt oder innovative Reallabore für klimaangepasste Quartiere – unsere Expertinnen und Experten stehen Journalistinnen und Journalisten für Interviews, Hintergrundgespräche und Einordnungen zur Verfügung.

    Wie wird Stadtgrün klimaresilient?
    Norbert Kühn ist Professor für Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung an der TU Berlin und ein Experte für Pflanzen im Klimawandel. In seiner Forschung und Lehre beschäftigt er sich damit, welche Pflanzen unter veränderten klimatischen Bedingungen in Städten bestehen können und wie Stadtgrün klimaresilient gestaltet werden kann. Für das Thema Hitze in Städten ist seine Expertise besonders relevant, weil Pflanzen, Bäume, Stauden und spontane Vegetation wichtige Beiträge zu Verschattung, Verdunstungskühlung und einer besseren Aufenthaltsqualität leisten. Kühn zeigt, wie klimaangepasste Pflanzkonzepte helfen können, urbane Räume widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des Klimawandels zu machen.
    Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit Verdunstungsbeeten. Unter seiner Leitung testet die TU Berlin Pflanzenmischungen für solche Beete, die Regenwasser aufnehmen, in Hitzeperioden Verdunstungskühlung ermöglichen und zugleich Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität in Stadtquartieren stärken sollen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Norbert Kühn
    Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
    Fachgebiet Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung
    E-Mail: norbert.kuehn@tu-berlin.de

    Atmosphärische Prozesse in Großstädten: Hitze, Starkregion, Trockenperioden
    Prof. Dr. Daniel Fenner und Dr. Fred Meier beschäftigen sich mit atmosphärischen Prozessen in Großstädten und Stadtregionen. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen Stadt und Atmosphäre, inkl. Ereignissen wie Hitzewellen, Starkniederschlag und Trockenperioden, die in urbanen Räumen erhebliche Gesundheitsbelastungen bis hin zu Todesfällen sowie wirtschaftliche Schäden verursachen können. Untersucht wird, wie Bebauungsstrukturen und städtische Oberflächen die Stadtatmosphäre verändern und beispielsweise Hitzebelastungen verstärken. Dabei werden atmosphärische Prozesse auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen, aktuelle Wettersituationen sowie regionale und lokale Klimabedingungen berücksichtigt. Die Forschung bezieht zudem Klimavariabilität und Klimawandel ein, um urbane Hitzerisiken besser zu verstehen und Grundlagen für Anpassungs- und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Daniel Fenner
    Fachgebiet Klimatologie
    Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
    E-Mail: d.fenner@tu-berlin.de
    und
    Dr. Fred Meier
    E-Mail: fred.meier@tu-berlin.de

    Urbaner Wasserhaushalt: Welche Wirkungen haben Hitze, Dürren und Starkregen?
    Prof. Dr. Eva Paton erforscht komplexe Wassersysteme im urbanen Kontext und in Trockengebietsregionen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Monitoring, Skalierung und Modellierung hydrologischer Extreme und klimabedingter Naturgefahren. Ein besonderer Fokus liegt auf Hitzewellen, Blitzdürren und Starkregen sowie deren Auswirkungen auf den urbanen Wasserhaushalt und Ökosysteme. Ihre Forschung untersucht Trends, Frequenzverschiebungen und Folgen dieser Extreme in Deutschland und Europa sowie in Trockengebieten Afrikas und Amerikas. Darauf aufbauend entwickelt sie wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Bewältigung von Klimafolgen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Eva Paton
    Fachgebiet Ökohydrologie und Landschaftsbewertung
    Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
    E-Mail: eva.paton@tu-berlin.de

    Reallabore: Wie können Städte mit zunehmender Hitze umgehen?
    Dr. Anja Steglich und die Projekte der StadtManufaktur der TU Berlin beschäftigen sich unter anderem damit, wie Städte besser mit zunehmender Hitze umgehen können. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen für klimaresiliente Quartiere: Schwammstadt-Konzepte, grüne Infrastruktur, Verdunstungsflächen und wasserspeichernde Böden sollen helfen, urbane Hitzeinseln zu reduzieren und Stadträume auch an heißen Tagen nutzbar zu halten. Die StadtManufaktur verbindet dabei Forschung, Verwaltung, Planung und Stadtgesellschaft in Reallaboren, um wirksame Anpassungsmaßnahmen direkt vor Ort zu entwickeln und zu erproben.

    Kontakt:
    Dr. Anja Steglich
    Stadtmanufaktur TU Berlin
    E-Mail: anja.steglich@tu-berlin.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Bauwesen / Architektur, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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