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Wissenschaft
Lange Nacht der Wissenschaften 2026
Cyberagentur macht Zukunft hörbar
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) beteiligt sich am 3. Juli 2026 mit zwei Veranstaltungen an der Langen Nacht der Wissenschaften in Halle (Saale). Im Melanchthonianum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verbindet sie aktuelle Cybersicherheitsforschung mit Wissenschaftskommunikation und literarischer Zukunftsanalyse. Themen sind: Angriffe mit und auf Künstliche Intelligenz sowie eine Lesung aus dem Near-Future-Roman „Kryptokalypse“ über Quantencomputer und den Q-Day.
Von 18:30 bis 19:30 Uhr zeichnet die Cyberagentur eine neue Folge ihres Podcasts „Per Anhalter durch den Cyberraum“ im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft in Halle auf. Unter dem Titel „Die KI greift an und wird angegriffen“ geht es um die doppelte Rolle Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit. KI-Systeme können als Werkzeug für Cyberangriffe eingesetzt werden. Zugleich entstehen durch ihre Daten, Modelle und technischen Schnittstellen neue Angriffsflächen.
Podcast über KI und Cybersicherheit
Marcel Roth spricht mit Sebastian Karius vom Institut für Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Philippe Krajsic von der Cyberagentur. Karius arbeitet in der Arbeitsgruppe Computer Engineering. Krajsic ist Forschungsreferent für Schlüsseltechnologien im Referat Künstliche Intelligenz der Cyberagentur.
Das Gespräch richtet den Blick auf aktuelle Forschungsfragen: Wie können KI-Systeme manipuliert werden? Welche Risiken entstehen durch fehlerhafte oder gezielt veränderte Daten? Wie lässt sich KI für Angriffe nutzen? Und welche technischen und organisatorischen Ansätze können ihre Sicherheit erhöhen?
Das Publikum kann die Entstehung einer Podcast-Folge unmittelbar verfolgen und anschließend mit den Gesprächspartnern diskutieren. Moderator Marcel Roth ist Redakteur und Reporter bei MDR SACHSEN-ANHALT sowie Host in Residenz des Cyberagentur-Podcasts.
„Per Anhalter durch den Cyberraum“ beleuchtet Forschungsprogramme, Technologien und gesellschaftliche Fragen der Cybersicherheit. Neue Folgen erscheinen regulär am zweiten Donnerstag jedes Monats.
„Kryptokalypse“: Fiktion erklärt Forschung
Von 20:00 bis 21:00 Uhr folgt die Lesung aus dem entstehenden Nahe-Zukunfts-Roman „Kryptokalypse“. Autor Jens Hüttenberger führt das Publikum in das Jahr 2039.
Das fiktive Unternehmen QuaaSE bringt den ersten öffentlich zugänglichen Ionen-Quantencomputer mit 100.000 Qubits auf den Markt. Unternehmen und Forschungseinrichtungen können seine Rechenleistung zeitweise nutzen. Die Physikerin und Logistikberaterin Anaram sieht darin große Chancen für effizientere Lieferketten, neue Materialien und wissenschaftlichen Fortschritt. Die Mathematikerin Alice warnt dagegen vor den Risiken. Als Spezialistin für Post-Quanten-Kryptografie weiß sie, dass leistungsfähige Quantencomputer gängige Verschlüsselungsverfahren brechen könnten. Der drohende Q-Day würde Finanztransaktionen, Internetverbindungen und vertrauliche Kommunikation gefährden.
Der Roman betrachtet neben den technischen Risiken auch gesellschaftliche Fragen. Dazu gehören ungleiche Zugänge zu Hochtechnologie, globale Abhängigkeiten, Veränderungen von Lieferketten und mögliche ökologische Folgen. Aus ihrer Überzeugung wird Alice zur Hacktivistin. Ihre Entscheidungen setzen eine Entwicklung mit unerwarteten Konsequenzen in Gang.
Forschung und Literatur im Gespräch
Jens Hüttenberger arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Texter und Autor. Er studierte Afrikanistik, Philosophie und Ethnologie. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Deutsche Preis für Online-Kommunikation 2023 und eine Nominierung im „Jahr der Werbung“. Seit Anfang 2026 arbeitet er im Innovationsmanagement der Cyberagentur.
An der anschließenden Diskussion beteiligt sich Dr. Daniel Reiche, Referatsleiter Quantentechnologie in der Abteilung Schlüsseltechnologie der Cyberagentur. Er ordnet die wissenschaftlichen Grundlagen des Romans sowie die tatsächlichen Chancen und Risiken leistungsfähiger Quantencomputer ein. Marcel Roth moderiert auch diesen Programmpunkt.
Mit „Kryptokalypse“ nutzt die Cyberagentur Science-Fiction als Instrument der wissenschaftlichen Vorausschau. Fiktion ermöglicht es, technologische Entwicklungen und ihre möglichen gesellschaftlichen Folgen in einem konkreten Szenario zu untersuchen. Dadurch werden abstrakte Forschungsfragen anschaulich und öffentlich diskutierbar.
Beide Veranstaltungen werden aufgezeichnet.
Veranstaltungsdaten
Datum: Freitag, 3. Juli 2026
Live-Podcast „Die KI greift an und wird angegriffen“: 18:30 bis 19:30 Uhr
Lesung „Kryptokalypse“: 20:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Melanchthonianum, Universitätsplatz 9, 06108 Halle (Saale)
Raum: Sitzungszimmer
Etage: 1. Obergeschoss
Weitere Informationen:
https://lndwhalle.de/programm/857
https://lndwhalle.de/programm/1013
https://www.cyberagentur.de/presse/wenn-der-bund-fiktion-schreibt-um-fakten-zu-e...
https://cyberraum-podcast.podigee.io/20-science-fiction-roman
Pressekontakt:
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)
Michael Lindner
Pressesprecher
Tel.: +49 151 44150 645
E-Mail: presse@cyberagentur.de
Hintergrund: Cyberagentur
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als vollständige Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.
Die Cyberagentur ist Bestandteil der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.
Der Cyberagentur stehen als Geschäftsführung Prof. Dr. Christian Hummert als Forschungsdirektor und Bettina Bubnys als kaufmännische Geschäftsführung vor.
Michael Lindner, Pressesprecher
https://www.cyberagentur.de/presse/cyberagentur-macht-zukunft-hoerbar/
https://lndwhalle.de/programm/857
https://lndwhalle.de/programm/1013
https://www.cyberagentur.de/presse/wenn-der-bund-fiktion-schreibt-um-fakten-zu-e...
https://cyberraum-podcast.podigee.io/20-science-fiction-roman
Cyberagentur bei der Langen Nacht der Wissenschaften: Am 3. Juli 2026 lädt sie in Halle (Saale) zu L ...
Quelle: MLU/Cyberagentur
Copyright: MLU/Cyberagentur
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Informationstechnik, Kunst / Design, Politik, Wirtschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
Deutsch

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