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Wissenschaft
Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 ist der bisherige stellvertretende Vorsitzende Ryszard Sobierajski neuer Vorsitzender des European XFEL Council und tritt damit die Nachfolge von Federico Boscherini an, dessen zweite und letzte zweijährige Amtszeit als Council-Vorsitzender planmäßig endet. Der slowakische Council Delegierte Karel Saksl hat sein Amt als neuer stellvertretender Vorsitzender der internationalen Forschungsorganisation angetreten.
Thomas Feurer, Vorsitzender der Geschäftsführung von European XFEL, gratulierte sowohl Sobierajski als auch Saksl und dankte dem scheidenden Vorsitzenden Federico Boscherini für sein Engagement und seine Arbeit: „In den vergangenen vier Jahren hat Federico Boscherini in einer Zeit bedeutender Veränderungen umsichtige Führung demonstriert. Ich bin ihm persönlich dankbar für das Vertrauen, das er in ein neues Team an der Spitze von European XFEL gesetzt hat, einschließlich meiner Ernennung und der Einstellung von zwei neuen wissenschaftlichen Direktoren. Sein Wirken wird über seine Amtszeit hinaus spürbar sein, und wir wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg. Wir freuen uns zudem sehr, Ryszard Sobierajski und Karel Saksl als Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des European XFEL Council begrüßen zu können. Ihre umfassende Kompetenz und ihr Engagement für European XFEL und den Council werden der weiteren strategischen Entwicklung von European XFEL als auf ihrem Gebiet weltweit führende Einrichtung sehr zugutekommen“, sagte Feurer.
Ryszard Sobierajski, der seit Januar 2025 stellvertretender Council-Vorsitzender ist, bringt umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Forschungs- und Wissenschaftsmanagement in seine neue Rolle ein. Er ist außerordentlicher Professor am Institut für Physik der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau und seit 2020 Delegierter Polens im European XFEL Council. Zudem war er Vorsitzender des Auswahlgremiums für Experimente (Proposal Review Panel) an der Experimentierstation HED-HIBEF am European XFEL und ist Vorstandsmitglied der Polnischen Gesellschaft für Synchrotronstrahlung. „Ich möchte Federico Boscherini für seine herausragende Führung in den vergangenen vier Jahren und dem Council für das mir entgegengebrachte Vertrauen danken“, sagte Ryszard Sobierajski. „European XFEL bietet einer großen Community aus vielen Fachgebieten und Ländern einzigartige Forschungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Karel Saksl, dem Management Board und den Council-Delegierten freue ich mich darauf, mich für die wissenschaftliche Exzellenz einzusetzen und zu ihrer weiteren Entwicklung beizutragen.“
Karel Saksl, Dekan der Fakultät für Werkstoffkunde, Metallurgie und Recycling an der Technischen Universität Košice, bringt als stellvertretender Vorsitzender ebenfalls bedeutende Erfahrung in das Führungsteam ein. Saksl ist seit Mai 2010 Delegierter der Slowakischen Republik im European XFEL Council und war schon in der Vorbereitungsphase für den Bau der Anlage auch in anderen Funktionen bei European XFEL engagiert.
Der scheidende Vorsitzende Federico Boscherini erklärte: „Es war mir eine große Ehre, während vier spannender Jahre voller Herausforderungen und Erfolge Council-Vorsitzender von European XFEL zu sein, einer herausragenden Einrichtung. Den Gesellschaftern danke ich für ihr Vertrauen in mich und dem Management Board für die hervorragende Zusammenarbeit. Der European XFEL Council ist mit dem neuen Vorsitzenden Ryszard Sobierajski und dem stellvertretenden Vorsitzenden Karel Saksl in besten Händen.“
Der European XFEL Council ist das höchste Leitungsgremium der Röntgenlaseranlage und trifft wichtige Entscheidungen hinsichtlich ihrer strategischen Ausrichtung. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Council werden von den Delegierten für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt, wobei eine Wiederwahl für eine zweite Amtszeit möglich ist.
Über European XFEL
European XFEL ist eine internationale Forschungseinrichtung der Superlative in der Metropolregion Hamburg: 27.000 Röntgenlaserblitze pro Sekunde und eine Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art, eröffnen neue Forschungsmöglichkeiten. Forschergruppen aus aller Welt können am europäischen Röntgenlaser atomare Details von Materie abbilden, die molekulare Zusammensetzung von Zellen oder Viren entschlüsseln, dreidimensionale Aufnahmen im Nanokosmos machen, chemische Reaktionen filmen oder Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersuchen.
Die gemeinnützige Forschungsorganisation arbeitet eng mit ihrem Mehrheitsgesellschafter, dem Forschungszentrum DESY, und weiteren internationalen Institutionen zusammen und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Derzeit beteiligen sich zwölf Länder: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Deutschland (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein) trugen 57 Prozent der Ausgaben, Russland 26 Prozent. Die anderen Partnerländer sind mit ein bis drei Prozent beteiligt. Die Betriebskosten werden ebenfalls von den Partnerländern getragen und nach einem Schlüssel berechnet, der sowohl die Anteile an der Gesellschaft als auch deren Anlagennutzung berücksichtigt.
Kontakt:
Dr. Bernd Ebeling
Tel. 040 8998 6921
E-Mail: bernd.ebeling@xfel.eu
https://www.xfel.eu/aktuelles/news/index_ger.html?openDirectAnchor=3052&two_... Bilder zur Presseinformation
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Physik / Astronomie
überregional
Personalia
Deutsch

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