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Wissenschaft
Der Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, bestellt Dr. Bertrand Matthäus zum Vizepräsidenten des Max Rubner-Instituts. „Mit Bertrand Matthäus konnten wir einen exzellenten Wissenschaftler für diese Aufgabe gewinnen, der das Max Rubner-Institut und die Ressortforschung schon sehr lange und vertieft kennt“, hebt Prof. Tanja Schwerdtle, MRI-Präsidentin, hervor. Aufgabe des Vizepräsidenten ist die Vertretung der Präsidentin in allen wissenschaftlichen Belangen. Im Rahmen der Umstrukturierung des Max Rubner-Instituts (MRI) hat Matthäus zum Mai 2026 die Leitung des aus zwei Vorläufer-Instituten zusammengeführten Instituts für pflanzliche Lebensmittel übernommen.
Matthäus studierte Chemie an der Ruhr-Universität in Bochum und Lebensmittelchemie an der Universität in Münster. Dort erlangte er 1992 seinen Doktortitel im Fachgebiet Lebensmittelchemie. Seit 1993 arbeitet Matthäus am Max Rubner-Institut bzw. den Vorläufereinrichtungen. Im September 2021 übernahm er die Leitung des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide in Detmold. Dem Lebensmittelchemiker mit dem Schwerpunkt Lipidforschung ist es gelungen, neue Themengebiete wie die Forschung zur ökologischen Produktion und Klimaresilienz pflanzlicher Lebensmittel am MRI zu verankern, sowie internationale Sichtbarkeit im Bereich der Forschung zur Sicherheit und Qualität von pflanzlichen Proteinen und Pflanzenölen zu erlangen.
Schwerpunkte seiner eigenen wissenschaftlichen Arbeiten sind die Entwicklung von Qualitätskriterien für Pflanzenöle, ebenso wie die Untersuchung und Minimierung potenziell bei deren Erhitzung entstehender Schadstoffe. Er arbeitete mit nationalen und internationalen Forschungspartnern zusammen, um die Qualität von Frittierölen, kaltgepresstem Rapsöl oder Arganöl zu bewerten und zu verbessern oder Schadstoffe in Speiseölen zu reduzieren. Wichtige Ergebnisse dieser Arbeiten sind unter anderen die Entwicklung von Kriterien für die Bewertung von nativen Rapsölen sowie verschiedener Möglichkeiten zur Minimierung von 3-MCPD- und Glycidyl Fettsäureestern in Speiseölen und Lebensmitteln. Innovativ und ernährungsphysiologisch von Bedeutung ist die Leitung der Forschungsaktivitäten zu neuen Fettphasen für die Anwendung in Lebensmitteln, den sogenannten Oleogelen.
Die nationale und internationale Reputation von Matthäus zeigt auch seine Mitarbeit im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft seit 2015; seit 2025 ist er dort Vizepräsident . Seit 2022 ist er außerdem in verschiedenen Positionen, unter anderem als Präsident und Past-Präsident, bei der International Association for Cereal Science and Technology tätig. Matthäus ist Träger einer Ehrenprofessur des Oil Crops Research Institute der Chinese Academy of Agricultural Sciences in Wuhan, China. Ihm wurde die Normann Medaille der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft verliehen.
Bevor Dr. Matthäus sein Amt als Vizepräsident antrat, nahm Dr. Ralf Greiner, aktuell Leiter des Innovationszentrums für Lebensmittel und Prozesstechnologien, seit Februar 2016 die Aufgaben des Vertreters des Präsidenten wahr. „Mein großer Dank gilt seinem langjährigen und herausragenden Engagement für das Max Rubner-Institut“, so Prof. Schwerdtle.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Tier / Land / Forst
überregional
Personalia
Deutsch

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