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Bonn, 14. Juli 2026. Auf der Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes in Brixen erarbeiten rund 220 aktuelle und ehemalige Geförderte in Chor und Orchester Werke von Lili Boulanger, Felix Mendelssohn Bartholdy, Olivier Messiaen und Igor Strawinsky unter dem Motto Rite et Rhizome. Von den Wurzeln des Glaubens. Die Konzerte finden am 1. August in Toblach und 2. August in München statt.
Die Musikakademie 2026 widmet sich den Verflechtungen von Religion, Liturgie und individuellem Glauben. Vier geistliche Werke des 19. und 20. Jahrhunderts beleuchten, wie Komponist:innen ihre eigene religiöse Prägung reflektieren oder sich bewusst mit anderen sakralen Traditionen auseinandersetzen. Lili Boulanger und Olivier Messiaen greifen in ihren Werken ihr katholisches Glaubensverständnis auf, während Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie die Spannungen und Verbindungslinien zwischen christlicher und jüdischer Identität hörbar werden lässt. Igor Strawinskys Mass schließlich verbindet die katholische Liturgie mit der Perspektive eines russisch-orthodoxen Komponisten im Exil. Ausgehend vom Bild des Rhizoms – eines unterirdisch verzweigten Wurzelgeflechts – erkundet das Programm die vielfältigen Verbindungen zwischen spirituellem Empfinden, religiösem Ritus und kultureller Identität.
Gemeinsam mit renommierten Solist:innen führen Chor und Orchester der Musikakademie die vier Werke auf. Das erste Konzert findet am 1. August 2026 um 18 Uhr im Rahmen der Gustav Mahler Musikwochen im Gustav-Mahler-Saal in Toblach (Südtirol) statt (Tickets über die Stiftung Stadttheater und Konzerthaus Bozen). Den Abschluss der zwölftägigen Akademie bildet das Konzert am 2. August 2026 um 19 Uhr im Großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München (Tickets über Eventim). Bereits um 18 Uhr führen Teilnehmende mit einem Einführungsvortrag in das Programm ein.
Programm
Lili Boulanger (1893–1918): Psaume 24 La Terre appartient à l’Éternel
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): 5. Sinfonie „Reformationssinfonie“ op. 107
Igor Strawinsky (1882–1971): Mass
Olivier Messiaen (1908–1992): L’Ascension. Quatre méditations symphoniques
Besetzung
Karola Pavone, Sopran
Katharina Peetz, Alt
Ludwig Obst, Tenor
Torsten Meyer, Bariton
Chor und Orchester der Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes
Dirigent: Andreas Hotz
Choreinstudierung: Paul Krämer
Weitere Informationen zu den beteiligten Künstler:innen und dem Programm finden Sie auf der Website der Musikakademie.
Über die Musikakademie – Plattform zum gemeinsamen Musizieren
Seit 2011 bietet die Studienstiftung des deutschen Volkes gemeinsam mit dem Verein Alumni der Studienstiftung e. V. musikalisch begeisterten aktuellen und ehemaligen Stipendiat:innen mit der Musikakademie eine Plattform zum gemeinsamen Musizieren in großem Orchester und gemischtem Chor. Während der zwölftägigen Akademie bringen sich rund 220 Musiker:innen ein.
Chor und Orchester der Musikakademie setzen sich aus Musikstudierenden sowie aktuellen und ehemaligen Geförderten sehr unterschiedlicher Fachbereiche zusammen, von denen nicht wenige als Jungstudierende, Preisträger:innen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ oder als Mitglieder der Landes- und Bundesjugendorchester kurz vor der Entscheidung für das Musikstudium standen. Als Solist:innen und an den Solobläser- und Stimmführerpositionen wirken Musikhochschuldozent:innen sowie Mitglieder führender Orchester und Opernhäuser mit. Sie übernehmen außerdem die Einstudierung der Chor-Stimmgruppen bzw. Orchesterregister.
Die Konzerte bilden den Abschluss einer mehrtägigen Probenphase in Brixen / Südtirol. Die künstlerische Gesamtleitung der Musikakademie hat Professor Martin Wettges.
Wenn Sie über die Konzerte berichten möchten, akkreditieren Sie sich bitte per E-Mail an musikakademie@studienstiftung.de. Wir ermöglichen Ihnen dann gerne freien Eintritt und hinterlegen Ihnen eine Pressekarte am Empfang.
Bei Interesse vermitteln wir zudem gerne Kontakte zu aktuellen und ehemaligen Teilnehmer:innen.
https://musikakademie-studienstiftung.de/ Weitere Informationen zur Musikakademie finden Sie hier.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
fachunabhängig
überregional
Organisatorisches
Deutsch

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