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17.07.2026 14:24

Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln

Pierre König Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V.

    Herzwochen der Deutschen Herzstiftung informieren im November bundesweit über Vorhofflimmern

    Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und betrifft in Deutschland rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen. Mindestens einer von drei Menschen in Europa entwickelt im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern. Für viele Betroffene bedeutet die Erkrankung nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch große Verunsicherung. Denn bleibt Vorhofflimmern unerkannt, kann es schwerwiegende Folgen wie Schlaganfall haben. 20 bis 30 Prozent der ischämischen Schlaganfälle gehen auf Vorhofflimmern zurück. Auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann sich infolge dieser Rhythmusstörung entwickeln. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, an Demenz zu erkranken. „Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende Erkrankung – selbst dann, wenn sie zunächst kaum Beschwerden verursacht“, betont Herzspezialist Professor Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Die Gefahr besteht darin, dass Komplikationen oft erst spät erkannt werden.“ Typische Anzeichen sind Herzstolpern, ein unregelmäßiger und häufig schneller Puls, Atemnot oder ein Druckgefühl im Brustkorb. Besonders beim erstmaligen Auftreten erleben viele Patientinnen und Patienten diese Symptome als beängstigend. Für die Betroffenen ist es wichtig zu wissen, ob diese Rhythmusstörung behandelt werden muss und welche Therapiemöglichkeiten bestehen. Deshalb informiert die Herzstiftung in den bundesweiten Herzwochen 2026 (1.-30. November) „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln“ in zahlreichen Veranstaltungen sowie mit Broschüren, Podcasts und Video-Clips unter http://www.herzstiftung.de/herzwochen über Ursachen, Risikovorsorge sowie aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern.

    Früherkennung kann Leben retten
    Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um das Risiko für einen Schlaganfall zu senken. Bereits einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Pulsmessen – beim Arzt, in der Apotheke oder zu Hause – können Hinweise auf Vorhofflimmern liefern.

    Wann zum Arzt?
    Warnsignale wie anhaltendes Herzrasen, Schwindel, Luftnot, Brustschmerzen oder sogar kurze Bewusstlosigkeit sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Mithilfe eines EKG oder eines Langzeit-EKGs lässt sich feststellen, ob tatsächlich Vorhofflimmern vorliegt.
    Moderne Therapien verbessern die Prognose
    Es stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Medikamenten zur Regulierung des Herzrhythmus kommen häufig sogenannte Antikoagulanzien („Blutverdünner“) zum Einsatz, um das Risiko von Schlaganfällen zu senken. Diese Medikamente reduzieren das Risiko der Blutgerinnselbildung in den Vorhöfen.
    Darüber hinaus stehen Ablationsverfahren zur Verfügung. Die Katheterablation ist ein minimal-invasiver Eingriff am Herzen, mit dem Ziel, möglichst eine anhaltende Beseitigung des Vorhofflimmerns zu erreichen. Dabei werden die Leitungspfade im Herzen unterbrochen, die für das Durcheinander der elektrischen Signale ursächlich sind. Die krankhaften Bereiche im Muskelgewebe werden entweder mit Hitze oder mit Kälte verödet (thermische Verfahren). Eine weitere Methode ist die sogenannte Pulsed Field Ablation (PFA). Dabei werden ultraschnelle elektrische Stromstöße (Pulse) erzeugt, um Verödungspunkte zu setzen. Es werden nur jene Herzzellen gezielt angesteuert, die für die Störimpulse verantwortlich sind.

    Herzspezialisten informieren bundesweit
    In den Herzwochen informieren Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen, Podcasts und Videos über Ursachen, Diagnose und Behandlung von Vorhofflimmern. Ab Mitte Oktober sind Veranstaltungstermine unter http://www.herzstiftung.de abrufbar.

    Neuer Experten-Ratgeber
    Begleitend zu den Herzwochen wird die Herzstiftung eine neue Experten-Broschüre zu Vorhofflimmern mit Beiträgen von Kardiologen und Herzchirurgen über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten (Medikamente, Katheterablation, chirurgische Therapie) herausgeben.
    (Auszug):
    Wie Vorhofflimmern das Herz beeinflusst
    Wie entsteht Vorhofflimmern? Welche Anzeichen treten auf? Welche Therapieverfahren werden eingesetzt?

    Diagnose Vorhofflimmern
    Wie wird diese Rhythmusstörung festgestellt? Pulsmessen, EKG, Langzeit-EKG. Was erfolgt nach der Diagnose?

    Digitale Helfer zur Erkennung von Vorhofflimmern
    Smartphone, Apps, Wearables etc. Was können sie? Wie zuverlässig sind sie?

    Bedeutung der Blutgerinnungshemmung bei Vorhofflimmern
    Antikoagulanzien: Dem Schlaganfall vorbeugen

    Ablationsverfahren: neue Entwicklungen

    Hinweis für MedienvertreterInnen:

    Gerne unterstützen wir Sie mit fachlichen Informationen zum Herzwochen-Schwerpunktthema und mit Service-Angeboten für Ihre Berichterstattung, bei Telefonaktionen und Experten-Interviews in Radio/TV/Online helfen wir Ihnen gerne bei der Vermittlung von Herzexpertinnen und -experten.

    Pressestelle, Michael Wichert, Tel. 069 955128114, E-Mail: presse@herzstiftung.de; Pierre König, Tel. 069 955128140, E-Mail: presse@herzstiftung.de

    2026
    Informationen:
    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle:
    Michael Wichert /Pierre König
    Tel. 069 955128-114/-140
    E-Mail: presse@herzstiftung.de
    www.herzstiftung.de


    Weitere Informationen:

    https://www.herzstiftung.de/herzwochen
    https://www.herzstiftung.de


    Bilder

    Herzwochen der Deutschen Herzstiftung 2026 - 1. bis 30. November
    Herzwochen der Deutschen Herzstiftung 2026 - 1. bis 30. November

    Copyright: Deutsche Herzstiftung

    Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung
    Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung

    Copyright: Deutsche Herzstiftung


    Anhang
    attachment icon Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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