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18.08.2026 11:55

60 Jahre ELIZA: Wie der erste Chatbot die KI bis heute prägt

Katharina Stefes Kommunikation
Weizenbaum-Institut

    Internationales Autorenteam um Sarah Ciston und David M. Berry präsentieren ihr Buch Inventing ELIZA. How the First Chatbot Shaped the Future of AI am 3. September im Weizenbaum-Institut.

    Vor 60 Jahren stellte Joseph Weizenbaum mit ELIZA einen der ersten Chatbots der Welt vor – und prägte damit die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz bis heute. Das Weizenbaum-Institut nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Geschichte und das Vermächtnis von ELIZA in einer Buchpräsentation und Podiumsdiskussion mit internationalen Forschenden zu beleuchten.

    Die Medienkünstlerin Sarah Ciston und der Medientheoretiker David M. Berry stellen gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des internationalen Autor:innenteams ihr Buch Inventing ELIZA. How the First Chatbot Shaped the Future of AI vor. Während Ciston und Berry vor Ort im Weizenbaum-Institut sprechen, werden weitere Mitautor:innen virtuell zugeschaltet. Gemeinsam diskutieren sie über die Geschichte von ELIZA und ihre Bedeutung für aktuelle Debatten rund um Künstliche Intelligenz.

    Inventing ELIZA ist die erste umfassende kritische Analyse von ELIZA aus der Perspektive der Critical Code Studies. Auf Grundlage umfangreicher Archivrecherchen rekonstruieren die Forschenden die Entstehung des Programms zwischen 1965 und 1968 und zeigen, dass ELIZA weit mehr war als ein früher Chatbot: Joseph Weizenbaum entwickelte bereits damals technische und konzeptionelle Ansätze, die ihrer Zeit weit voraus waren und Entwicklungen heutiger dialogbasierter KI vorwegnahmen. Durch die Analyse des Programmcodes und historischer Dokumente ordnet das Buch ELIZA zugleich in den Kontext der frühen KI-Forschung ein.

    „Wer heutige KI verstehen will, sollte ihre Geschichte kennen. Viele Fragen, die Joseph Weizenbaum bereits vor 60 Jahren stellte, beschäftigen uns bis heute“, sagt Christian Strippel, Forschungsgruppenleiter am Weizenbaum-Institut und Moderator der Veranstaltung.

    Die Veranstaltung findet am 3. September von 18 – 20 Uhr am Weizenbaum-Institut in englischer Sprache statt.

    Bitte melden Sie sich hier zu der kostenfreien Veranstaltung an: https://tickets.weizenbaum-institut.de/InventingEliza/

    Sarah Ciston ist Professor:in für Computational Thinking und Aesthetic Doing an der Kunsthochschule für Medien Köln. Als Künstler:in und Forscher:in entwickelt Ciston Werkzeuge, die intersektionale und kritisch-kreative Perspektiven in das maschinelle Lernen einbringen. 2025 erhielt Ciston den Ars Electronica STARTS Grand Prize, wurde von der Gesellschaft für Informatik als „AI Newcomer“ ausgezeichnet und war AI Anarchies Fellow an der Akademie der Künste. Ciston ist Autorin von A Critical Field Guide for Working with Machine Learning Datasets.

    David M. Berry ist Professor für Digital Humanities an der University of Sussex und Otto-Mønsted-Gastprofessor an der Copenhagen Business School. Er veröffentlichte unter anderem Critical Theory and the Digital (2014), The Philosophy of Software (2011) sowie Digital Humanities: Knowledge and Critique in a Digital Age (2017). Seine aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Vektortheorie; 2026 erscheint sein neues Buch Artificial Intelligence and Critical Theory.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Christian Strippel https://www.weizenbaum-institut.de/portrait/p/christian-strippel/#page=1&tag...


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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