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Wissenschaft
Mit dem Richtfest am 1. September 2026 erreicht der gemeinsame Forschungsneubau von IFW Dresden und TU Dresden einen wichtigen Meilenstein. Auf mehr als 8.000 Quadratmetern entstehen moderne Labore und Büros für die gemeinsame Forschung an Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien. Das rund 70 Millionen Euro teure Gebäude soll Mitte 2029 fertiggestellt werden. Bauherr ist das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden - IFW Dresden.
Optimale Bedingungen für die gemeinsame Spitzenforschung an innovativen Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien: Mit dem Richtfest am 1. September 2026 erreichen das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW Dresden) und das Exzellenzcluster Complexity, Topology and Dynamics in Quantum Matter (ctd.qmat) der Technischen Universität Dresden (TUD) einen wichtigen Meilenstein bei der Errichtung des gemeinsamen Forschungsneubaus.
Das Gebäude entsteht auf dem Campus Südvorstadt der TUD an der Nöthnitzer Straße und wird Hightech-Labore, Büros und Kommunikationsinseln für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereitstellen. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Erforschung und das Design neuartiger Materialien, unter anderem für energiesparende Quantenchips und hochsensible Quantensensoren. Der fertige Bau soll Mitte 2029 eröffnet werden. Die vom Freistaat Sachsen und dem Bund getragenen Baukosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt:
„Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial der Quantentechnologien und der dazugehörigen Quantenmaterialien ist enorm. Daher setzt die Bundesregierung in der Hightech Agenda Deutschland konsequent auch auf Quantentechnologien als eine der zukunftsweisenden Schlüsseltechnologien. Unser Ziel ist, Deutschland zu einem weltweit führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von Quantentechnologien zu machen. Der gemeinschaftliche Verbundneubau von IFW und TU Dresden, an dem die dazugehörigen werkstofftechnologischen Grundlagen für Quanten- und Halbleitermaterialien erforscht und entwickelt werden, wird dazu beitragen.“
Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus:
„Dieses hochkomplexe und -moderne Infrastrukturprojekt wird das neue sächsische Zentrum für Quantenmaterialien und die Erforschung völlig neuer Halbleitertechnologien. Halbleiter, Supraleiter und magnetische Materialien verändern unser Verständnis von Technologie grundlegend. Es geht um robuste Mikroelektronik, ultraschnelle und energieeffiziente Quantencomputer, innovative Lösungen zur Energiegewinnung und -speicherung oder hochempfindliche Sensoren. Diese zukunftsweisende Forschung stärkt Sachsen als weltweit führenden Standort für Mikro- und Quantenelektronik nachhaltig. Und: IFW und ctd.qmat unter einem Dach so nah zusammen wie nie zuvor steht zugleich für das Konzept der kurzen Wege und des vereinten Knowhows - interdisziplinärer Austausch wird hier aktiv gelebt werden.“
Dr. Andreas Handschuh, Chef der Sächsischen Staatskanzlei und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten:
„Der gemeinsame Forschungsneubau des IFW Dresden und der TU Dresden nimmt erfolgreich Gestalt an. Das zeigt: Mehr Eigenverantwortung in der Bauherreneigenschaft bringt Spitzenforschung in Sachsen voran. Der Neubau macht die enge Kooperation beider Einrichtungen künftig auch baulich sichtbar. Dass das Leibniz-Institut IFW Dresden als Bauherr die Verantwortung für Planung und Umsetzung eines mit dem Exzellenzcluster ct.qmat genutzten Forschungsgebäudes übernommen hat, ist ein bundesweit neues Modell der Zusammenarbeit.“
Prof. Dr. Bernd Büchner, Wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden:
„Die gemeinsame Forschungsinfrastruktur eröffnet uns hervorragende Möglichkeiten für die Erforschung von Quantenmaterialien in Theorie und Experiment. Sie schafft ideale Voraussetzungen für den engen wissenschaftlichen Austausch und neue gemeinsame Forschungsansätze. Wir freuen uns darauf, künftig noch enger unter einem Dach zusammenzuarbeiten.“
Prof. Dr. Matthias Vojta, Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat:
„Wer in der Quantenphysik auf internationalem Spitzenniveau forschen will, ist auf Kollaboration angewiesen. Ein gemeinsames Gebäude ist deshalb mehr als ein Ort, an dem zwei starke Partner Labore und Büros teilen. Der Forschungsneubau verbindet unser Know-how, bündelt unsere Stärken und ermöglicht Austausch – vom Gebäudeeingang bis zur Kaffeepause. Hier entsteht der Hotspot für die Spitzenforschung an Quantenmaterialien in Sachsen.“
Hintergrund: Zahlen und Fakten zum neuen Forschungsgebäude
Auf mehr als 8.000 Quadratmetern soll untersucht werden, welche außergewöhnlichen Eigenschaften Quantenmaterialien unter Extrembedingungen, wie zum Beispiel ultratiefen Temperaturen, entfalten und welches Potenzial dies für neuartige Bauteile eröffnet. Ziel ist es, Quantenmaterialien zu entwickeln, die neue grüne Energietechnologien, energiesparende Elektronik oder robuste Quantenbits ermöglichen. Damit wird der Neubau zu einem Ort der internationalen Quanten-Spitzenforschung.
Von Beginn an trägt das IFW Dresden als Bauherr die Verantwortung für Planung, Koordination und Realisierung des gemeinsamen Forschungsneubaus. Die Bauherrschaft des IFW Dresden für ein gemeinsam mit der TUD genutztes Forschungsgebäude ist bundesweit ein außergewöhnliches Modell der Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und einer Universität. Der Neubau schafft zugleich Raum für die Weiterentwicklung bestehender Kooperationen und für neue gemeinsame Forschungsinitiativen beider Einrichtungen.
https://seafile.ifw-dresden.de/d/99ec528dfb724044a8d0/ Ab circa 18 Uhr werden in diesem Cloud-Ordner Bilder von der heutigen Veranstaltung hochgeladen.
Visualisierung Laborverbundneubau IFW Dresden und TUD
Copyright: AWB Architekten Dresden
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
fachunabhängig
regional
Kooperationen, Organisatorisches
Deutsch

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