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Die Germanistin Katja Barthel lehrt in diesem Wintersemester als FONTE-Stiftungsgastprofessorin für Literaturen und Kulturen im Europa der Frühen Neuzeit an der Universität des Saarlandes. Schwerpunkte ihrer Forschung sind unter anderem die Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit sowie Gender- und Geschlechtergeschichte.
In ihrer Dissertation untersuchte Katja Barthel Weiblichkeitsentwürfe im galanten Roman um 1700 und deren Verflechtungen mit französischen literarischen Traditionen. 2026 habilitierte sie sich mit einer Arbeit zur Konstituierung von Autorschaft durch Schreib- und Autorschaftspraktiken um 1900. Ihr aktuelles Forschungsprojekt widmet sich Genderkonstellationen in der europäischen Seefahrtliteratur der Frühen Neuzeit.
An der Universität des Saarlandes bietet sie im Wintersemester zwei Lehrveranstaltungen an: In ihrem Seminar „Starke Frauen. Gender und Geschlechterordnungen in der deutschen und französischen Literatur der Frühen Neuzeit“ geht es um Weiblichkeitskonstruktionen im interkulturellen Transfer zwischen Frankreich und Deutschland. Diskutiert wird unter anderem die Frage „Wie wurden französische Genderkonzepte im deutschsprachigen Raum adaptiert und verändert?“
Im interdisziplinären Projektseminar mit Literaturausstellung „Frauen auf See. Weibliche Maritimität in der Frühen Neuzeit“ untersucht Katja Barthel mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand historischer Quellen und literarischer Texte des 17. und 18. Jahrhunderts, wie der maritime Raum genderspezifisch und symbolisch aufgeladen wurde und wie Frauenfiguren in der Literatur die Grenzen frühneuzeitlicher Geschlechterordnungen auf die Probe stellten. Im Seminar wird eine eigene Literaturausstellung zum Thema gestaltet.
Katja Barthel ist Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Osnabrück, wo sie zuletzt die Professur für Neuere und neueste deutsche Literatur vertrat. Zuvor hatte sie eine Vertretungsprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft vom 17. bis 19. Jahrhundert an der Universität Bremen inne.
Die FONTE-Stiftungsgastprofessur für Literaturen und Kulturen im Europa der Frühen Neuzeit ist eine gemeinsame Initiative des CEUS und der FONTE-Stiftung. Seit 2023 bietet sie exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern nach der Habilitation die Möglichkeit, ihr Forschungs- und Lehrprofil weiterzuentwickeln, Lehrerfahrung zu sammeln und sich mit den Europa-Akteurinnen und -Akteuren der Universität des Saarlandes zu vernetzen.
Weitere Infos zur FONTE-Stiftungsprofessur:
https://www.uni-saarland.de/einrichtung/ceus/netzwerk-partnerschaften/fonte-stif...
Fragen beantwortet:
PD Dr. habil. Katja Barthel
Universität des Saarlandes
Tel.: +49 681 302-70338
katja.barthel(at)uni-saarland.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Sprache / Literatur
regional
Personalia, Studium und Lehre
Deutsch

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