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03.11.2026 11:32

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Bundesfachstelle StoP nimmt Arbeit auf

Matthias Echterhagen Pressesprecher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

    Die neue Bundesfachstelle StoP („Stadtteile ohne Partnergewalt“) hat in Berlin ihre Arbeit aufgenommen. Ziel der bis Ende 2029 vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz geförderten Stelle: Die Arbeit gegen Gewalt an Frauen besser zu koordinieren.

    Durch die mehrjährige Bundesförderung sei der Praxistransfer des ursprünglich im Rahmen ihres Promotionsprojekts entwickelten Konzepts auf eine neue Stufe gelangt, so Prof. Dr. Sabine Stövesand, Professorin für Soziale Arbeit an der HAW Hamburg, Begründerin der StoP-Projekte und seit Kurzem im Ruhestand. „Eine von mir kooperativ mit der Universität Marburg betreute junge Kollegin, Dr. Hannah Wachter, wird die Bundesfachstelle als wissenschaftliche Fachreferentin mit ihrer Expertise hauptamtlich begleiten.“ Prof. Dr. Sabine Stövesand erhielt 2024 für ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz.

    Gewalt gegen Frauen nimmt trotz wichtiger Hilfsangebote nicht ab. Wie die Bundesfachstelle mitteilt, suchen viele Betroffene weder bei der Polizei noch im Hilfesystem Unterstützung. Oft weiß auch das soziale Umfeld von der Gewalt: „Freundinnen, Nachbarinnen und Arbeitskolleg*innen ahnen, hören und sehen etwas, sind aber unsicher, was sie tun können“, so Stövesand. Genau hier setzt das Programm an.

    StoP ist ein von Prof. Dr. Sabine Stövesand entwickeltes, wissenschaftlich fundiertes und erprobtes Handlungsmodell zur Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt. Es stärkt Nachbarschaften und Menschen vor Ort darin, Hilfe zu leisten. Aktuell arbeiten 26 Stadtteile, Städte oder Gemeinden in Deutschland sowie weitere in Österreich und Moldau nach dem Acht-Schritte-Programm von StoP. Es zeigt Wege für lokale Öffentlichkeitsarbeit, nachhaltige Bewusstseins- und Verhaltensänderungen sowie die Aktivierung zivilgesellschaftlichen Engagements. Darüber hinaus soll StoP Multiplikator*innen vor Ort gewinnen und soziale Netzwerke in den Nachbarschaften aufbauen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Hannah Wachter
    hannah.wachter@stop-partnergewalt.org


    Weitere Informationen:

    https://stop-partnergewalt.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

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