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03.11.2026 11:38

Zukunftsdialog 2026: Was junge Menschen in Nordthüringen hält

Sara Adler Pressestelle
Hochschule Nordhausen

    Nordhausen – Gute berufliche Perspektiven sind ein wichtiger Grund, in der Region zu bleiben. Doch welche Rolle spielen Freizeitangebote, Mobilität und das soziale Miteinander? Diese Fragen standen beim Zukunftsdialog 2026 am 28. Oktober in der Nordhäuser Rothleimmühle im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Jugend – Arbeit – Zukunft: Talente für Nordthüringen“ brachte das Projekt WORT Nord („Weltoffene Region Nordthüringen“) der Hochschule Nordhausen Berufsschülerinnen und Berufsschüler mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam entwickelten sie Ideen, wie Nordthüringen für junge Menschen attraktiver werden kann.

    Berufliche Perspektiven und Lebensqualität gemeinsam betrachten
    Zum Auftakt wurden Ergebnisse aus Experteninterviews und Fokusgruppen mit Jugendlichen der Region vorgestellt. Prof. Dr. Michael Behr von der Westsächsischen Hochschule Zwickau und die Projektbeteiligten erläuterten dabei ein vielschichtiges Bild: Der demografische Wandel eröffnet jungen Menschen berufliche Möglichkeiten in Nordthüringen.

    Zugleich zeigen die Gespräche, dass Ausbildungs- und Beschäftigungschancen allein nicht darüber entscheiden, ob Jugendliche ihre Zukunft vor Ort sehen. Ebenso wichtig sind soziale Kontakte, ein Gefühl der Zugehörigkeit und attraktive Freizeitangebote – insbesondere in den Abendstunden. Thematisiert wurde auch die Bedeutung von Migration, um dem Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken und Fachkräfte für die regionale Wirtschaft zu gewinnen.

    Konkrete Ideen für Ausbildung, Schule und Alltag
    In anschließenden Workshops tauschten sich die Jugendlichen mit regionalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern über ihre Erfahrungen und Wünsche aus. Beim Thema Ausbildung ging es darum, wie Betriebe ein wertschätzendes Miteinander fördern können, damit junge Menschen gerne dort arbeiten und bleiben. Im Austausch über Schule als Lebenswelt nahm ein Vertreter des Staatlichen Schulamts Anregungen der Schülerinnen und Schüler auf.

    Darüber hinaus entstanden drei Projektideen, die in den kommenden Wochen und Monaten weiter ausgearbeitet werden sollen. Sie betreffen die Verbesserung der regionalen Mobilität, zusätzliche Freizeit- und Kulturangebote in den Abendstunden sowie die Stärkung von Nachbarschaft und gesellschaftlichem Miteinander.

    Ein wertschätzendes Umfeld stärkt die Bindung an die Region
    Die Diskussionen machten deutlich, wie eng berufliche Perspektiven und Lebensqualität miteinander verbunden sind. Ob junge Menschen in Nordthüringen bleiben, nach einer Ausbildung oder einem Studium zurückkehren oder neu in die Region ziehen, hängt auch davon ab, ob sie sich willkommen fühlen und ihr Lebensumfeld mitgestalten können. Der Zukunftsdialog bot Gelegenheit, diese Erwartungen direkt mit Verantwortlichen aus der Region zu besprechen und gemeinsame Vorhaben anzustoßen.

    Über das Projekt WORT Nord
    Das Projekt WORT Nord („Weltoffene Region Nordthüringen“) wird von der Hochschule Nordhausen durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie des Freistaats Thüringen gefördert. Es setzt sich für nachhaltige Fachkräftebindung, interkulturelle Öffnung und die Stärkung einer zukunftsorientierten regionalen Identität in Nordthüringen ein.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Kontakt:
    Hochschule Nordhausen – Projekt WORT Nord
    Weinberghof 4, 99734 Nordhausen
    E-Mail: wortnord@hs-nordhausen.de
    Website: www.wortnord.de


    Bilder

    Beim Zukunftsdialog 2026 in der Nordhäuser Rothleimmühle tauschten sich Jugendliche und regionale Akteure über berufliche Perspektiven, Freizeitangebote und das Zusammenleben in Nordthüringen aus.
    Beim Zukunftsdialog 2026 in der Nordhäuser Rothleimmühle tauschten sich Jugendliche und regionale Ak ...
    Quelle: Barbara Nietzel
    Copyright: Hochschule Nordhausen/WORT Nord


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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