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27.06.2005 12:30

Universität Greifswald geht mit abgestimmtem Zukunftskonzept in weitere Verhandlungen mit dem Bildungsminister

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Konzentration auf vier Schwerpunktbereiche erfordert Planungssicherheit

    "Die Universität Greifswald geht am Mittwoch mit einem vom Rektorat und Senat abgestimmten Zukunftskonzept in die weiteren Gespräche mit dem Bildungsminister", kündigte heute Rektor Prof. Rainer Westermann (Foto) im Vorfeld an. Die Universität will sich in Forschung und Lehre auf vier große stark verflochtene Themenbereiche konzentrieren und somit zur Profilierung des Wissenschaftsstandortes Greifswald beitragen. Das betrifft die Lebenswissenschaften, Physik und Geowissenschaften, die Kulturelle Interaktion mit dem Schwerpunkt Nord- und Osteuropa sowie Staat und Wirtschaft.

    "Die Universität kann international konkurrenzfähige Forschung und attraktive Lehre künftig nicht mehr in allen Fächern anbieten. Sie muss sich durch besonders leistungsfähige Schwerpunkte von anderen Einrichtungen unterscheiden. Diese Bereiche arbeiten eng zusammen, um beispielsweise Fragen der Gesundheit aus molekularbiologischer, medizinischer, psychologischer, historischer, politischer, ökonomischer und ethischer Sicht untersuchen zu können. Mit dem vorgelegten Papier haben Rektorat und Senat der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald diese Erkenntnisse umgesetzt", unterstrich der Greifswalder Universitätsrektor. Gleichzeitig forderte Prof. Rainer Westermann von der Landesregierung für den laufenden Reformprozess und die fokussierte Ausrichtung der Universität die notwenige Planungssicherheit.

    Angesichts der immer schlechteren Ausstattung der Hochschulen mit Stellen und Geld muss die Universität Greifswald schweren Herzens auf etliche Studiengänge und Arbeitsbereiche verzichten. Nachdem vor wenigen Jahren unter anderem die Sportwissenschaft aufgegeben worden ist, sind nun eine Reihe weiterer Einstellungen beschlossen worden. Aufgehoben werden sollen die romanistischen Studiengänge, alle naturwissenschaftlichen Lehramtsstudiengänge, außer Geographie, sowie die Bachelor-Studiengänge Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Niederdeutsch und Erziehungswissenschaft. In allen anderen Studiengängen ist eine Einschreibung unter den üblichen Bedingungen weiter möglich. Das Fach Niederdeutsch kann als Wahloption im Rahmen der Germanistik belegt werden, die Erziehungswissenschaft im Begleitstudium für die Lehrämter. Die in Greifswald aufgegebenen Fächer können weiterhin an der Universität Rostock studiert werden.

    Das Rektorat der Universität Greifswald will den Prozess der Konzentration weiter fortsetzen und somit an der Lösung der schwierigen Finanzprobleme des Landes mitwirken. Die Universität erwartet aber im Gegenzug, dass die komplexen Reformmaßnahmen der Universität anerkannt werden. Das Land muss die Universität mit den für die vier Lehr- und Forschungsschwerpunkte notwendigen Finanzmitteln ausstatten. Die von der Landesregierung beschlossenen Stellenkürzungen sind nur dann tragbar, wenn darauf alle seit 2002 bereits vorgenommenen Kürzungen angerechnet werden. Ferner müssen die Landeszuweisungen für Bewirtschaftungskosten so bemessen werden, dass keine Personalstellen mehr zu deren Finanzierung herangezogen und die verbleibenden Personalstellen vollständig ausfinanziert werden.

    "Die Region Vorpommern lebt von einer starken Universität Greifswald. Die Zukunft eines ganzen Landesteiles hängt davon ab, ob wir die Universität jetzt mit verlässlichen Rahmenbedingungen des Landes als wissenschaftliches Zentrum der Lehre und Forschung ausbauen und entwickeln können", hob Westermann abschließend hervor.

    Universität Greifswald
    Der Rektor
    Prof. Dr. Rainer Westermann
    Am Schießwall 4 a, 17489 Greifswald
    T +49 (0)3834/86 11 00
    F +49 (0)3834/86 11 05
    E rektor@uni-greifswald.de
    http://www.uni-greifswald.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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