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23.04.2007 14:47

Was man von einer Heiligen lernen kann

Dr. Ute Schönfelder Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Universität Jena begleitet die 3. Thüringer Landesausstellung "Elisabeth von Thüringen - Eine Europäische Heilige" mit einer Ringvorlesung / Auftakt ist am 26. April um 17 Uhr

    Jena (23.04.07) Elisabeth von Thüringen - 1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. geboren - gehörte zur Spitze des europäischen Hochadels. Bereits als Vierjährige mit dem späteren thüringischen Landgrafen Ludwig IV. verlobt, wurde sie später dessen Gemahlin. Sie verbrachte einen Großteil ihres Lebens auf der Wartburg.

    Doch Elisabeth entschied sich für ein anderes Leben als das der wohlhabenden Landesfürstin. Radikal brach sie mit den Normen ihres Standes und wandte sich den Ärmsten und Niedrigsten zu. Entschieden verwirklichte sie die christlichen Gebote der Armut, Demut und Nächstenliebe. 1228 gründete sie in Marburg ein Hospital, in dem sie in Selbstaufopferung Kranke und Sterbende pflegte. 1231 - gerade 24 Jahre alt - starb Elisabeth und wurde 1235 heilig gesprochen. "Ihr beispielloses Wirken löste schon zu ihren Lebzeiten gleichermaßen heftigen Widerspruch wie tiefe Bewunderung aus", sagt Prof. Dr. Matthias Werner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Nach ihrer Heiligsprechung wurde Elisabeth binnen Kürze europaweit verehrt", so der Jenaer Historiker und Mitorganisator der 3. Thüringer Landesausstellung "Elisabeth von Thüringen - Eine Europäische Heilige" weiter.

    Bis heute ist Elisabeth eine der bedeutendsten europäischen Heiligen. Doch was bedeutet der radikale Lebensentwurf der Heiligen des Mittelalters in den Wertediskussionen unserer heutigen Gesellschaft? Was kann man heute noch von Elisabeth lernen? Das fragt eine Vortragsreihe, die die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Evangelische Akademie Thüringen und das Katholische Forum im Land Thüringen gemeinsam konzipiert haben. Im Vorfeld der 3. Thüringer Landesausstellung, die sich vom 7. Juli bis 19. November 2007 dem Leben und Nachwirken Elisabeths widmet, fragen die Referenten nach der Bedeutung ihres Wirkens in der heutigen Zeit.

    Am Donnerstag (26. April) um 17 Uhr startet die Ringvorlesung "Elisabeth von Thüringen. Spiritualität und soziales Engagement" in der Aula der Universität Jena (Fürstengraben 1). Den Auftakt-Vortrag wird Dr. Christoph Kähler, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, zum Thema "Elisabeth von Thüringen - Kampf und Kontemplation" halten. Fünf weitere Vorträge werden in der Reihe bis zum Beginn der Landesausstellung folgen.

    Die 3. Thüringer Landesausstellung "Elisabeth von Thüringen - Eine europäische Heilige" findet auf der Wartburg und in Eisenach statt. Sie wird in enger Kooperation von der Wartburg-Stiftung und der Friedrich-Schiller-Universität ausgerichtet. Die wissenschaftlichen Köpfe der Ausstellung sind Prof. Dr. Matthias Werner, Lehrstuhl für Thüringische Landesgeschichte und Mittelalterliche Geschichte und Prof. Dr. Dieter Blume, Professur für Kunstgeschichte des Mittelalters der Jenaer Universität. Sie haben die Ausstellung inhaltlich konzipiert und - dank ihres dichten Netzes guter Kontakte zu den europäischen Leihgebern - zum großen Teil erst möglich gemacht. "Wir wollen mit der Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit ein wissenschaftlich fundiertes wie anschauliches Bild der Heiligen Elisabeth vermitteln", nennt Prof. Werner das Ziel der Ausstellung.

    Was die Ausstellungsbesucher ab Sommer erwartet, darüber informiert auch ein Newsletter der Universität Jena. Die erste Ausgabe dieser "Elisabeth-Briefe" liegt jetzt vor und ist im Internet unter http://www.elisabeth.uni-jena.de nachzulesen. Unter dieser Adresse sind auch weitere Informationen zur 3. Thüringer Landesausstellung und die Termine der Ringvorlesung zu finden.

    Informationen zur 3. Thüringer Landesausstellung:
    Ingrid Würth
    Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Fürstengraben 13, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 944426
    E-Mail: Ingrid.Wuerth[at]uni-jena.de

    Informationen zur Ringvorlesung:
    Christoph Sperfeldt
    Rektoramt der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Zwätzengasse 3, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 931005
    E-Mail: Christoph.Sperfeldt[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.elisabeth.uni-jena.de
    http://www.elisabeth-wartburg.de/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kunst / Design, Musik / Theater, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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