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28.06.2007 12:13

FH und Fachschulen treiben Akademisierung der Gesundheitsfachberufe voran

Anke Westwood Pressestelle
Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven

    Ein Teil des Bologna-Prozesses ist die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe. Die FH Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven (FH OOW) und die mit ihr kooperierenden Fachschulen für Physiotherapie gehen dabei einen Weg, der auf eine enge Abstimmung zwischen Fachschulausbildung und Studium setzt.

    Auf der Fachtagung "Physiotherapie im Schnittfeld von Praxis und Wissenschaft" am 28. Juni in Hannover wurden den eingeladenen Vertretern aus Kliniken, Behörden, der Bundesagentur für Arbeit sowie weiterführenden Schulen die Chancen und Perspektiven dieses seit 2002 verknüpften dualen Ausbildungs- und Studienmodells vorgestellt:
    Nach einer dreijährigen Fachschulausbildung kann an der FH OOW ein dreisemestriges Studium angeschlossen werden, das mit dem Bachelor-Abschluss endet. Die Berufsausbildung wird dabei mit drei Semestern als Teil des Studiums anerkannt.

    Ziel der Kooperation ist eine Qualitätsverbesserung und wissenschaftliche Fundierung der Ausbildung und physiotherapeutischen Praxis. Einerseits werden Forschungsergebnisse den Kooperationspartnern zugänglich gemacht und fließen so in die Ausbildung ein. Andererseits sollen Fragen, die sich aus der Praxis und Ausbildung ergeben, Anlass für Forschung an der FH geben.

    Die Akademisierung der Physiotherapie eröffnet den Absolventen sowohl neue Tätigkeitsfelder als auch neue Aufstiegschancen. Auf dem Weg zum selbständigen Arbeiten der Physiotherapeuten - unabhängig von der Indikation des Arztes - stellt die Akademisierung einen wichtigen Meilenstein dar. Physiotherapeuten befinden sich damit "auf gleicher Augenhöhe" mit den Akademikern des Gesundheitssystems. Auch können Physiotherapeuten zukünftig, unabhängig davon wo sie ihre Ausbildung gemacht haben, überall in Europa tätig werden.

    "Clinical Reasoning", also die Reflexion und Begründung des physiotherapeutischen Handelns, evidenzbasierte Physiotherapie sowie der individuelle Wirksamkeitsnachweis sind wichtige Voraussetzungen für die selbständige Indikationsstellung seitens der Physiotherapeuten/innen. Fachhochschule und Fachschulen sind hier gefordert, gemeinsam diesen Prozess der Professionalisierung des Berufes voranzutreiben.

    Veranstalter der Tagung waren der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der FH OOW sowie seine kooperierenden Berufsfachschulen für Physiotherapie:
    - IWK Delmenhorst und Leer
    - Eva-Hüser-Schule GmbH Bad Rothenfelde
    - Fachschule Für Physiotherapie Bremer Heimstiftung
    - Grone Schule Hamburg und Lübeck
    - Physiotherapieschule des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück
    - Physiotherapieschule des Ludmillenstifts in Meppen
    - Institut für Aus- und Fortbildung der m&i-Fachklinik Bad Pyrmont


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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