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21.12.2007 11:31

Sportminister beschließen Motorischen Test für Kinder und Jugendliche auf Vorschlag der dvs

Frederik Borkenhagen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft

    Die 31. Sportministerkonferenz (SMK) in Neubrandenburg am 22. November 2007 hat beschlossen, die motorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen kontinuierlich mit einem Testverfahren bundesweit zu erheben. Der Vorschlag für den Test, der zunächst in einer Pilotphase im Saarland und in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz kommen soll, wurde im Laufe diesen Jahres im Auftrag der SMK von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) erarbeitet.

    Bei der 31. Sportministerkonferenz (SMK) in Neubrandenburg am 22. November 2007 präsentierte der Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), Prof. Dr. Bernd Strauß (Universität Münster), den Bericht des dvs-ad-hoc-Ausschusses "Motorische Tests für Kinder und Jugendliche" und unterbreitete den Sportministern der Länder einen Vorschlag für ein Testverfahren zur kontinuierlichen Erhebung des Niveaus motorischer Fertigkeiten und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen.

    Die SMK hat den vorgeschlagenen "Motorischen Test für Kinder und Jugendliche" zustimmend zur Kenntnis genommen und der dvs und insbesondere den Mitgliedern des ad-hoc-Ausschusses für ihre engagierte und kompetente Unterstützung gedankt.

    dvs-Präsident Bernd Strauß (Münster): "Ich freue mich sehr, dass die SMK den Abschlussbericht des dvs-Ausschusses 'Motorische Tests für Kinder und Jugendliche' unter der Federführung von Prof. Dr. Klaus Bös von der Universität Karlsruhe angenommen hat. Der Bericht geht ausführlich darauf ein, dass es möglich ist, den motorischen Status von Kindern und Jugendlichen standardisiert und kontinuierlich mittels einer wissenschaftlich abgesicherten Testbatterie zu erheben."

    Ausschusssprecher Professor Klaus Bös: "Basierend auf publizierten Testverfahren und unter Berücksichtigung verschiedener Vorarbeiten haben wir der SMK eine Testbatterie mit 8 Testaufgaben für Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren vorgeschlagen. Der Test, der in Schule und Verein eingesetzt werden kann, misst die motorischen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit mit einfachen standardisierten und ökonomischen Aufgaben wie z.B. Rumpfbeugen, Standweitsprung, Balancieren rückwärts oder einem 6-Minuten Lauf. Mit dem Test kann der aktuelle Leistungsstand gemessen, aber es können auch Leistungsveränderungen beschrieben werden."

    dvs-Präsident Professor Bernd Strauß: "Mein Dank gilt den Mitgliedern des dvs-Ausschusses und insbesondere Klaus Bös für die kompetente Arbeit. Mein Dank geht aber auch ausdrücklich an die Sportminister der Länder und an die Sportreferenten der Länder. Die Zusammenarbeit zwischen dvs und SMK war ausgezeichnet und ist ein hervorragendes Beispiel, welches Potenzial in der institutionellen Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft und der Sportpolitik liegt. Gerne stehen wir der SMK, den Ländern und weiteren politischen Partnern auch in anderen sportwissenschaftlichen Fragen beratend zur Seite."

    Die Sportministerkonferenz strebt jetzt Abstimmungsgespräche mit der Kultusministerkonferenz an, um eine Erhebung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu organisieren. Die Länder Saarland und Nordrhein-Westfalen haben bereits ihr Interesse signalisiert, eine Piloterhebung durchzuführen.

    Hintergrund
    Die Zusammenarbeit von SMK und dvs geht auf eine Anfrage des Vorsitzenden der Sportministerkonferenz aus dem Oktober 2006 zurück, der Sportministerkonferenz ein standardisiertes Motorik-Testverfahren mit der Zielstellung der kontinuierlichen Erhebung des Niveaus motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern und Jugendlichen vorzuschlagen. Der dvs-Vorstand hatte daraufhin Ende Dezember 2006 den ad-hoc-Ausschuss "Motorische Tests von Kindern und Jugendlichen" einberufen, dem sieben der führenden Sportwissenschaftler auf diesem Gebiet angehören. Neben dem Sprecher des Ausschusses, Prof. Dr. Klaus Bös (Universität Karlsruhe), haben dort PD Dr. Dirk Büsch (IAT Leipzig), Prof. Jürgen Kretschmer (Universität Hamburg), Prof. Dr. Martin Lames (Universität Augsburg), Prof. Dr. Hermann Müller (Universität des Saarlandes, seit WS 2007/08: Universität Gießen), Prof. Dr. Jörn Munzert (Universität Gießen) sowie Prof. Dr. Klaus Pfeifer (Universität Erlangen-Nürnberg) mitgearbeitet. Nach der Konstituierung des Ausschusses am 26. Januar 2007 hat das Gremium zunächst geprüft, ob bereits vorliegende Testverfahren der SMK in Teilen oder im Ganzen vorgeschlagen werden können und ob ggf. gänzlich neue oder teilweise neue Testverfahren zu entwickeln und welche Schritte hierfür notwendig sind. Im Zuge der Beratungen wurde dann im Mai 2007 eine Expertenanhörung von weiteren Wissenschaftlern (u. a. Dr. Klaes, WIAD; PD Dr. Stemper, Universität Wuppertal) durchgeführt. Die Beratungen, die im Laufe des 1. Halbjahres 2007 im Ausschuss intensiv geführt wurden, wurden in enger Abstimmung mit dem Vorsitzenden der AG "Kinder- und Jugendsport" der Sportreferentenkonferenz (SRK), Herrn Dr. Marc-Oliver Dillinger (Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) koordiniert. An den Beratungen nahmen weitere Gäste von Seiten der SRK und der KMK-Kommission "Sport", der dvs-Präsident und weitere Mitglieder des dvs-Vorstands teil, um einen engen Austausch zu gewährleisten.


    Weitere Informationen:

    http://www.sportwissenschaft.de - Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft
    http://www.sportwissenschaft.de/index.php?id=691 - ad-hoc Ausschuss "Motorische Tests für Kinder und Jugendliche"
    http://www.sportministerkonferenz.de - Sportministerkonferenz (SMK)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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