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31.03.2009 18:00

"Das Ausrufezeichen der Materialwissenschaften" - Festkolloquium für Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Jürgen Rödel

Jörg Feuck Kommunikation
Technische Universität Darmstadt

    Darmstadt, 31.3.2009. Die Technische Universität Darmstadt ehrt ihren Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises 2009 Prof. Dr. Jürgen Rödel am heutigen Dienstag, 31. März 2009 mit einem Festkolloquium. Der Preis wurde Prof. Rödel gestern in Berlin verliehen und ist mit einer Dotierung von 1,25 Millionen Euro verbunden. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) jährlich vergebene Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der renommierteste und höchstdotierte deutsche Wissenschaftspreis.

    Nach einer Ansprache von TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel hält Ministerialdirigent Dr. Rolf Bernhardt, Leiter der Abteilung Hochschulen und Forschung im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, ein Grußwort. Die Laudatio hält Prof. Dr. Wolfram Jaegermann vom Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU. Anschließend hält Preisträger Prof. Jürgen Rödel einen Vortrag mit dem Thema "Keramische Rezepte".

    In seiner Laudatio bezeichnet Prof. Dr. Wolfram Jaegermann Preisträger Prof. Rödel als "Ausrufezeichen der Materialwissenschaften": "Jürgen Rödel hat sich als wissenschaftliche Leitfigur für funktionale Keramiken und den darin ablaufenden Mechanismen etabliert und dafür verdient den Leibniz-Preis erhalten. Herausragende Charakteristika seines Forschungsansatzes sind die Kombination theoretischer Konzepte und zielgerichtet ausgeführter Experimente, neue synthetische Ansätze für neuartige Keramiken oder Strukturen sowie systematische Untersuchungen zur Zuverlässigkeit."

    In der Würdigung Rödels durch die DFG heißt es: "Prof. Dr.-Ing. Jürgen Rödel gehört ohne Zweifel zu den renommiertesten deutschen Werkstoffwissenschaftlern. Er zeichnet sich insbesondere durch seine grundlegenden und bahnbrechenden Arbeiten zu mechanischen und funktionellen Eigenschaften von Keramiken aus. Seine herausragende Sichtbarkeit und die uneingeschränkte Akzeptanz seines wissenschaftlichen Wirkens spiegeln sich in den zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kooperationen und organisatorischen Leitungsfunktionen wider."

    Prof. Dr. Jürgen Rödel, geboren 1958, ist seit 1994 Professor für Nichtmetallisch-Anorganische Werkstoffe an der TU Darmstadt. Nach seinem Studium der Materialwissenschaften in Erlangen und der Keramik in Leeds promovierte er 1988 an der University of California in Berkeley. 1992 habilitierte er sich an der TU Hamburg-Harburg. 1998 und 2004 hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Washington/Seattle (USA) und Leeds (UK) inne. Seit 2003 ist Rödel Sprecher des Sonderforschungsbereichs "Elektrische Ermüdung in Funktionswerkstoffen" an der TU Darmstadt.

    Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

    Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1985 jährlich vergeben, in diesem Jahr an insgesamt elf Preisträger. Ziel des Leibniz-Programms ist es, "die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern", wie es bei der DFG heißt. Die Förderung wird nur auf Vorschlag Dritter gewährt.

    Der Leibniz-Preis verleiht dem Preisträger eine Freiheit, die in der Wissenschaft einmalig ist: Die Ausgezeichneten können ihre Fördersumme innerhalb eines Zeitraums von bis zu sieben Jahren nach eigenen Vorstellungen und ohne Antrag für ihre wissenschaftlichen Arbeiten einsetzen. Bisherige Preisträger an der TU Darmstadt waren Prof. Dr. Frank Steglich aus der Festkörperphysik, der den Preis 1986 erhielt, und Prof. Dr. Bernd Giese (Organische Chemie), der 1987 ausgezeichnet wurde.

    Bisherige Preisträger an der TU Darmstadt waren Prof. Dr. Frank Steglich aus der Festkörperphysik, der den Preis 1986 erhielt, und Prof. Dr. Bernd Giese (Organische Chemie), der 1987 ausgezeichnet wurde. Außerdem sind Prof. Dr. Johannes Buchmann aus dem Fachbereich Informatik (1993) und Prof. Dr. Thomas Weiland (1998) aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Träger der Auszeichnung.

    Der Namensgeber des Preises Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war deutscher Philosoph und Wissenschaftler. Er gilt als der universale Geist seiner Zeit und war einer der bedeutendsten Philosophen des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts.

    he


    Weitere Informationen:

    http://www.sfb595.tu-darmstadt.de - Der SFB "Elektrische Ermüdung" an der TU Darmstadt
    http://www.dfg.de/media/preisverleihungen/gwl_2009/index_roedel.html - Medieninformation der DFG


    Bilder

    Prof. Dr. Jürgen Rödel, Leibniz-Preisträger 2009
    Prof. Dr. Jürgen Rödel, Leibniz-Preisträger 2009
    Foto: DFG
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

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