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17.12.1996 00:00

Heuschrecken, Carl Zeiss und Karies

Axel Burchardt Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Heuschrecken, Carl Zeiss und Karies

    ForSchUngsmagazin Nr. 5 der Jenaer Universitaet ist erschienen

    Der weltweite Rueckgang der Artenvielfalt mit einem geschaetzten taeglichen Verlust von 70 Arten scheint sich den Ausmassen eines Massensterbens immer mehr zu naehern. Dazu traegt zwar besonders die Vernichtung der tropischen Regenwaelder bei. Doch auch in Mitteleuropa sind viele Arten in ihrem Bestand gefaehrdet. Die Gruende dafuer sind hier wie dort aehnlich: Zerstoerung von Lebensraeumen und Verinselung der Landschaft. Mittels neuartiger Gefaehrdungsanalysen wird versucht, langfristig ueberlebensfaehige Mindestgroessen von Populationen und deren Flaechenbedarf abzuschaetzen. Dieser zentrale Problematik aktuellen Naturschutzes ist ein grosser Artikel in der gerade erschienenen fuenften Ausgabe des ForSchUngsmagazins der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena (FSU) gewidmet. Darin praesentieren Jenaer OEkologen die Resultate aus dem mit ca. zehn Millionen Mark gefoerderten Forschungsverbundprojekt "Bedeutung von Isolation, Flaechengroesse und Biotopqualitaet fuer das UEberleben von Tier- und Pflanzenpopulationen in der Kulturlandschaft am Beispiel von Trockenbiotopen". Die Jenaer Forscher nutzen fuer ihre Gefaehrdungsanalysen vor allem Heuschrecken.

    Ausserdem widmet sich ein Beitrag der 150jaehrigen Unternehmensgeschichte von Carl Zeiss Jena. Das Welt-Unternehmen ist im November 1996 150 Jahre alt geworden, was fuer Jenaer Wirtschaftshistoriker Anlass war, ein unternehmenshistorisches Forschungsprojekt zu starten. Dabei geht es darum, ein neues Konzept zu erarbeiten, das historische, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Ansaetze miteinander verbindet. Ein Ergebnnis der Wirtschaftshistoriker: Carl Zeiss hat trotz wirtschaftsbedingter Nachteile 45 Jahre schoepferisch weitergearbeitet und ist heute nach langem "Bruderstreit" mit dem systembevorteilten Betrieb im westdeutschen Oberkochen auf dem besten Weg, eine gemeinsame und ausgeglichene ost-westdeutsche Unternehmensbilanz vorzulegen. Zeiss ist so auch Symbol fuer die deutsche Einheit.

    Der Kampf gegen die Karies steht im Mittelpunkt eines vom Bundesforschungsministeriums gefoerderten Projektes zur "Praeventiven Zahnheilkunde". Zahnmediziner der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, die am Standort Erfurt seit Jahren diese Problematik erforschen, geben Einblick in ihre Ergebnisse. Interdisziplinaere Forschergruppen haben zahlreiche medizinische und soziologische Aspekte erforscht, welche Bevoelkerungsgruppen von Karies besonders bedroht sind und welche Massnahmen zur Vorsorge fuer welchen Personenkreis gefordert sind.

    Weitere populaerwissenschaftliche Artikel befassen sich mit der Struktur und Funktionalitaet von Grenzschichten sowie einem ausgewaehlten Kapitel aus der Geschichte der Rechtswissenschaft an der Universitaet Jena. Ausserdem werden spezielle Aspekte zu Wachstumsfaktoren und -inhibitoren ebenso vorgestellt wie religionsvermittelnde Medien von Muslimen in Deutschland.

    Weitere interessante Beitraege und Nachrichten aus dem Forschungsleben der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena ergaenzen das Heft, das im Universitaets-Hauptgebaeude (Fuerstengraben 1) ausliegt oder im Referat OEffentlichkeitsarbeit (Tel. 03641/ 632030) erhaeltlich ist.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Es wurden keine Sachgebiete angegeben
    überregional
    Es wurden keine Arten angegeben
    Deutsch


     

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