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20.01.2011 09:31

Wie gefährlich sind Krankenhausinfektionen wirklich?

Dipl.-Jour. Helena Reinhardt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    Abendvorlesung der UKJ-GesundheitsUni am 26. Januar zu Infektionen und Schutzmaßnahmen

    Wie gefährlich sind die viel gefürchteten Krankenhausinfektionen, und was kann ich tun, um mich zu schützen? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema „Gefährliche Infektionen“ gibt am 26. Januar die Abendvorlesung der GesundheitsUni am Universitätsklinikum Jena. In der ersten Vorlesung des neuen Jahresprogramms wird Prof. Frank Martin Brunkhorst, Sepsis-Experte der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ, über die Bedrohung durch Krankenhauskeime und Hygiene- und Schutzmaßnahmen sprechen. „Dabei ist vor allem eines wichtig – die Bedrohung durch eine Ansteckung mit sogenannten Krankenhauskeimen wird überschätzt“, sagt Prof. Brunkhorst. „In den meisten Fällen ist nicht mangelnde Hygiene schuld, wenn bei einem kranken Menschen während der Klinikbehandlung eine gefährliche Infektion auftritt“, so Brunkhorst. Die Keime kommen mit dem Patienten selbst, der unbemerkt damit lebt, ins Krankenhaus. Fällt dann das Abwehrsystems aufgrund schwerer Erkrankungen aus, vermehren diese sich ungehindert und werden zu einer Gefahr.
    Dazu kommt, dass die größte Gefahr von antibiotikaresistenten Erregern ausgeht, vor allem den sogenannten multiresistenten gram-negativen Bakterien. „Kommt es zu einer solchen Infektion, sind wir faktisch machtlos, weil unsere stärksten Waffen, die Antibiotika, versagen“, erklärt Prof. Brunkhorst.
    Mögliche Schutzmaßnahmen sind neben einer gründlichen Händedesinfektion, die auch Besucher Schwerkranker immer durchführen sollten, vor allem ein zurückhaltender Einsatz von Antibiotika im ambulanten Bereich. „Jeder kann tatsächlich etwas tun, um sich und als Angehöriger andere zu schützen“, beschreibt Prof. Frank Martin Brunkhorst. „Fragen Sie beispielsweise Ihren Hausarzt, ob Antibiotika wirklich notwendig sind. Achten Sie mit darauf, dass Katheter nur so lange wie unbedingt nötig zum Einsatz kommen, und schützen Sie sich durch Impfungen zum Beispiel gegen Pneumokokken“.
    Mehr dazu erfahren alle Interessierten Besucher am Mittwoch, dem 26. Januar, ab 19.00 Uhr im Hörsaal 2 in der Abendvorlesung der UKJ-GesundheitsUni.

    Neuerung: 5 aktive Minuten für ihre Gesundheit
    Neben einem spannenden Vortrag erwartet die Besucher dabei auch eine Neuerung: Zu Beginn jeder Jenaer Abendvorlesungen der UKJ-GesundheitsUni sind alle eingeladen, fünf Minuten lang aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun und sich zu bewegen. Dazu werden an Ort und Stelle unter fachkundiger Anleitung durch Kollegen vom Universitätssportverein einfache Übungen zum mitmachen und später zu Hause nachmachen vorgestellt. „Wir alle sitzen zu viel und bewegen uns im Alltag viel zu wenig“, erklärt Dr. Sylvia Sänger, Leiterin der GesundheitsUni, die Idee hinter den „aktiven Minuten“. „Weil der innere Schweinehund dann doch stärker ist als alle guten Vorsätze, täglich joggen oder zum Fitness zu gehen, wollen wir mit diesem Angebot allen Bewegungsmuffeln die Chance geben, sich zumindest ein klein wenig zu aktivieren und zu lockern.“

    TERMINHNWEIS:
    26. Januar, 19.00 Uhr, Hörsaal 2, Klinikum Jena-Lobeda
    „Gefährliche Infektionen – Vorbeugung und Behandlung“, Prof. Frank Martin Brunkhorst
    Jenaer Abendvorlesung der GesundheitsUni Jena am UKJ und des Fördervereins am UKJ
    Jahresprogramm der GesundheitsUni unter: www.gesundheitsuni.uniklinikum-jena.de.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst,
    Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena
    Tel. 03641/9 32 33 80
    E-Mail: Frank.Brunkhorst@med.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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