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09.02.2011 17:40

19-jähriger Medizin-Informatiker hat seine Doktorarbeit begonnen

Dr. Eva Maria Wellnitz Wissenschaftskommunikation der Medizinischen Fakultät
Universitätsmedizin Mannheim

    Promotion am Lehrstuhl für Computerunterstützte Klinische Medizin der Medizinischen Fakultät Mannheim

    Zum Anfang des Jahres hat der gerade erst 19 Jahre alte Sebastian Weingärtner seine Doktorarbeit am Lehrstuhl für Computerunterstützte Klinische Medizin der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg begonnen. Zuvor hatte er an der Universität Würzburg parallel zur Schule Informatik studiert. Sein Diplom hielt er fast gleichzeitig mit seinem Abiturzeugnis in den Händen.

    Für seine Doktorarbeit plant Sebastian Weingärtner zwei bis drei Jahre ein. Die zurückhaltende Einschätzung hängt sicher auch mit seinem Thema zusammen. „Ich habe ihm eine harte Nuss zu knacken gegeben“, sagt sein Doktorvater, Professor Dr. rer. nat. Lothar Schad, Inhaber des Lehrstuhls für Computerunterstützte Klinische Medizin. Ein Eindruck, den der junge Informatiker teilt und schätzt, da er die Herausforderung liebt. „Ich würde sagen, es ist ein sehr anspruchsvolles Thema, das gute Ideen braucht. Es kann sein, dass mir in den nächsten Wochen etwas ganz Tolles einfällt, es kann aber auch sein, dass es bis dahin noch zweieinhalb Jahre dauert.“

    Und was ist sein Thema? Es hat mit der Bildgebung mittels Magnetresonanztherapie (MR) zu tun, eine für den Körper schonende Technik ohne Strahlung, die exzellente Bilder aus dem Körperinneren liefert. Aber das Verfahren hat einen Nachteil: lange Aufnahmezeiten. Auf der Ebene der Hardware ist die Technik ausgereizt, jetzt ist eine Software-Lösung gefragt, mit der man den Prozess beschleunigen kann. „Meine Aufgabe besteht darin, mir intelligente Verfahren zu überlegen, mit denen man mit wenigen Messdaten genügend gute Bilder für eine sichere Diagnostik kreieren kann.“

    Für den Fall, dass Sebastian Weingärtner mit der Promotion nicht ausgelastet ist, hat ihm Professor Schad angeboten, parallel ein Medizinstudium aufnehmen zu können. Darüber denkt der junge Doktorand nach. Die Doppelbelastung scheut er nicht, die empfand er auch bei Schule und Studium nicht als zu große Herausforderung. Zwei Tage in der Woche konnte er sich von der Schule für das Studium freistellen lassen. Beides war für Sebastian Weingärtner „nicht mit Mega-Aufwand verbunden“. Besonders das Studium, in dem alle Fächer einen naturwissenschaftlichen Kontext hatten, fiel ihm leicht. Denn vor allem hier liegt die besondere Stärke von Sebastian Weingärtner - „in Deutsch hatte ich eine zwei minus.“

    Die Doppelbelastung von Schule und Studium hat auch seinem Notendurchschnitt nicht geschadet: Seine Schule verlieh ihm einen Preis für das beste Abitur (Note 1,1) und auch das Studium schloss er nur mit Bestnoten ab. Die Deutsche Mathematiker Vereinigung und die Deutsche Physikalische Gesellschaft zeichneten ihn für die besten Abiturleistungen in ihren Fächern aus, die Universität verlieh ihm gleichzeitig mit dem Diplom noch die besondere Auszeichnung als „erster diplomierter Frühstudent in Süddeutschland“.

    Trotz seiner besonderen Begabung und schon fast „unheimlichen“ Erfolge ist der junge Mann auf dem Teppich geblieben. Neben Schule und Studium war es Sebastian Weingärtner wichtig, Zeit für Hobbys, Freunde und seine Freundin zu finden. Im Sport sieht er einen wichtigen Ausgleich zur Kopfarbeit: „Beim Sport denkt man nicht viel nach. Das tut einfach gut, mal richtig loszulassen und sich zu entspannen.“

    Während seines Studiums wurde Sebastian Weingärtner von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt, als jüngster Stipendiat der jemals von ihr gefördert wurde. Die „Deutsche Telekom Stiftung“ fördert ihn während seiner Promotion mit einem Stipendium.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Mathematik, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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