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16.02.2011 12:29

Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung für drei Herzforschungsprojekte verliehen

Pierre König Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

    (Frankfurt am Main, 16. Februar 2011) Die Deutsche Stiftung für Herzforschung (DSHF) hat den diesjährigen Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung an drei Wissenschaftler für Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen verliehen. Der Preis für die besten wissenschaftlichen Arbeiten wurde anlässlich der Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin Anfang Februar in Hamburg durch Prof. Dr. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der DSHF, überreicht. Ein Gutachtergremium hatte die Preisträger ausgewählt.

    Den ersten Preis (3 000 EUR) erhielt Dr. Katrin Streckfuß-Bömeke vom Herzzentrum der Georg-August-Universität Göttingen für ihren Vortrag über ein Projekt zur Stammzelltherapie mit dem Titel: Generierung von Patienten-spezifischen induzierten pluripotenten Stammzellen aus Haarkeratinozyten. Die Arbeit befasst sich mit der Isolierung eines bestimmten Zelltyps aus menschlichen Haaren herzkranker Patienten, den sog. Haarkeratinozyten, die in pluripotente Stammzellen reprogrammiert und in schlagende Herzzellen (Kardiomyozyten) spezialisiert werden. Mit Hilfe dieser Herzzellen sollen individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Medikamente auf Zellebene getestet und daraus Therapiestrategien entwickelt werden.

    Den zweiten Preis (1 000 EUR) erhielt Dr. Mareike Lankeit, ebenfalls vom Herzzentrum der Universität Göttingen, für ihren Vortrag Prädiktiver Stellenwert des neuen hoch sensitiven Troponin T (hsTnT) Assays im Vergleich zu einem klinischen Score bei normotensiven Patienten mit akuter Lungenembolie – eine prospektive externe Validierung. Ziel der Untersuchung von Dr. Lankeit und einem Forscherteam aus mehreren europäischen Klinikern ist es, die Eignung eines hoch sensitiven Messverfahrens für den kardialen Biomarker Troponin T (hsTnT) zur frühzeitigen Abschätzung des Todes- und Komplikationsrisikos von 526 Patienten mit akuter Lungenembolie zu testen. Darüber hinaus untersucht Dr. Lankeit den zusätzlichen Informationsgewinn von hsTnT in Kombination mit einem klinischen Score zur Risikoabschätzung.

    Für den Vortrag Das Ubiquitin-Konjugationsenzym Ube2o spielt eine entscheidende Rolle für die Struktur und das Wachstum der Herzmuskelzelle wurde Dr. Arash Haghikia von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit dem dritten Preis (500 EUR) ausgezeichnet. Die Untersuchungsergebnisse zur Rolle des Enzyms Ube2o insbesondere für das Wachstum von Herzmuskelzellen sollen zum besseren Verständnis über molekulare Mechanismen der Herzschwäche und pathologische Umbauprozesse nach einem Herzinfarkt („Remodeling“) beitragen und der Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien dienen.

    Der Wissenschaftspreis der Segnitz-Ackermann-Stiftung wird aus den Erträgen eines Stiftungsfonds finanziert, den Marie-Luise Segnitz im Jahr 2002 unter dem Dach der Deutschen Stiftung für Herzforschung gegründet hat. Zweck des Preises ist es, Forschung auf dem Gebiet der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern.

    1/2011
    Informationen:
    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle:
    Michael Wichert / Pierre König
    Tel. 069/95 51 28-114/-140
    Fax: 069/95 51 28-345
    E-Mail: wichert@herzstiftung.de
    koenig@herzstiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.herzstiftung.de
    http://www.dshf.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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