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22.02.2011 09:26

Ursachenforschung zum Typ-1-Diabetes bei Jugendlichen

Christine Huber Pressestelle
Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München

    Zwischenbilanz nach zwei Jahren TEENDIAB-Studie:
    Seit circa zwei Jahren läuft deutschlandweit die TEENDIAB-Studie. Ziel der Beobachtungsstudie ist es herauszufinden, warum Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und achtzehn Jahren an Typ-1-Diabetes erkranken. Die Beantwortung dieser Frage soll dabei helfen, in möglichst naher Zukunft Techniken zur Verhinderung von Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Durchgeführt wird die TEENDIAB-Studie von Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, der Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

    242 Kinder beteiligen sich bisher an der Studie; ihre Teilnahme an den regelmäßigen Check-ups bildet die Grundlage der Forschung auf diesem Gebiet. Durch ihr Mitwirken helfen die Kinder und ihre Familien dabei, die Frage nach dem „Warum“ einer Diabeteserkrankung zu beantworten. Was spielt eine Rolle – Ernährung, Sport, Pubertät? Derzeit kann diese Frage noch nicht beantwortet werden.

    Die TEENDIAB-Studie nimmt Kinder auf, in deren engem familiärem Umfeld (Mutter, Vater oder Geschwisterkind) Typ-1-Diabetes aufgetreten ist, die selbst aber nicht erkrankt sind. Aufgrund der familiären Belastung haben diese Kinder dennoch ein höheres Erkrankungsrisiko. Dazu kommt, dass die Zahl der Neuerkrankungen unabhängig von der familiären Konstellation stark ansteigend ist – ohne Anzeichen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren ändern würde. Derzeit sind in Deutschland circa 25.000 Kinder und Jugendliche an Typ-1-Diabetes erkrankt; damit handelt es sich um die häufigste Stoffwechselerkrankung in diesem Alter.

    Die Teilnahme an der TEENDIAB-Studie bringt Vorteile für die Jugendlichen und ihre Familien: Ein zentraler Punkt der TEENDIAB-Studie ist die Messung der diabetesspezifischen Antikörper, der Inselautoantikörper. Deren positiver Nachweis weist auf eine Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen hin, bedeutet aber nicht die definitive Entstehung der Krankheit. Wird im Rahmen dieser Untersuchung ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann ein unerwarteter Krankheitsausbruch mit schweren Stoffwechselentgleisungen vorgebeugt werden. Ein frühzeitiger Beginn der Therapie wird ermöglicht. Ist der Nachweis der Inselautoantikörper negativ, können die Familien beruhigt sein: Aktuell ist die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung dann nicht erhöht. Ein weiterer Vorteil für die Studienteilnehmer besteht darin, dass regelmäßig überprüft wird, ob weitere Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel der Schilddrüse auftreten.

    Damit die Aussagekraft der Studie so groß wie möglich wird, sucht TEENDIAB weiterhin Familien, die teilnehmen möchten und dadurch helfen, die Ursachen von Typ-1-Diabetes zu untersuchen.

    Die TEENDIAB-Studie nimmt Kinder auf

    o ab dem Alter von acht Jahren bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres
    o in deren Familie mindestens ein Elternteil oder Geschwisterkind Typ-1-Diabetiker ist

    Interessierte Familien können sich melden bei der

    Forschergruppe Diabetes der Technische Universität München
    Leitung Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler
    Lehrstuhl Diabetes und Gestationsdiabetes
    Kölner Platz 1, 80804 München
    Kostenlose Tel. 0800-8284868
    E-Mail: TEENDIAB@lrz.tu-muenchen.de

    oder beim

    Kinderkrankenhaus auf der Bult
    Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche
    Leitung: Prof. Dr. Olga Kordonouri
    Studienkoordinatorin: Sarah Bläsig
    Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover
    Telefon: 0511 8115-3340 oder -3342
    E-Mail: TEENDIAB@hka.de

    Weitere Informationen: http://www.teendiab.de

    Pressekontakt:
    Christine Huber
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    -------------------------------------------------
    Forschergruppe Diabetes
    der Technischen Universität München
    Leitung: Univ.-Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler

    Kölner Platz 1, 80804 München
    Tel. 089/ 3187 2547
    E-Mail: christine.huber@lrz.uni-muenchen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.teendiab.de - Weitere Informationen zur TEENDIAB-Studie
    http://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net - Weitere Informationen zum Kompetenznetz Diabetes mellitus und zur TEENDIAB-Studie


    Anhang
    attachment icon TEENDIAB-Flyer für interessierte Familien

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


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