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24.02.2011 08:43

Vernetzte Krebsforschung: Fraunhofer IBMT schafft Zugang zu Biobanken im EU-Projekt »p-medicine«

Dipl.-Phys. Annette Maurer Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT

    Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT bringt seine Expertisen auf dem Gebiet der Biobanken, der klinischen Datenerhebung und Datenintegration ein.

    »Personalisierte Medizin« heißt die neue Devise in der Gesundheitsforschung und der Gesundheitsversorgung: Molekularbiologische und klinische Daten eines Patienten sollen stärker verknüpft, verarbeitet und genutzt werden, um Diagnosen früher zu stellen und den Patienten mit einer auf ihn abgestimmten Therapie wirksamer und nebenwirkungsärmer zu behandeln. Neue und stetig wachsende Erkenntnisse aus den Grundlagenwissenschaften führen zu einem immensen Anstieg biologischer, genetischer und molekularer Erkenntnisse und Daten, die möglichst schnell mit Daten aus der klinischen Medizin vernetzt werden müssen. Ein im Februar 2011 gestartetes Großforschungsprojekt der Europäischen Union soll in der Krebsforschung und Krebstherapie dabei helfen.

    Um die individuelle Therapie für Krebspatienten zu verbessern, sollen dem Arzt künftig umfangreiche Daten aus klinischen Studien (zunächst zu Nieren- und Brustkrebs sowie Leukämie) die Computer-Simulation der Tumorerkrankung erlauben und damit seine Therapieplanung entscheidend unterstützen. Gleichzeitig sollen Patienten mit Computer-Anwendungen (»Apps«) besser informiert und bei ihren Entscheidungen über ihre Behandlung und die Verwendung ihres Tumormaterials für die Forschung unterstützt werden.

    Eine innovative Datenmanagementplattform wird patientenbezogene klinische Daten, bildgebende Daten aus der Radiologie, Labor- und molekulargenetische Daten eines Patienten unter Berücksichtigung des Datenschutzes zusammenführen und auch für die klinische Krebsforschung nutzbar machen. Für die Forscher wird diese Datenbasis durch den Zugang zu Tumormaterial der Patienten entscheidend ergänzt. Als zentraler IT-Partner und Mitinitiator des Projekts »p-medicine« bringt das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT seine langjährige Expertise auf dem Gebiet der Biobanken, der klinischen Datenerhebung und Datenintegration ein. So werden im Arbeitspaket »Zugang zu Biobanken« mit Fraunhofer-Know-how die Tumorbanken der Partner unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Probenspender und der Autonomie der beteiligten Biobanken vernetzt.

    Im Projekt »p-medicine« arbeiten die Arbeitsgruppen »Telematik & Intelligente Gesundheitssysteme« (St. Ingbert) und »Biodatenbanken« (Potsdam-Golm) des Fraunhofer IBMT mit 19 weiteren Partner-Institutionen aus Europa, Israel und Japan zusammen. Die EU fördert das Projekt im 7. Forschungsrahmenprogramm über vier Jahre mit 13,3 Millionen Euro.

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Inform. Stephan Kiefer
    Telefon: +49 (0) 6897 / 980 - 156
    E-Mail: stephan.kiefer@ibmt.fraunhofer.de

    Dr. Christina Schröder
    Telefon: +49 (0) 331 / 58187 - 227
    E-Mail: christina.schroeder@ibmt.fraunhofer.de

    Über das Fraunhofer IBMT
    Als international führender Technologieentwickler für den Aufbau intelligenter Biobank-Systeme und die Kryokonservierung biologischer Materialien sowie als Träger der zentralen Biobankinfrastruktur für molekularpathologische Forschung CRIP ist das Fraunhofer IBMT Partner und Dienstleister zahlreicher Biobanken und der gesamten Humanproben-basierten biomedizinischen Forschung.
    www.ibmt.fraunhofer.de


    Über »p-medicine«
    »p-medicine« (für »personalized medicine«) vereint 20 Partner in einem auf vier Jahre angelegten »large scale integrating project« im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union und wird von Prof. Dr. Norbert Graf vom Universitätklinikum des Saarlandes koordiniert.
    www.p-medicine.eu


    Weitere Informationen:

    http://www.ibmt.fraunhofer.de
    http://www.ibmt.fraunhofer.de/fhg/ibmt/biomedizintechnik/telematik_intelligente_...
    http://www.crip.fraunhofer.de/en/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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