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01.03.2011 11:54

Professor für Orthopädie berufen – Neue Schwerpunkte in der Patientenversorgung und Forschung

Jens Müller M.A. Medizinische Fakultät / UKH
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat einen neuen Professor für Orthopädie berufen. Professor Dr. Karl-Stefan Delank (bisher Universität Köln) wird neue Schwerpunkte in der Patientenversorgung und Forschung setzen.

    Professor Dr. Karl-Stefan Delank ist ab dem 1. März 2011 Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Orthopädie. Bisher war der gebürtige Bochumer Leitender Oberarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universität Köln, an der er seit 2002 beschäftigt war. Er löst damit Professor Dr. Werner Hein ab, der in den Ruhestand gegangen war. Zwischenzeitlich hatte PD Dr. David Wohlrab die Klinik kommissarisch geleitet. Professor Delank sagt, dass ihm die Entscheidung für Halle leicht gefallen sei: „Zum einen besitzt die Klinik bereits heute national und international einen guten Ruf auf dem Gebiet der Endoprothetik und zum anderen bin ich überzeugt, dass der Standort ein großes Entwicklungspotenzial hat.“

    Mit seiner Berufung fällt ihm auch die Aufgabe der Leitung des „Departments für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie“ zu. Die Zusammenarbeit der Kliniken im Rahmen der Departmentstruktur stellt eine besondere Herausforderung dar. Professor Delank sieht hier eine einmalige Chance gemeinsam mit Dr. Holger Siekmann, komm. Direktor der Universitätsklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Synergieeffekte zu nutzen, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die ökonomische Beständigkeit beider Fächer zu sichern.

    Er werde neben der Fokussierung der Orthopädie auf die Endoprothetik – also den Einsatz neuer Hüft-, Knie- und Schultergelenke – weitere Schwerpunkte in der Patientenversorgung etablieren. „Ich werde die Tumorchirurgie ausbauen“, sagte der Orthopäde. Neben den primären Knochenkrebserkrankungen wolle er auch den Blick auf die Chirurgie der Knochenmetastasen richten. Durch die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen und der damit einher gehenden steigenden Lebenserwartung erhalte die Behandlung von Metastasen in den Knochen eine höhere klinische Bedeutung.

    In der Wirbelsäulenchirurgie sollen die Therapieverfahren individueller auf die Patienten zugeschnitten werden, damit die Operationsverfahren für die Patienten schonender eingesetzt werden können. „Das bringt langfristig bessere Ergebnisse für die Patienten“, begründet Professor Delank. Neben der differenzierteren Indikationsstellung möchte er minimal-invasive Verfahren in der Wirbelsäulenchirurgie etablieren. Dabei wird u. a. der Einsatz eines neuen OP-Navigationssystems helfen. Ingesamt wolle er die Kontakte mit den niedergelassenen Ärzten, unter anderem durch gemeinsame Weiterbildungen und feste Ansprechpartner in seiner Klinik, intensivieren.

    Im Bereich der Forschung möchte Professor Delank neben der Fortführung bestehender Forschungsprojekte der Klinik verstärkt das Ganglabor nutzen, das ausgebaut und künftig zudem auch für die klinische Anwendung intensiver genutzt werden soll. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Biomechanik, insbesondere die Biomechanik der Wirbelsäule, und die orthopädische Tumorchirurgie. An dem von ihm federführend mit etablierten internationalen Wirbelsäulenregister („Spine tango“) wird sich zukünftig auch die Hallenser Klinik aktiv beteiligen. Dabei können verschiedene Behandlungsmethoden mit großen Patientenzahlen dokumentiert und deren Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet werden.

    Zum Lebenslauf

    Der 44-Jährige studierte in Gießen und München Medizin. An der TU München promovierte er 1995 über „Die operative Versorgung von Wirbelfrakturen des thorakolumalen Übergangs. Dorsale Stabilisation versus dorsoventrale Fusion.“ An der Medizinischen Fakultät der Universität Köln habilitierte Professor Delank 2006 über „Funktionelle Veränderungen des lumbalen Bewegungssegmentes bei der Dekompression und Stabilisation der lumbalen Spinalkanalstenose.“ Seine Facharztausbildung erhielt er in Bochum und Mainz.

    Der verheiratete Vater von vier Kindern ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er hat die Schwerpunktbezeichnung Rheumatologie und die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, Chirotherapie und Spezielle Orthopädische Chirurgie und Spezielle Unfallchirurgie.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


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