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18.03.2011 14:28

Innovativer Assistent soll sprachliche und kulturelle Hürden in der Gesundheitsversorgung überwinden

Meike Mossig Pressestelle
Universität Bremen

    BIPS evaluiert in der TEKSAS-Studie zusammen mit türkischen und deutschen Mitbürgern einen digitalen Gesundheitsassistenten, der derzeit am DAI-Labor der TU Berlin entwickelt wird

    Zusammen mit dem AOK-Bundesverband und dem DAI-Labor der TU Berlin entwickelt das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen (BIPS) einen Gesundheitsassistenten für Migranten. Der technologische Gesundheitsassistent soll zunächst türkischen Migranten bei der Förderung ihrer Gesundheit Unterstützung bieten.

    Schon während der Entwicklung wird das mehrsprachige System einer umfangreichen Praxisprüfung unterworfen, die vom BIPS in den kommenden Wochen gestartet wird. Dazu sucht das Bremer Institut türkische und deutsche Familien, die sich an dem Projekt beteiligen und dabei helfen sollen, den Assistenten kultursensibel, lebensnah und benutzerfreundlich zu gestalten.

    Mit dem Gesundheitsassistenten können sich Migranten auch in ihrer Muttersprache übersichtlich über Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas informieren. Sie erfahren nicht nur Aktuelles über Vorbeugung und gesunde Lebensweise, sondern werden vom Assistenten auch in ihren individuellen Gesundheitszielen unterstützt. Nutzer können so auf einfache Weise ihren Gesundheitszustand überwachen und erhalten individuell abgestimmte Tipps und Anweisungen.

    Für die Evaluation in TEKSAS können die Familien ihre Verbesserungsvorschläge zum Gesundheitsassistenten einbringen. Neben Bedienung und Verständnis geht es dabei auch um inhaltliche und kulturelle Belange. Mit dieser Bedarfsanalyse soll gewährleistet werden, dass der Assistent später eine möglichst große Zahl von Nutzern anspricht.

    Das BIPS ist seit dreißig Jahren in der Gesundheitsforschung aktiv. Das Institut untersucht den Gesundheitszustand in der Bevölkerung, forscht nach den Ursachen für Krankheiten und entwickelt neue Konzepte zur Vorbeugung. Dabei steht das BIPS immer wieder in engem Kontakt mit Bremer Einrichtungen und der Bevölkerung. Seit 2008 ist das BIPS assoziiertes Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

    Weitere Informationen:
    Universität Bremen
    BIPS – Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin
    Anna Reeske
    Tel.: 0421 218 56914
    E-Mail: reeske@bips.uni-bremen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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