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01.04.2011 14:40

Toulouse plant den Aufbau einer Demonstrationsanlage für die weiße Biotechnologie

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

    Insgesamt 270 Forscher des französischen Instituts für Agrarforschung (INRA), des französischen Instituts für angewandte Wissenschaften (INSA) und des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) werden künftig gemeinsam im Labor für biologische System- und Verfahrenstechnik (LISBP) in Toulouse zusammenarbeiten.

    Im Rahmen der Initiative „Exzellenzlaboratorien“ des Programms für Zukunftsinvestitionen erhält das LISBP 23,5 Millionen Euro für die kommenden 10 Jahre. 20 Millionen Euro stehen allein dem Bau einer vorindustriellen Demonstrationsanlage im Bereich der weißen Biotechnologien [1] zur Verfügung - das Toulouse White Biotechnology (TWB). Mit Hilfe dieser Anlage sollen künftig die Forschungsergebnisse auf biologischer und wirtschaftlicher Ebene getestet werden, bevor sie in die industrielle Anwendung gehen. Am TWB werden neue Biokraftstoffe (die nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren), neue chemische Zwischenprodukte, Biopolymere und Biomaterialen geprüft. Diese neue Einrichtung wird von einem Konsortium aus 15 Unternehmen (Total, L'Oréal, Michelin, Veolia, Sofiprotéol, Roquette, Syral,…), 3 Geldgebern (Aba, Seventure, Sofinnova) und 2 Pôles de Compétitivité geleitet. Das LISBP erhielt weitere 3,5 Millionen Euro Fördergeld für das Forschungsprojekt Synthacs, dessen Ziel darin besteht, neue biologische Stoffe als Ersatz für die Petrochemie zur Herstellung von Methionin (eine Aminosäure für die Herstellung von Tiernahrung) zu finden.

    [1] Die Weiße Biotechnologie, auch Industrielle Biotechnologie genannt, ist der Bereich der Biotechnologie, der biotechnologische Methoden für industrielle Produktionsverfahren einsetzt.

    Quelle: "Toulouse va construire un démonstrateur de biotechnologies industrielles", Artikel aus Les Echos – 22.03.2011

    Redakteur: Etienne Balli, etienne.balli@diplomatie.gouv.fr


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


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