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11.04.2011 16:27

Richtfest für den Neubau der Pathologie

Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

    Universitätsklinikum Heidelberg erweitert das größte Institut seiner Art in Deutschland / Führend bei der molekularen Gewebediagnostik

    Am Montag, dem 11. April 2011, hat das Universitätsklinikum Heidelberg Richtfest für das neue Gebäude des Pathologischen Instituts gefeiert, das im nächsten Jahr bezogen werden soll. Unmittelbar an den baulich intakten Flachbau, in dem die Hörsäle und der Sektionsbereich untergebracht sind, schließt sich nun der sechsstöckige Neubau an. Auf über 3.000 Quadratmetern Fläche wird er Labors und Diensträume, die sich bislang noch in dem sanierungsbedürftigen sechsgeschossigen Hochhaus nebenan befinden, für die etwa 200 Mitarbeiter beherbergen. Die Gesamtkosten in Höhe von 19,5 Millionen Euro übernimmt das Land Baden-Württemberg, 75 Prozent der Mittel stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm.

    „Mit dieser Baumaßnahme sichert das Universitätsklinikum Heidelberg einmal mehr seine Spitzenposition in Deutschland“, sagte die Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan. Das 1964 auf dem Campus Neuenheimer Feld errichtete Hochhaus des Instituts konnte nicht wie erforderlich saniert werden, erklärte Rolf Stroux, Leitender Baudirektor des Universitätsbauamtes Heidelberg: „Der Neubau war deshalb dringend erforderlich.“

    Gewebeproben stammen auch von Krankenhäusern aus der Region

    Die Pathologie besteht aus drei Abteilungen: Allgemeine Pathologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Peter Schirmacher), Neuropathologie (Professor Dr. Andreas von Deimling) und Angewandte Tumorbiologie (Professor Dr. Magnus von Knebel Doeberitz). Es ist das bundesweit größte Universitäts-Institut seiner Art. Jedes Jahr werden hier über 62.000 eingesandte Gewebeproben untersucht.

    Oft geht es dabei um Minuten – wenn etwa bei der Operation von Krebspatienten ein „Schnellschnitt“ analysiert werden muss, der klärt, ob der Tumor komplett entfernt ist. Nicht nur Gewebeproben aus dem Klinikum, sondern auch aus 20
    weiteren Krankenhäusern und vielen Fachpraxen in der Region werden hier analysiert. Hinzu kommen etwa 1.000 Proben jährlich, zu denen das Institut um eine Zweitmeinung gefragt wird.

    In der molekularen Gewebediagnostik von Erkrankungen ist das Institut bundes-weit führend und verfolgt zukunftsweisende Forschungsansätze vor allem bei Krebserkrankungen, wie etwa im hier angesiedelten Sonderforschungsbereich „Leberkrebs – von den molekularen Entstehungsmechanismen bis zur gezielten Therapie“. Mitarbeiter des Instituts entwickeln neue diagnostische Verfahren zum Tumornachweis oder auch Ansätze, um Tumorzellen besser abzutöten. Für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) betreibt die Pathologie die zentrale Gewebebank des Standortes. Nicht zuletzt spielt das Institut eine wichtige Rolle bei der Ausbildung von Medizin-Studenten, die unter anderem bei den rund 250 Obduktionen im Jahr mit den Krankheiten des menschlichen Körpers vertraut gemacht werden.

    Ansprechpartner:
    Professor Dr. P. Schirmacher
    Pathologisches Institut
    Im Neuenheimer Feld 220/221
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221/56 26 00
    Fax: 06221/56 52 51
    E-Mail: Peter.Schirmacher@med.uni-heidelberg.de


    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
    Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    www.klinikum.uni-heidelberg.de

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 45 36
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

    sims


    Weitere Informationen:

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Pathologie.106594.0.html Heidelberger Universitäts-Pathologie


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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