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21.04.2011 16:11

Pflegewissenschaftlerin der Universität Witten/Herdecke gewinnt renommiertes Stipendium

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Nina Kolbe erhält den Nurse Training Fellowship Grant der Heart Failure Association und darf nun mit einem Team internationaler Experten forschen

    Nina Kolbe, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, hat den „Nurse Training Fellowship Grant“ der Heart Failure Association (HFA) der European Society of Cardiology (ESC) gewonnen.

    Durch dieses renommierte Stipendium erhält Nina Kolbe die Möglichkeit, gemeinsam mit Prof. Dr. Tiny Jaarsma und ihrer Forschungsgruppe von der Universität Linköping (Schweden) ein Forschungsprojekt in Deutschland zum Themenkomplex Pflege bei Menschen mit Herzinsuffizienz durchzuführen. „Ich freue mich wahnsinnig über diese Förderung“, sagt die Stipendiatin. „Dadurch erhalte ich die Chance, von ausgewiesenen internationalen Experten im Forschungsfeld der Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz zu lernen und meine methodischen Fähigkeiten zu erweitern. Neben der Möglichkeit, das internationale Netzwerk auszubauen, finde ich besonders schön, dass dieses Forschungsstipendium der HFA auf die Praxisentwicklung fokussiert und neben dem empirischen Anteil der zweite Schwerpunkt auf der Entwicklung einer Arbeitshilfe für die Pflegepraxis liegt. So fließen die Ergebnisse direkt in die Versorgung und Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz ein.“

    Ziel der Ausschreibung des Stipendiums ist es, ein Forschungsprojekt in einem Land durchzuführen, in dem Entwicklungsbedarf in der pflegerischen Begleitung und Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz besteht. Dies ist in Deutschland der Fall: Während international spezialisierte Pflegekräfte die Schlüsselfunktion in der interdisziplinären Begleitung einnehmen und durch transsektorale Versorgungsangebote die Betroffenen und ihre Familien in den Alltag begleiten, ist die Versorgung und Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz in Deutschland eher unzureichend. Zwar gibt es bereits Weiterbildungsangebote für Pflegeexperten für Menschen mit Herzinsuffizienz, doch kämpfen die Absolventen mit den bestehenden Strukturen des Gesundheitssystems. Dieses ist noch immer in vielen Bereichen auf die Akutversorgung ausgerichtet und entspricht nicht dem Bedarf von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Wissenschaftlich arbeiten nur wenige Pflegende an dieser Thematik, Studien sind zumeist medizingeleitet, pflegewissenschaftliche Studien eher selten.

    Nina Kolbe beschäftigt sich seit ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema der Versorgung und Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz aus pflegewissenschaftlicher Sicht. Da in der Forschergruppe um Prof. Jaarsma derzeit ein Schwerpunkt auf dem Thema Herzinsuffizienz und Sexualität liegt, hat Nina Kolbe einen Forschungsentwurf zum Thema „Sexual counselling in patients with heart failure: developing a practical and valid method for daily practise“ erarbeitet und sich damit erfolgreich bei der HFA beworben.

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema:
    http://www.escardio.org/communities/HFA/education/Pages/nurse-training-fellowshi...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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