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02.05.2011 12:33

Damit Kinderherzen schlagen - Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai

Thomas Krieger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

    Jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren. Eine bundesweite Qualitätssicherung für die Behandlung angeborener Herzfehler startet noch in diesem Jahr.

    Die im vergangenen Jahr abgeschlossene Studie „Prävalenz angeborener Herzfehler“ (PAN) hat ergeben, dass in Deutschland jedes Jahr 7.000 bis 8.000 Kinder mit einer Fehlbildung des Herzens oder der herznahen Gefäße geboren werden. Damit ist jedes 100. neugeborene Kind betroffen und der angeborene Herzfehler die bei weitem häufigste angeborene Organerkrankung.

    Die Behandlung dieser Patienten in Deutschland ist auf höchstem internationalem Niveau und soll zum ersten Juli dieses Jahres durch die Etablierung einer nationalen Qualitätssicherung aller Eingriffe noch weiter verbessert werden. Ab diesem Tag werden bundesweit in allen 80 deutschen Herzzentren Daten zu Behandlungsmethoden und -erfolgen erfasst und miteinander verglichen. Darüber informierten anlässlich des Tages des herzkranken Kindes am 5. Mai die Fachgesellschaften der deutschen Herzchirurgen und der deutschen Kinderkardiologen. Zugleich legten sie Zahlen zur Häufigkeit und Verteilung angeborener Herzfehler vor.

    Pro Jahr werden in Deutschland über 5.500 Operationen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler durchgeführt. Rund 50 Prozent dieser Eingriffe erfolgen bereits im Säuglingsalter. Die Sterblichkeitsrate bei diesen Eingriffen konnte in den letzten 15 Jahren von 4,2 auf 2,8 Prozent gesenkt werden. Ferner werden rund 5.000 therapeutische Eingriffe pro Jahr im Rahmen von Herzkatheteruntersuchungen bei Kindern vorgenommen. Mit den genannten Maßnahmen wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass heute zwischen 85 und 90 Prozent der Betroffenen das Erwachsenenalter erreichen.

    „Die vergleichende Qualitätssicherung ist ein Meilenstein in der Behandlung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern und wird zur kontinuierlichen Verbesserung der Behandlung dieser Menschen beitragen“, ist sich Professor Friedrich Wilhelm Mohr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), sicher. Ab dem 1. Juli 2011 werden mit Einwilligung der Patienten oder ihrer Eltern Daten zum Behandlungsverlauf erhoben und die Behandlungsergebnisse nach dem medizinischen Eingriff ausgewertet. „Die Daten eröffnen die Möglichkeit, den Behandlungsverlauf sowohl kurz- als auch mittelfristig zu bewerten, Nutzen und Risiken der verschiedenen Verfahren abzuwägen und fundierte Kriterien für den Einsatz der unterschiedlichen Behandlungsoptionen zu erarbeiten“, sagte Professor Felix Berger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie (DGPK).

    Der Tag des herzkranken Kindes wurde 1994 vom Bundesverband herzkranker Kinder initiiert. Seitdem wird jährlich am 5. Mai auf die Probleme von herzkranken Kindern und die medizinische Entwicklung in der Behandlung hingewiesen. Eine Übersicht zu den diesjährigen Veranstaltungen ist im Internet unter http://www.bvhk.de im Bereich „Veranstaltungen“ zu finden.

    Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) vertritt als medizinische Fachgesellschaft die Interessen der über 950 in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Kardiovaskularchirurgen im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. In der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) sind die fast 700 in Deutschland tätigen Kinderkardiologen organisiert.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgthg.de
    http://www.kinderkardiologie.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


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