idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
04.05.2011 16:54

HNO-Experten tagen zu künftigen Herausforderungen in der

Medizin - Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

    Freiburg - Vom 1. bis 5. Juni 2011 findet in Freiburg die 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC) statt. Experten informieren in mehr als 800 Vorträgen über neueste Therapien und Erkenntnisse zu Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen wie Hör-, Schmeck- und Riechverlust. Im Fokus der diesjährigen Tagung stehen seltene HNO-Erkrankungen und Tumore im Kopf- und Halsbereich. Die Ärzte diskutieren außerdem über die Zukunft und Bedeutung der plastischen und ästhetischen Chirurgie. Auf einem Patiententag am 4. Juni 2011 informiert die DGHNO KHC Patienten und Interessierte über Nasenatmungs- und Nasennebenhöhlenprobleme.

    Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist ein vielfältiges Fach: Sie grenzt an andere medizinische Fachbereiche wie Kinderheilkunde, Orthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Dermatologie und Allergologie an: „Der diesjährige Kongress soll dem vielfältigen Aufgabengebiet unseres Fachgebietes Rechnung tragen. Deshalb sind die Themen und jeweiligen Vorträge sehr breit und interdisziplinär aufgestellt“, erklärt Professor Dr. med. Dr. h. c. Roland Laszig, Präsident der DGHNO KHC, aus Freiburg. Gemäß dem diesjährigen Kongress-Motto „Zukunft gestalten“ diskutieren Experten über künftige inhaltliche und berufliche Herausforderungen in der HNO-Heilkunde. Neben neuesten Therapiekonzepten und Operationsmethoden bei Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen von Hals, Nase und Ohr stehen Stimm-, Sprach- und Sprechstörungen auf dem Programm.

    Einen besonderen Themenschwerpunkt bilden seltene Erkrankungen wie beispielsweise die Wegener Granulomatose. Unter dieser gefährlichen Gefäßerkrankung leiden rund 4000 Bundesbürger, mit schweren Folgen: Häufig beginnt sie mit Entzündungen der unteren und oberen Atemwege, die bald auf Organe wie Augen und Nieren übergehen. Dies schränkt die Durchblutung des betroffenen Gewebes ein, was ohne Therapie zum Tode führen kann. Krankheiten gelten als selten, wenn weniger als einer unter 2000 Menschen betroffen ist – in Deutschland leiden etwa 3 Millionen Menschen unter einer seltenen Erkrankung. „Patienten können oft nicht adäquat versorgt werden, da ihre Krankheit unzureichend erforscht ist und nur geringe Erfahrungen in Klinik und Praxis existieren“, sagt Professor Laszig, Direktor der Universitätsklinik für HNO des Universitätsklinikums Freiburg. „Eine gute interdisziplinäre Diagnostik aufgrund einer soliden Forschungsbasis kann die Symptome und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und zugleich mögliche Folgeerkrankungen verhindern“. Oft haben seltene Erkrankungen einen genetischen Ursprung wie auch bei Morbus Osler, einer krankhaften Erweiterung der Blutgefäße in Nase, Mund und Gesicht. Daher liegt ein weiterer Fokus der Tagung auf zellbiologischen Erkenntnissen in der Forschung, insbesondere der Stammzellbiologie, die künftig eine entscheidende Rolle – insbesondere in der Therapie von Kopf- und Halstumoren – spielen wird.

    Darüber hinaus betrachten die Fachärzte die bevorstehenden strukturellen Veränderungen in der HNO-Heilkunde in Deutschland und Europa. Insbesondere für die HNO-Chirurgie und deren national gewachsene Qualitätsstandards befürchten die Experten einen Qualitätsverlust. „Derzeitige Bestrebungen der EU, die Leistungs- und Qualifikationskriterien in der plastischen und ästhetischen Chirurgie zu standardisieren, könnten Patienten in Zukunft zum Nachteil gereichen“, erläutert Laszig.

    Am Samstag, den 4. Juni 2011 bieten die Veranstalter einen Patiententag an, wo sich Interessierte von 15.00 bis 17.00 Uhr im HNO-Saal der Universitätsklinik für HNO-Heilkunde in Freiburg über Ursachen, Folgen und Therapien bei Nasenatmungs- und Nebenhöhlenproblemen informieren können. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung nicht notwendig. Weitere Informationen zur Jahresversammlung finden Interessierte unter www.hno.org.

    Terminhinweise

    82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
    Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC)
    Termin: 1. bis 5. Juni 2011
    Ort: Konzerthaus Freiburg / Cinemaxx Freiburg

    Kongress-Pressekonferenz
    Termin: Dienstag, 31. Mai 2011, 11.00 bis 12.00 Uhr
    Ort: Novotel am Konzerthaus, Raum Colmar, Konrad Adenauer Platz 2, 79098 Freiburg

    Patiententag
    Thema: Was tun bei Nasenatmungs- und Nasennebenhöhlenproblemen?
    Termin: 4. Juni 2011, 15.00 bis 17.00 Uhr
    Ort: Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HNO-Hörsaal, Kilianstraße 5, 79106 Freiburg

    Ihr Kontakt für Rückfragen:

    Pressestelle der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC:
    Anna Julia Voormann / Christina Seddig
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931-442
    E-Mail: seddig@medizinkommunikation.org


    Weitere Informationen:

    http://www.hno.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).