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16.05.2011 12:11

Neue Impulse für die Stammzellenforschung

Dipl.-Phys. Axel Bauer Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

    Die Nutzung von Stammzellen erfährt in der Medizin eine immer größere Bedeutung. Die Forschung sucht nach Wegen, aus Stammzellen Organe zu züchten. Dazu müssen zunächst die für das Zellwachstum notwendigen Voraussetzungen erforscht werden. Dieser Aufgabe widmen sich nun das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin MPI-MBM.

    Im Januar 2011 startete das Gemeinschaftsprojekt ComPass mit einer Fördersumme von 1,8 Mio. Euro. Ziel ist es, Grundlagenwissen im Bereich der Stammzellenforschung in die Anwendung zu führen. Bis Ende 2013 will das interdisziplinäre Forscher-Team Stammzellnischen mitsamt ihrer Umgebung in vitro züchten. Dabei obliegt dem Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin mit der Gruppe von Prof. Ralf Adams die Grundlagenforschung, wie beispielsweise die Identifizierung von Wachstumsbedingungen für Stammzellen. Die Wissenschaftler des Fraunhofer ILT um Dr. Arnold Gillner und des Fraunhofer IPA mit der Gruppe von Christian Reis entwickeln die Technologie zum Aufbau eines dreidimensionalen mehrschichtigen Stammzell-Testsystems. Im Vordergrund steht dabei die Frage der genauen Zellpositionierung und deren Einfluss auf die Gewebebildung: Wie müssen unterschiedliche Zelltypen angeordnet sein, damit sie sich selbst zu einer Nische organisieren? Des Weiteren entwickeln die Fraunhofer-Forscher eine Bildbearbeitungs-Software, durch die eine einfache Analyse der in vitro Stammzellnische möglich wird.

    Durch die Aufklärung der Funktionsweise von adulten Stammzellen können im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts neue therapeutische Ansätze erarbeitet werden, beispielsweise zur Bekämpfung von Leukämie. Langfristig verfolgen die Projektpartner die Vision, Organe aus patienteneigenen Zellen in vitro zu züchten.

    Auf der LASER World of Photonics vom 23. bis 26. Mai 2011 in München können sich Besucher einen ersten Eindruck von dem Verfahren zum Aufbau eines Stammzell-Testsystems verschaffen. Die Aachener Forscher präsentieren dort auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand 330 in Halle C2 erstmalig ein kompaktes System zum laserunterstützten Drucken von Zellen und Proteinen, das für den Einsatz im Biolabor geeignet ist.


    Ansprechpartner im Fraunhofer ILT

    Dipl.-Biol. Dominik Riester
    Biotechnik und Lasertherapie
    Telefon +49 241 8906-529
    dominik.riester@ilt.fraunhofer.de

    Dipl.-Phys. Michael Ungers
    Sensorik
    Telefon +49 241 8906-281
    michael.ungers@ilt.fraunhofer.de

    Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
    Steinbachstraße 15
    52074 Aachen
    Tel. +49 241 8906-0
    Fax. +49 241 8906-121

    Ansprechpartner im Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin MPI:

    Prof. Dr. Ralf H. Adams
    Tissue Morphogenesis
    Röntgenstrasse 20
    48149 Münster
    Telefon +49 251 70365–400
    Fax +49 251 70365–499
    presse@mpi-muenster.mpg.de

    Ansprechpartner im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

    Dipl.-Biol. Christian Reis
    Mechatronik und Prozesstechnik
    Nobelstraße 12
    70569 Stuttgart
    Telefon +49 711 970-1206
    Fax +49 711 970-1005
    Christian.Reis@ipa.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    http://>www.ilt.fraunhofer.de<;
    http://>www.mpi-muenster.mpg.de<;
    http://>www.ipa.fraunhofer.de<;


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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