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17.05.2011 15:30

Funktionalisierte Kunststoffe in der Medizintechnik: Innovationsimpuls für den Mittelstand

Anette Mack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Steinbeis-Europa-Zentrum

    Clusterakteure diskutieren Innovationstrends in Tuttlingen

    Am 17. Mai 2011 fanden sich rund 60 Teilnehmer an der Hochschule Furtwangen in Tuttlingen ein, um beim Cluster-Workshop „Funktionalisierte Kunststoffe in der Medizintechnik: Innovationsimpuls für den Mittelstand“ über die Zukunftschancen von funktionalisierten Kunststoffen im Land zu diskutieren und gemeinsame Zukunftsvisionen zu entwickeln. Veranstaltet wurde der Workshop vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum und der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH mit Unterstützung der Hochschule Furtwangen.

    In einem sich ständig wandelnden globalen Umfeld haben Unternehmen und Regionen nur dann eine Chance auf dauerhaften Erfolg, wenn sie sich rechtzeitig auf neue Entwicklungen einstellen und eine aktive Rolle in der Zukunft spielen. Innovative Cluster sind als „lokale Knoten globaler Wissensflüsse“ eine wichtige Quelle für neue Erkenntnisse und technologische Entwicklungen und haben damit einen großen Einfluss auf Wachstum und Beschäftigung einer Region.

    "Wohlstand und zukunftssichere Arbeitsplätze in unserem Land sind in hohem Maße abhängig von der Innovationsbereitschaft unserer Unternehmen", so Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, Leiter der Abteilung Innovation und Technologietransfer, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. "Gerade in der Medizintechnik, also in einer ausgewiesenen Querschnittsbranche, entstehen die meisten Innovationen an der Schnittstelle mehrerer Hochtechnologien wie beispielsweise der Mikrosystemtechnik, der Biotechnologie oder der Informationstechnologie. Erfolgreiche Medizintechnikunternehmen zeichnen sich daher insbesondere durch eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber Kooperationen mit anderen Unternehmen und Forschungsdienstleistern aus. Die Förderung solcher Kooperationen - auch über die Landesgrenzen hinaus - ist das wichtigste Ziel unserer Clusterpolitik insgesamt und die heutige Veranstal-tung leistet dazu ihren Beitrag".

    "Für die Hochschule Furtwangen liegen in der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft große Chancen. Dafür bieten das Innovationspotential und die Nachfrage nach Forschungsergebnissen der Wirtschaft einen guten Ansatzpunkt. Ich bin daher davon überzeugt, dass der Workshop auch in Zukunft einen wichtigen Impuls für die Region geben wird und sich als wichtiger Bestandteil einer Innovationsallianz etablieren wird", sagte Prof. Dr. Rolf Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen in seiner Begrüßung.

    „Funktionalisierte Kunststoffe ermöglichen neue Ansatzpunkte für die Medizin von Morgen. Ob neuer Werkstoff oder intelligente Form oder modifizierte Oberfläche: ein Zusammenspiel der kunststoffbezogenen Werkstoffwissenschaften und der medizintechnischen Anwendung bietet die Möglichkeit für eine Vielzahl von Innovationsansätzen. Der Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe der BIOPRO Baden-Württemberg spielt hier eine wichtige Rolle als Netzwerkpartner, um die Kompetenzen zusammen zu bringen", betonte Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH.

    Als Vertreter des Enterprise Europe Network und Projektleiter für Medizintechnologien am Steinbeis-Europa-Zentrum hob Hicham Abghay die Bedeutung der transnationalen Zusammenarbeit mit Forschungs- und Technologiepartnern in Europa hervor. „Das Enterprise Europe Network mit rund 600 Partnern in 48 Ländern bietet eine Vernetzung auf europäischer Ebene. Europäische Kooperationen versprechen für die Unternehmen in der Region strategische Vorteile im weltweiten Wettbewerb. Innovationen gehen über nationale Grenzen hinweg – nur gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn können wir hier Lösungen erarbeiten“, so Abghay in seinem Vortrag. Abghay stellte das EU-Programm Gesundheit und das EU-Programm Nanotechnologien, -materialien und neue Produktionstechnologien vor. Beide bieten innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU Finanzierung für Forschungskooperationen.

    Im Workshop wurden Technologietrends, Zukunftsmärkte und europäische Initiativen rund um die Verwen-dung von funktionalisierten Kunststoffen in der Medizintechnik vorgestellt und diskutiert. Möglichkeiten strategischer Partnerschaften wurden aufgezeigt; einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Technologie- und Clustertrends in Europa“, die vom Steinbeis-Europa-Zentrum im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und im Rahmen des Enterprise Europe Network mit regionalen und europäischen Partnern in verschiedenen Querschnittstechnologiebereichen durchgeführt wird. Auf Grundlage der Clusterstrategie des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft, die die Förderung regionaler Cluster, landesweiter Netzwerke und internationa-ler Forschungs- und Innovationskooperationen in den Mittelpunkt stellt, entwickelten das Ministerium und das Steinbeis-Europa-Zentrum die Workshopreihe für ausgewählte strategisch wichtige Bereiche. Ziel der Workshops ist es, die Teilnehmer für die strategische Bedeutung der zukünftigen Entwicklungen in ihrem Umfeld zu sensibilisieren und eine Plattform für zukunftsfähige Innovations- und Technologiekooperationen zu bieten. Gemeinsam sollen internationale Technologietrends und Zukunftsmärkte identifiziert und daraus regionale Handlungsoptionen abgeleitet werden. Insbesondere der Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft in Baden-Württemberg soll befähigt werden, die Zukunft aktiv mit zu gestalten.

    Das Steinbeis-Europa-Zentrum – Ihr Partner für Innovation in Europa
    Der Europabeauftragte und seine operative Einheit, das Steinbeis-Europa-Zentrum, unterstützen die Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg seit 1990 bei der Akquisition europäischer Fördergelder, bei der Antragstellung, Durchführung und beim Projektmanagement von europäischen Projekten. Als Nationale Kontaktstelle für KMU in Baden-Württemberg im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bietet das SEZ Hilfestellung für kleine und mittlere Unternehmen. Für die Hochschulen steht es im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg als EU-Beratungsstelle zur Verfügung. Als Partner im Enterprise Europe Network ist das SEZ von der Europäischen Kommission damit beauftragt, Innovationen und den Technologietransfer zu stimulieren und vor allem kleine und mittlere Unternehmen in das 7. Forschungsrahmenprogramm zu integrieren.

    Die BIOPRO Baden Württemberg ist eine 100-prozentige Landesgesellschaft mit Sitz in Stuttgart und unterstützt als landesweit tätige Innovationsgesellschaft zielgerichtet Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Biotechnologie- und Life Sciences-Branche. Die Biotechnologie kann als Querschnittstechnologie einen erheblichen Beitrag zur Innovationsfähigkeit in etablierten Industrien leisten. Um diesen Prozess zu beschleunigen, hat die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH das branchenverbindende Wirtschaftsförderprogramm SYNPRO ins Leben gerufen. Die weiteren Tätigkeitsfelder der BIOPRO Baden-Württemberg sind Standortentwicklung und -marketing sowie Öffentlichkeitsarbeit.
    www.bio-pro.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin, Werkstoffwissenschaften
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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