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30.05.2011 13:14

Lebensbedrohliche Gefäßentzündung - Wegener-Granulomatose erkennen und behandeln

Medizin - Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

    Freiburg – In Europa leiden etwa fünf von 100 000 Menschen an der so genannten Wegener-Granulomatose. Bei der Gefäßerkrankung, die unbehandelt tödlich verlaufen kann, kommt es vor allem zu Entzündungen in Nase, Nasennebenhöhlen, Ohren, Lunge und Nieren. Für den HNO-Arzt in der Praxis ist die Diagnose dieser seltenen Erkrankung oft schwierig. Wie sich die Wegener-Granulomatose erkennen und erfolgreich behandeln lässt, diskutieren Experten auf der 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.

    Die Symptome der Wegener-Granulomatose sind nicht unbedingt außergewöhnlich: Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen, Krustenbildungen und Blutungen der Nasenschleimhaut, ein Erguss im Mittelohr – solche Krankheitszeichen sieht ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt jeden Tag. „Für den behandelnden Arzt ist es eine Herausforderung, die häufig unspezifischen Symptome dieser seltenen Erkrankung richtig zuzuordnen“, sagt Professor Petra Ambrosch, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie an der Universität Kiel im Vorfeld der HNO-Tagung.

    Die richtige Diagnose ist für den Patienten lebenswichtig. Denn bei dieser Gefäßerkrankung sind die harmlos wirkenden Krankheitssymptome erste Anzeichen einer chronischen Entzündung der kleinen und mittelgroßen Gefäße, die auch lebenswichtige Organe betrifft. In der Folge bilden sich Gewebeknoten, so genannte Granulome, beispielsweise in der Lunge. Auch die winzigen Gefäßknäuel der Niere, die so genannten Nierenkörperchen, werden in Mitleidenschaft gezogen. Bis in die 1980er Jahre hinein verlief die Krankheit meist tödlich.

    Welche Therapieverfahren die Lebenserwartung und -qualität verbessern und welche Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheit eine wesentliche Rolle spielen, erläutern HNO-Experten auf der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.

    Terminhinweise:

    82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
    Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC)
    Termin: 1. bis 5. Juni 2011
    Ort: Konzerthaus Freiburg / Cinemaxx Freiburg

    Kongress-Pressekonferenz
    Termin: Dienstag, 31. Mai 2011, 11.00 bis 12.00 Uhr
    Ort: Novotel am Konzerthaus, Raum Colmar, Konrad Adenauer Platz 2, 79098 Freiburg

    Freier Vortrag:
    Molekulare Signatur der gestörten Barrierefunktion der nasalen Mukosa bei Wegenerscher Granulomatose
    M. Laudien, R. Häsler, J. Wohlers, J. Böck et al., Kiel/Lübeck
    Termin: Freitag, den 3. Juni 2011, 17.30 bis 18.50 Uhr
    Ort: Konferenzraum 9 / Konzerthaus Freiburg

    Patiententag
    Thema: Was tun bei Nasenatmungs- und Nasennebenhöhlenproblemen?
    Termin: 4. Juni 2011, 15.00 bis 17.00 Uhr
    Ort: Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HNO-Hörsaal, Kilianstraße 5, 79106 Freiburg

    Themen und Referenten der Pressekonferenz:

    Die 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC in Freiburg – Highlights und Schwerpunkte
    Professor Dr. med. Dr. h.c. Roland Laszig, Präsident der DGHNO KHC, Direktor der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

    Cochlear Implantate gegen Tinnitus und einseitige Taubheit: Wie verbessert ein neues Behandlungsmodell die Hörqualität von Betroffenen?
    PD Dr. med. Susan Arndt, Oberärztin an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

    Behandlungsmethoden bei Glomustumoren im Mittelohr: Wann hilft eine Radiotherapie und wann sollte operiert werden?
    Prof. Dr. med. Carsten C. Bödeker, Oberarzt an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

    Operationen an Ohr, Nase und Gesichtshaut: Wie sieht die Zukunft der HNO-Fachärzte in der ästhetischen Chirurgie aus?
    Prof. Dr. med. Alexander Berghaus, Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Klinikum Großhadern, München

    Die zunehmende Bedeutung von Stammzellen in der Biologie und Therapie von Kopf- und Hals-Karzinomen
    Prof. Dr. med. Barbara Wollenberg, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Medizinischen Universität zu Lübeck, Lübeck

    Ihr Kontakt für Rückfragen:

    Pressestelle der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC:
    Anna Julia Voormann / Christina Seddig
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931-442
    E-Mail: seddig@medizinkommunikation.org
    www.hno.org


    Weitere Informationen:

    http://www.hno.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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