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06.06.2011 10:39

Gedenkfeier für Universitäts-Professor Dr. Wolfgang Trautwein

Irina Urig Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Die Fachrichtung Physiologie der Universität des Saarlandes lädt ein zur Akademischen Gedenkfeier zu Ehren des emeritierten Universitätsprofessors für Physiologie Dr. Wolfgang Trautwein, der am 7. April 2011 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Die Feier beginnt am Donnerstag, dem 16. Juni 2011, um 14.00 Uhr im Robert-Stämpfli-Hörsaal (Gebäude 59) auf dem Homburger Universitätscampus.

    Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführenden Professor der Fachrichtung Physiologie, Professor Dieter Bruns, und dem Grußwort des Dekans der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Menger, werden sieben ehemalige Kollegen, Weggefährten, Freunde und Schüler an Professor Wolfgang Trautwein erinnern und seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen und seinen Rang in der deutschen und internationalen Physiologie würdigen. Es sprechen die Professoren Josef Dudel (München), Robert F. Schmidt (Würzburg), Franz Hofmann (München), Gerhard Trube (Basel), Adolfo Cavalié (Homburg), Jürgen Hescheler (Köln) und Irene Schulz (Homburg). Dem Schlusswort von Professor Frank Zufall (Homburg) folgt ein Empfang.

    Der emeritierte Professor für Physiologie Wolfgang Trautwein wurde am 8. Januar 1922 in Kostanz geboren und studierte an den Universitäten Berlin, Würzburg, Gießen und Freiburg Medizin. Der Promotion in Gießen folgte die Habilitation in Heidelberg mit einer Studie über die Elektrophysiologie der Herzmuskelfaser. In seiner Heidelberger Zeit agierte er seit 1962 als Direktor des II. Physiologischen Instituts, zwischen 1967 und 1970 als Sprecher des Sonderforschungsbereichs 328 und 1969/70 als Dekan der Medizinischen Fakultät. Als Nachfolger Hermann Passows folgte er 1971 dem Ruf der Universität des Saarlandes und prägte rund zwei Jahrzehnte bis zu seiner Emeritierung am 31. März 1990 als Direktor das Profil des II. Physiologischen Instituts auf dem Homburger Campus. So gehörte er zum Homburger Sonderforschungsbereich 38 „Membranforschung“ und war zwischen 1986 und 1990 Sprecher des folgenden Sonderforschungsbereichs 246. Die enge Verbindung zur wissenschaftlichen Gemeinschaft pflegte er durch Gastaufenthalte und Vorträge rund um den Erdball.

    Bei seinen innovativen und international wegweisenden Forschungen beschrieb Professor Trautwein erstmals die elektrophysiologischen Eigenschaften des Sinusknotens des Herzens und die Charakterisierung der spontanen Aktionspotentiale sowie deren Regulation durch das vegetative Nervensystem. Entscheidende Fortschritte erbrachten auch seine Analyse der Ionenkanäle und die von ihm initiierte Signaltransduktionsforschung in der Physiologie. Professor Trautwein gehörte zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen an und war Ehrenmitglied der Deutschen und der Japanischen Gesellschaft für Physiologie, der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie und der American Cardiac Muscle Society. Er war Mitglied der Academia Europaea sowie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Honorarprofessor der Universität seiner Heimatstadt Konstanz sowie Träger des Paul-Morawitz-Preises der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung. Seinen Namen trägt auch der seit 2004 jährlich vergebene Preis der „Deutschen Gesellschaft für Kardiologie“.

    Weitere Informationen erteilt:
    Dr. Wolfgang Müller
    Universitätsarchiv
    Telefon: 0681 / 302-2699
    E-Mail: w.mueller@univw.uni-saarland.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    regional
    Personalia
    Deutsch


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