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10.06.2011 13:50

Internationales Netzwerk zur psychiatrischen Versorgungsforschung tagt erstmals in Neu-Ulm

Kristina Rudy Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Gemeinsame Presseinformation der Bezirkskliniken Schwaben und des Universitätsklinikums Ulm

    „Von den Unterschieden lernen“ – das haben sich Wissenschaftler aus ganz Europa auf die Fahnen geschrieben, die sich in dem internationalen Netzwerk „ENMESH“ zusammengeschlossen haben. Auf Einladung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg tagt das Netzwerk nun zum ersten Mal in der Region. Von Donnerstag, 23. Juni bis Samstag, 25. Juni präsentieren etwa 250 Forscher aus ganz Europa, aber auch aus Übersee, im Edwin-Scharff-Haus (Silcherstraße 40, Neu-Ulm) in rund 200 Beiträgen (Plenarvorträge, Symposien, Vorträge) ihre aktuellen Arbeiten.

    „ENMESH“ steht für „European Network for Mental Health Service Evaluation“ und wurde 1991 unter der Schirmherrschaft des europäischen Büros der Weltgesundheitsorganisation WHO gegründet. Ziele sind unter anderem der regelmäßige Austausch über laufende Forschungsaktivitäten und die Information über wichtige Erkenntnisse im Bereich der psychiatrischen Versorgungsforschung. Eine internationale Konferenz wie in Neu-Ulm/Günzburg findet alle zwei Jahre statt.

    Die Gastgeber Professor Dr. Thomas Becker, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg, und PD Dr. Bernd Puschner von der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung, der auch als ENMESH Secretary fungiert, sind stolz, die Tagung in die Region geholt zu haben – ist dies doch auch eine Bestätigung für die Forschungsaktivitäten in Günzburg und Ulm. In der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung laufen derzeit acht Projekte, unter anderem zu folgenden Themen: klinische Entscheidungsfindung, psychosoziale Therapien, Krankheitsmanagement über das Internet, Gesundheitsförderung bei Bewohnern psychiatrischer Pflegeeinrichtungen oder Elternschaft bei Menschen mit psychischer Krankheit. Abgeschlossen sind bereits zahlreiche Studien und Projekte, bei denen die Gruppe aus Ulm und Günzburg auch mit anderen nationalen und europäischen Partnern zusammenarbeitete.

    „Die psychiatrische Versorgung ist in den europäischen Staaten ganz unterschiedlich ausgestaltet“, betont Professor Dr. Thomas Becker. „Dies liegt an unterschiedlichen nationalen und historischen Entwicklungen und betrifft ganz verschiedene Bereiche, von der kulturellen Definition von psychischer Krankheit über die Bereitstellung effektiver Behandlungsverfahren bis hin zu der Höhe der in den jeweiligen Staatshaushalten vorgesehenen Ausgaben für die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung. Die Themen der Konferenz spiegeln diese aktuellen Debatten in der psychiatrischen Versorgung wider. Wir freuen uns auf einen lebhaften Austausch und hoffen, dass die Konferenz darüber hinaus zu neuen internationalen Kooperationen im Sinne der weiteren Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen beitragen kann.“

    Weitere Informationen:

    Es gibt noch freie Plätze sowohl für die Konferenz als auch für das attraktive Begleitprogramm, dessen Höhepunkt das Konferenz-Galadinner im Schloss Erbach darstellt. Kurzentschlossene können sich vorab per Internet (http://www.enmesh.eu/registration.html) oder direkt vor Ort im Edwin-Scharff-Haus am 22. Juni von 16-18 Uhr oder an den jeweiligen Konferenztagen anmelden.

    Kontakt:
    Nadja Zentner
    Telefon 08221 96-2864
    Telefax 08221 96-28160
    E-Mail: nadja.zentner@bkh-guenzburg.de.
    http://www.enmesh.eu


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin, Psychologie
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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