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04.07.2011 10:29

Verleihung des Württembergischen Krebspreises 2010 an der Universität Tübingen

Michael Seifert Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung zeichnet Onkologen Tobias Pukrop aus

    Der Vorsitzende der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung, Prof. Dr. Claus Claussen, Abteilung für Radiologische Diagnostik der Universität Tübingen wird am 11. Juli 2011 an der Universität Tübingen zum zweiten Mal den Württembergischen Krebspreis übergeben. Er geht in diesem Jahr in Höhe von 85.000 Euro an den Göttinger Onkologen Dr. med. Tobias Pukrop für sein Projekt „Mikroglia-assistierte Invasion bei der zerebralen Metastasierung“. Der Preis gehört zu den am höchsten dotierten innerhalb der deutschen Krebsforschung.

    Zur Preisverleihung am Montag, 11. Juli 2011, ab 15 Uhr im Konferenz-zentrum des CRONA-Klinikums, Hoppe-Seyler-Straße sind die Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Den Festvortrag wird Prof. Dr. Klaus Schulze-Osthoff, Geschäftsführender Vorstand des Südwestdeutschen Tumorzentrums, Tübingen zum Thema „Translationale Krebsforschung in Tübingen“ halten.

    Tobias Pukrop, geboren 1973 in Ellwangen, absolvierte sein Medizin-studium an der Universität Ulm und ging dann als Assistenzarzt an die Universitätsmedizin Göttingen. Seit 2008 ist er dort Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie/Onkologie. Mit seiner Arbeitsgruppe konnte er nachweisen, dass gesunde Immunzellen des Gehirns, sogenannte Mikroglia, bei der Streuung von Tumoren ins Gehirn mitwirken. Hierbei unterstützt die Mikroglia die Tumorzelle nicht nur mit Lockstoffen, sondern schleust die Krebszellen aktiv in das Hirngewebe ein. Dieser fatale Vorgang beschreibt einen neuartigen Mechanismus, wie sich Krebszellen Eintritt in fremde Organe verschaffen können. Eigentlich dient dieser Prozess aber der Abwehr von Gefahrenstoffen. Somit führt ein fehlgeleiteter Abwehrprozess zur Ansiedelung von Krebszellen im Hirngewebe. Mit dem Preisgeld will er nun genauer untersuchen, an welchen Stellen sich der Kontakt zwischen Mikroglia- und Tumorzellen abspielt. Aus den Ergebnissen könnte sich dann ein Ansatzpunkt für eine mögliche Therapie ergeben.

    Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren nacheinander mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Sie zeichneten sich durch fachliche Kompetenz und hohe Sensibilität für die Probleme ihrer Patienten und deren Angehörigen aus. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Die Preise wurden ausgeschrieben für Wissenschaftler unter 40 Jahren, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig sein und ihre Forschung in Württemberg durchführen oder gebürtige Württemberger sein sollen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Claus D. Claussen
    Vorsitzender der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung
    Universität Tübingen
    Radiologische Klinik, Abteilung für Radiologische Diagnostik
    Hoppe-Seyler-Str. 3
    72076 Tübingen
    Telefon +49 7071 29-82087
    claus.claussen@med.uni-tuebingen.de

    Universität Tübingen
    Hochschulkommunikation
    Leiterin Myriam Hönig

    Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information
    Michael Seifert
    Telefon +49 7071 29-76789
    Telefax +49 7071 29-5566
    michael.seifert@uni-tuebingen.de
    http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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