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06.07.2011 12:00

Universitätsklinikum Tübingen weiterhin Spitzenzentrum der Krebsmedizin

Dr. Ellen Katz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen

    Deutsche Krebshilfe stellt erneut drei Millionen Euro bereit

    Tübingen / Die Deutsche Krebshilfe hat heute, am 6. Juli 2011, in Berlin die Ergebnisse der Begutachtung von Onkologischen Spitzenzentren vorgestellt. Die gemeinnützige Organisation unterstützt mit ihrem Förderschwerpunkt-Programm die Zentrums-/Netzwerkbildung für eine Krebsmedizin auf höchstem Niveau. Weiterhin zu den Spitzenzentren gehört das Universitätsklinikum Tübingen: Das Südwestdeutsche Tumorzentrum erhielt eine Förderzusage für weitere drei Jahre. Das Team um Professor Dr. Diethelm Wallwiener - Direktor des Zentrums - konnte die internationalen Gutachter und Experten der Deutschen Krebshilfe davon überzeugen, dass die interdisziplinäre Patientenversorgung auf höchstem Niveau in Tübingen in den letzten drei Jahren gelungen ist. Insgesamt fördert die Deutsche Krebshilfe jetzt bundesweit 11 Onkologische Spitzenzentren.

    Um die Krebsmedizin bundesweit zu verbessern und auf ein Spitzen-Niveau zu bringen, fördert die Deutsche Krebshilfe bereits seit 2007 im Rahmen eines Schwerpunkt-Programms so genannte „Onkologische Spitzenzentren“. In diesen Zentren werden alle Tumorpatienten interdisziplinär versorgt und psychosozial begleitet, unter Einbeziehung des ambulanten Bereiches. Auch die Krebsforschung ist ein wesentliches Aufgabenfeld von Onkologischen Spitzenzentren. Jedes Zentrum wird von der Deutschen Krebshilfe mit jeweils einer Million Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre gefördert.

    „Diese Zentren sind regional vernetzt mit den Kliniken und niedergelassenen Ärzten der Umgebung und haben die Versorgung von krebskranken Menschen in Deutschland erheblich verbessert“, sagte Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. Ein gerade abgeschlossener Evaluierungsprozess eines Teils der Zentren hat deutlich gemacht, welche Entwicklung die Deutsche Krebshilfe mit ihrem Förderprogramm vor vier Jahren angestoßen hat. Die Spitzenzentren sowie die von der Deutschen Krebsgesellschaft initiierten Organkrebszentren und Onkologischen Zentren ergänzen sich in hervorragender Weise und tragen dazu bei, dass Krebs-Patienten überall in Deutschland nach einheitlichen hohen Qualitätsstandards behandelt werden.

    „Wir sind der Deutschen Krebshilfe sehr dankbar für diese überaus wichtige Initiative für die Krebs-Patienten“, sagte Wallwiener. Die erneute Förderung ist Anerkennung für das in der ersten Förderperiode Geleistete, aber ganz klar auch Auftrag für die Zukunft. Wir sind in der Pflicht, eng vernetzt mit den anderen Spitzenzentren weiter daran zu arbeiten, dass in ganz Deutschland jeder Krebspatient und jede Krebspatientin nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auf einem gleich hohen Standard behandelt wird.“

    Eine wichtige Rolle in dieser Zukunftsvision spielt die Krebsforschung und der schnelle Weg vom Labor ans Krankenbett. „Hier ist Tübingen sehr stark, insbesondere in den Bereichen Immuntherapie, Zelltodforschung, Bildgebung und Pharmakogenetik“, bestätigt der Forschungsdirektor des CCC Tübingen, Prof. Klaus Schulze-Osthoff. „Nicht umsonst wurde Tübingen auch als ein Standort im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) ausgewählt - das ist eines der neuen Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, die die Bundesregierung zur Bekämpfung der Volkskrankheiten ins Leben gerufen hat.

    Prof. Michael Bamberg, der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, ist stolz auf die Anerkennung durch das Fachgremium. „Das Universitätsklinikum wird als exzellenter Standort für Forschung und Krankenversorgung gestärkt und die Onkologie als wichtiger Schwerpunkt für Tübingen ausgebaut“, erklärt der bekannte Onkologe und langjährige Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

    Weitere Informationen im Internet unter www.krebshilfe.de und www.tumorzentrum-tuebingen.de.

    Hintergrund-Informationen: Krebs in Deutschland

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich 450.000 Menschen neu an Krebs, 216.010 starben im Jahr 2009 an den Folgen dieser Erkrankung. Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen. Männer erkranken besonders häufig an Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten durch Verzicht auf das Rauchen, gesunde Ernährung, Sport und einen vorsichtigen Umgang mit der Sonne vermieden werden könnten. Früh erkannt, haben viele Krebserkrankungen eine große Heilungschance.

    Onkologische Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe

    Die von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren an den 11 universitären Standorten:

    Berlin
    Dresden
    Erlangen/Nürnberg
    Essen
    Frankfurt
    Hamburg
    Heidelberg
    Köln/Bonn
    Tübingen
    Ulm
    Würzburg

    Ansprechpartner für nähere Informationen

    Universitätsklinikum Tübingen
    Frauenklinik
    Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor
    Tel. 07071/29-8 22 46
    Diethelm.Wallwiener@med.uni-tuebingen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.krebshilfe.de Deutsche Krebshilfe
    http://www.tumorzentrum-tuebingen.de Südwestdeutsches Tumorzentrum am Uniklinikum Tübingen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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