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12.03.1996 00:00

Jenaer Demonstrationszentrum wird eröffnet

Axel Burchardt Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Jenaer Demonstrationszentrum "Bearbeiten neuer Materialien" wird offiziell eroeffnet

    Das am Technischen Institut der Jenaer Universitaet eingerichtete Demonstrationszentrum "Bearbeiten neuer Materialien" wird in wenigen Tagen offiziell eroeffnet. Neben Zentren in Aachen und Zwikau gehoert es zu den drei ausgewaehlten Projekten in Deutschland, die vom Bundesforschungsministerium bis spaetestens 1999 mit jeweils fuenf Millionen Mark gefoerdert werden. Die Zentren sind verpflichtet, die Mittel fuer ihren Betrieb zunehmend selbst zu erwirtschaften.

    Thueringische Landesregierung und Universitaet unterstuetzen das Vorhaben mit Nachdruck: Mehr als eine Million Mark fliessen in die Modernisierung der Fertigungs- und Messlabore. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, so dass am 20. Maerz das Demonstrationszentrum in modern ausgestatteten Raeumlichkeiten mit hochwertigen Werkzeugmaschinen und Messgeraeten eroeffnet werden kann.

    Das Demonstrationszentrum hat die Aufgabe, den Einsatz neuer Materialien zu beschleunigen. Neue Werkstoffe bilden oft den Schluessel fuer innovative Produkte und schaffen Wettbewerbsvorteile. Kleine und mittlere Unternehmen verfuegen aber haeufig nicht ueber das Entwicklungspotential, um neue Materialien einzusetzen. Auf der anderen Seite liegen Forschungsergebnisse der Materialwissenschaft und Fertigungstechnik vor, die den Bedingungen der Praxis angepasst werden muessen. Genau hier setzt das Demonstrationszentrum an: Es vermittelt das notwendige Know-how fuer die Verwendung und Bearbeitung neuer Materialien, es offeriert technologische Beratung, Musterfertigung und anwendungsorientierte Schulung.

    Das Angebot des Jenaer Demonstrationszentrums wird von der Industrie angenommen. Seit Arbeitsaufnahme am 1. Oktober 1994 haben im Zentrum ca. 80 Beratungsgespraeche mit 38 Unternehmen stattgefunden. 20 Auftraege zur Verfahrensentwicklung und Musterfertigung wurden erteilt. Meist sind die Auftraggeber kleine und mittlere Unternehmen. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Praezisionsbearbeitung von Keramiken und Glaesern, z. B. Biomaterialien fuer Implantate oder verschiedene Funktionskeramiken fuer neuartige Sensoren.

    Jena bot sich als eines der drei deutschen Standorte eines Zentrums fuer Materialbearbeitung wegen seiner engen Verflechtung von Universitaet und feinmechanisch-optischer Industrie an. In Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen setzt das Zentrum diese Tradition fort. Mehr als zwei Drittel seiner Industriepartner sind Thueringer Unternehmen, vorwiegend aus der Region Jena. Nicht zuletzt sichert das Demonstrationszentrum damit auch Arbeitsplaetze. Dabei geht es nicht allein um die befristete Finanzierung von fuenf Stellen am Technischen Institut der Universitaet. Der offensichtliche Bedarf an technologischer Entwicklung fuer den Einsatz neuer Materialien legt - ueber die Bundesfoerderung bis 1999 hinaus - den Ausbau und die dauerhafte Einrichtung eines Beratungszentrums nahe. Betriebe, die mit dem Jenaer Demonstrationszentrums zusammenarbeiten, erwarten eine Staerkung ihrer Wettbewerbsfaehigkeit - und so ebenfalls die Bewahrung und Ansiedlung von Arbeitsplaetzen.

    Kontakt: Technisches Institut Prof. Dr. Harald Knake Tel.: (03641)6 32392 Fax: (03641)6 32762


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Es wurden keine Arten angegeben
    Deutsch


     

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