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27.07.2011 12:03

Warum Hilfe nicht in Anspruch genommen wird …

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Greifswalder Wissenschaftler starten Pilotstudie „WAS HILFT?“ - Teilnehmer aus der Region Greifswald gesucht

    Viele Menschen leiden an körperlichen und emotionalen Beschwerden, die sie mehr oder weniger stark im Alltag oder Beruf einschränken. Nur ein kleiner Teil nimmt dafür jedoch Hilfe in Anspruch. Eine Forschergruppe der Universitätsmedizin Greifswald und des Lehrstuhls für Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald will im Rahmen einer Pilotstudie nun der Frage nachgehen, warum Menschen mit bestimmten Beschwerden Hilfe aufsuchen und andere nicht.

    Epidemiologische Studien zeigen, dass etwa die Hälfte aller Menschen mit ernsthaften Beeinträchtigungen keine medizinische Unterstützung oder Beratung in Anspruch nimmt. Die Gründe dafür sind nicht bekannt und bislang kaum erforscht.

    Für die Studie „WAS HILFT?“ suchen die Greifswalder Wissenschaftler Personen, die in den letzten Wochen unter allgemeinen Symptomen wie zum Beispiel Müdigkeit, Traurigkeit, Energielosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Appetitverlust, Reizbarkeit, Interesselosigkeit, Schlafstörungen sowie Kopf- oder Gliederschmerzen gelitten haben.

    „Die Teilnehmer ab 18 Jahre sollen dazu befragt werden, welche Beschwerden sie haben und wie sie diese selbst einordnen“, erläuterte Prof. Silke Schmidt vom Lehrstuhl für Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald. Die vertrauliche Befragung findet in Greifswald statt und dauert etwa eine Stunde. Nach drei Monaten sollen die Teilnehmer noch einmal telefonisch kontaktiert werden, um zu erfahren, wie sie mit ihren Beschwerden umgegangen sind. „Uns interessiert insbesondere, welche der Betroffenen keine professionelle Hilfe suchen und aus welchen Gründen“, so Schmidt weiter. „Gehen diese Menschen möglicherweise davon aus, dass man ihre Beschwerden gar nicht behandeln kann, oder dass sie von alleine wieder weg gehen? Wenn man die Erwartungen der Betroffenen an effektive Hilfe kennt, kann diese leichter angenommen werden. Bei Nichtbehandlung droht jedoch ein Verlust an Arbeitskraft und Lebensqualität.“

    Erster Ergebnisse der Pilotstudie werden im Oktober erwartet. Diese sollen anschließend in eine geplante größere und repräsentative Untersuchung der Problematik mit nicht unerheblicher gesellschaftlicher Brisanz einfließen.

    Betroffene können sich unter der Telefonnummer 03834-86 31 39 (Ramona Stock) oder unter der E-Mail studie-lgp@uni-greifswald.de melden.

    Als kleines Dankeschön und Aufwandsentschädigung erhält jeder Teilnehmer der Studie einen Warengutschein (REWE) im Wert von 10 Euro.

    Ansprechpartner
    Universitätsmedizin Greifswald
    Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Direktor: Prof. Harald J. Freyberger
    Studienleiter: PD Dr. Georg Schomerus
    Ellernholzstraße 1–2, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-69 00
    Rostocker Chaussee 70, 18437 Stralsund
    T +49 3831-45 21 00
    T +49 3831-45 21 09
    E freyberg@uni-greifswald.de
    E georg.schomerus@uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de

    Universität Greifswald
    Institut für Psychologie
    Heinz-Nixdorf Lehrstuhl Gesundheit und Prävention
    Prof. Dr. Silke Schmidt
    Projektbetreuung: Dieter Rhode
    Robert-Blum-Str. 13, 17487 Greifswald
    T +49 3834 86-38 10/86-38 00
    T +49 3834 86-38 106
    E silke.schmidt@uni-greifswald.de
    E dieter.rhode@uni-greifswald.de
    http://www.uni-greifswald.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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