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22.08.2011 11:19

Dirk Heinz wird HZI-Geschäftsführer

Dr. Bastian Dornbach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

    Nachfolger von Jürgen Wehland jetzt offiziell bestätigt.

    Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig hat einen neuen Wissenschaftlichen Geschäftsführer. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ernannte jetzt den Strukturbiologen Prof. Dirk Heinz mit Wirkung zum 1. August zum Nachfolger des vor einem Jahr im Amt verstorbenen Prof. Jürgen Wehland.

    Heinz hatte die wissenschaftliche Leitung des HZI bereits seit September 2010 kommissarisch inne. Für die Zukunft plant er insbesondere den Ausbau von Kooperationen mit akademischen Partnern und der Industrie, um die Grundlagenforschung stärker mit der klinischen Anwendung zu verknüpfen.

    Dirk Heinz studierte Chemie und Biochemie in Freiburg, ehe er sich im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Basel auf die Strukturbiologie spezialisierte. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA kehrte er zunächst nach Freiburg zurück. 1998 wechselte Heinz an die damalige GBF in Braunschweig, aus der später das HZI hervorging. Seit 2003 war er als Bereichs- und Abteilungsleiter für die strukturbiologische Forschung am Zentrum verantwortlich. Dirk Heinz ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien, darunter der Akademie der Wissenschaften Hamburg und der European Molecular Biology Organisation (EMBO), und bekleidet Funktionen in mehreren wissenschaftlichen Fachgesellschaften.

    Die großen Herausforderungen für die Zukunft sieht Heinz in der Translation – also dem Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der klinischen Medizin – sowie dem Ausbau von interdisziplinären und überregionalen Verbünden in der Infektionsforschung. Dazu zählt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), ein vom BMBF initiiertes Netzwerk herausragender Forschungs-Standorte, das die wissenschaftliche Expertise zum Thema Infektionen bündeln und ihre Umsetzung in konkrete Therapie-Konzepte vorantreiben soll. „Das HZI wird als Standort eine wichtige Rolle innerhalb des DZIF spielen“, erklärt Heinz. „Diesem Auftrag wollen wir gerecht werden und damit zur Lösung drängender medizinischer Probleme beitragen.“

    Als eines seiner vordringlichen Ziele nennt Heinz in diesem Zusammenhang den Bau eines Zentrums für Wirkstoff- und Funktionelle Genomforschung auf dem Campus des HZI. Dort sollen unter anderem Wirkstoffe aus der Natur untersucht werden, die zur Bekämpfung von Infektionen geeignet sein könnten. Ein anderer Schwerpunkt ist die Erforschung der Rolle von Genen bei Infektionsprozessen, wobei menschliche Gene ebenso von Interesse sind wie die verschiedener Krankheitserreger.

    „Ich kenne Dirk Heinz seit langem als analytisch denkenden Wissenschaftler und engagierte, tatkräftige Führungspersönlichkeit“, sagt Ulf Richter, Administrativer Geschäftsführer des HZI. „Ich bin überzeugt, dass er in der Leitungsposition viel bewegen wird, und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

    Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI):
    Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig ist eine von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen gemeinsam finanzierte Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Aufgabe des Zentrums ist es, biomedizinische Forschung auf dem Gebiet der Infektionsbiologie sowie deren klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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