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25.01.2002 12:16

Gesellschaft für Genetik befürwortet Import embryonaler Stammzellen

Dipl.-Biol./Journalist Manfred Braun Presse und Kommunikation
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

    Die Gesellschaft für Genetik (GfG) unterstützt die Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Vorgehen bei der Erforschung menschlicher embryonaler Stammzellen. Mit diesem Thema wird sich der Deutsche Bundestag am 30. Januar 2002 befassen.

    Die GfG befürwortet wie die DFG insbesondere, dass der rechtlich zulässige Import von embryonalen Stammzell-Linien bestehen bleibt. Der Import soll sich auf Zell-Linien beschränken, die aus "überzähligen" Embryonen gewonnen wurden. Hierbei handelt es sich um Embryonen, die nach einer Befruchtung im Reagenzglas aus medizinischen Gründen nicht mehr verwendet werden können.

    Die Arbeit an diesen Stammzellen soll unter ethischen und wissenschaftlichen Kriterien streng kontrolliert werden. Eingriffe in die Keimbahn - wie bisher durch das Embryonenschutzgesetz geregelt - lehnt die GfG ab, ebenso reproduktives und therapeutisches Klonen sowie die Herstellung von Embryonen ausschließlich zu Forschungszwecken.

    Die Gesellschaft für Genetik

    Mit ihrem neuen Vorsitzenden Prof. Rudi Balling, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), Braunschweig, will die GfG noch stärker als bisher den Diskurs in der Wissenschaftlergemeinde fördern und Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themen beziehen.
    Die Gesellschaft für Genetik vertritt Wissenschaftler, die an genetischen Fragestellungen arbeiten. Ihr gehören zurzeit knapp 600 Mitglieder an. "Wir wollen zur Diskussion mit der Öffentlichkeit auffordern und aufklärend wirken. Die Genetik ist in den Mittelpunkt des Alltags gerückt. Hier wollen wir Ansprechpartner für genetische Fragestellungen sein", sagt Balling. In seiner Funktion löst er Prof. Rolf Knippers von der Universität Konstanz ab, der sich den Statuten der GfG entsprechend nicht erneut für das Amt des Vorsitzenden zur Wahl stellen konnte. Knippers wird jedoch dem Vorstand weiterhin als stellvertretender Vorsitzender angehören.

    Zum Vorstand der GfG gehören folgende Mitglieder:
    Vorsitzender: Prof. Dr. Rudi Balling, GBF
    Stellvertreter: Prof. Dr. Rolf Knippers, Universität Konstanz
    Schriftführer: Prof. Dr. Jochen Graw, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
    Schatzmeister: Dr. Manfred Henze, Universität Gießen

    Hinweis für die Medien
    Die vollständige Stellungnahme der DFG findet sich unter http://www.dfg.de. Weitere Informationen über die Gesellschaft für Genetik finden Sie unter http://www.uni-giessen.de/gfg/ .


    Weitere Informationen:

    http://www.dfg.de
    http://uni-giessen.de/gfg/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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