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31.08.2011 12:05

EU-Studie: Zigaretten schädigen Arterien von Frauen besonders stark

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Vom 27. – 31. August 2011 findet in Paris der Kongress der European Society of Cardiology (ESC) statt

    Die schädlichen Auswirkungen des Rauchens auf die Atherosklerose, die wesentliche Ursache von Herz-Kreislauf-Krankheiten, treffen Frauen viel stärker als Männer. Das ist ein Ergebnis der EU-finanzierten internationalen IMPROVE-Studie, die auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Paris vorgestellt wurde.

    Die Messung der Wanddicke der Halsschlagader (1694 Männer und 1893 Frauen) mittels Ultraschall zeigte: Die Anzahl der während des bisherigen Lebens konsumierten Zigaretten steht bei Männern und bei Frauen in einem eindeutigen (signifikanten) Zusammenhang mit der Dicke der Wand der Halsschlagader (Carotis). Eine hohe Wanddicke dieses das Gehirn versorgenden Gefäßes weist auf bestehende Atherosklerose hin.

    Allerdings waren diese Effekte bei Frauen mehr als doppelt so stark ausgeprägt wie bei Männern. Die Auswirkung der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten auf das Fortschreiten der Atherosklerose war bei Frauen sogar fünf Mal stärker als bei Männern. Diese Zusammenhänge waren unabhängig von anderen, die Atherosklerose begünstigenden Faktoren wie Alter, erhöhter Blutdruck, ungünstigen Cholesterinwerten, Übergewicht oder sozialer Klasse.

    „Die Ursachen für die stärkere Auswirkung von Tabak auf die Arterien von Frauen sind noch unbekannt”, so Studienleiterin Prof. Dr. Elena Tremoli (Universität Mailand). „Einige Hinweise liefert das komplexe Zusammenspiel von Rauch, Entzündung und Atherosklerose.”

    Diese Befunde haben besondere Bedeutung, da zunehmend ein Trend zu erhöhtem Zigarettenkonsum gerade bei jungen Frauen zu beobachten ist.

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7800 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

    Kontakt:
    Pressestelle der DGK
    Achenbachstraße 43
    40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600692 - 51
    Fax: 0211 / 600692 - 10
    Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
    E-Mail: fleck@dhzb.de
    Christiane Limberg (Pressereferentin, Düsseldorf)
    E-Mail: limberg@dgk.org

    Während des Kongresses:
    B & K Medien- und Kommunikationsberatung: mobil +43-676-6356775; Tel.: +43-1-3194378-22; bettschart@bkkommunikation.com


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org
    http://www.escardio.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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